Beliebte Beiträge im Forum: Elektrik

  1. SirScorp

    SirScorp Super-Moderator

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  3. Vorwort:

    Dies ist eine Einführung in die Welt der Akku Packs wie sie im Modellbau Verwendung finden. Dabei bin ich der nichts wissende Fragensteller und Dominik hat sich meiner angenommen und Versucht mir alles zu erklären... und das versuche ich jetzt hier weiter zu geben, so dass alle was davon haben!

    Die Ordnung basiert auf meinen Fragen und Gedanken und auf Dominiks weiterführenden Antworten.




    1. Was für Akku-Packs gibt es?

    Wenn ich das Richtig sehe, gibt es alles Mögliche an Akku Packs… Alle Größen und Farben, Kapazitäten und Preise… Daraus ergibt sich direkt Frage 2


    2. Worauf muss ich achten?

    Da scheint es mir einige Punkte zu geben

    2.1 Spannung

    Das ist meiner Ansicht die „leichteste“ Sache… denn hier kann man wunderbar mit existierenden Mods vergleichen. Die für unsere Zwecke gängigen Akku-Typen dürften sein:

    7,2 V(6 Nickelzellen) /7,4 Volt (2 Litiumzellen)(nah an den Standard Werten)
    9,6 Volt (8 Nickelzellen, geringer Leistungsmod für Flyweel)
    11,1 Volt (3 Lithiumzellen, hoher Leistungsmod für Flyweel)
    14,8 Volt (4 Lithiumzellen, Leistungsmod für Stampede mit BP Feder)

    wie man sieht ergeben sich die Abstufungen der Spannungen aus der Anzahl der Akku-Zellen. Hier gehen wir auf die gebräuchlichsten Typen ein.


    2.2 Akkutyp /Zellchemie


    Blei: 2V/Zelle, sehr schwer, meistens mehrere Zellen in einem Gehäuse, entsprechend höhere Spannung.

    Nickel-Cadmium (NiCd)/Nickel-Metallhydrid (NiMh): 1,2V/Zelle, erhältlich in normalen Batteriegrößen (Micro / AAA, Mignon / AA, Baby /C, Mono / D), NiCd nur noch für Industrieanwendungen zulässig, aber käuflich.

    Litium-Ionen (LiIon)/Lithium-Polymer (LiPo): alte Generation 3,6V/Zelle, heute 3,7V/Zelle, leicht mit hoher Kapazität, aber geeignete Ladegeräte notwendig.


    LiPo werden meistens als Flachzelle im Folienbeutel gebaut, daher empfindlich gegen Beschädigung. Rundzellen mit Blechgehäuse werden meistens für Industrieanwendungen verwendet, sie entsprechen selten normalen Batteriegrößen


    2.3 Kapazität

    Hier hört meine auch schon mein Fundiertes Wissen auf und mein Halbwissen beginnt… deshalb hab ich mich kurz schlau gemacht:

    Quelle: Die wichtigsten Akku-Begriffe - Akku-Praxis: So leben Ihre Akkus länger - CHIP


    2.3 Das ominöse C

    Dazu erst mal wieder die Definition:

    Dazu ein paar Dinge die Dominik bereits zu diesem Thema geschrieben hat:


    Dazu kam dann nicht nur mir eine Frage, sondern auch Leetoh: (Angenommen der Blaster zieht 8A)

    Eine weitere Frage von mir: Ist es Egal wie die Werte verteilt sind, solange die Summe am Ende Passt? also hätte eine Rapidstrike mit 11,1Volt 400mA und 80C (0,4 x 80 = 32) die gleiche Power über die gleiche Zeit wie eine Rapidstrike mit 11,1Volt 2200mA und 15C (2,2 x 15 = 33) ?

    Dazu wieder Dominik(der als Reaktion auf die letzten beiden Fragen mal eben die nächsten 6 Punkte erläuterte o0):
    Die Entladerate gibt Hinweise darauf, wie sich ein Akku bei Belastung verhält:
    Jeder Akku bricht bei Belastung mit der Spannung ein und erholt sich ohne Last wieder etwas.
    Je dichter der Entladestrom am Maximalstrom des Akkus liegt, desto schneller nimmt die Spannung ab. Das kann dazu führen, dass der Akku nur kurze Energiestöße abgeben kann.
    Dazu muss erwähnt werden, dass nur wenige Hersteller angeben, auf welche Art die Entladeraten ermittelt werden.

    Modellbauakkus bewegen sich mit den Entladeraten im Bereich von 10-50C, die meisten liegen zwischen 15-30C, also deutlich mehr, als jeder Elektroblaster benötigt.
    Man muss allerdings bedenken, dass Elektromotoren beim Anlaufen ein Vielfaches ihres Nennstromes verbrauchen, deshalb sollten die Akkus nicht zu knapp ausgewählt werden.

    Das Problem ist zum Beispiel schon oft bei Rundzellen diskutiert worden, der Unterschied zwischen Protected und Unprotected. Wird bei Protected-Zellen der Strom zu hoch, macht die Schutzschaltung zu, um die Zelle vor Überlastung zu schützen.
    Setzt man nun einen Unprotected-Akku ein, gibt es das Problem nicht, weil es keine Schutzschaltung gibt. Was allerdings auch bedeutet, dass man den Akku durch Überlastung beschädigen kann, ohne etwas davon zu merken.


    3. Akku Anschlüsse

    Lithium-Polymer-Packs besitzen zwei Anschlüsse:

    - Den Hochstromstecker mit zwei Leitungen, schwarz und rot. An diesem liegt die volle Akkuspannung an und er ist auch für den vollen Strom ausgelegt.

    - Den Balancerstecker, er hat eine Leitung mehr, als der Akku Zellen hat. Eine Leitung ist meistens in einer anderen Farbe isoliert als die anderen, es gibt aber auch Kombinationen unterschiedlicher Farben.

    Am Balancerstecker liegen die Einzelspannungen aller Zellen an, er muss beim Laden mit dem Ladegerät verbunden werden, im Blaster kann eine Schutzschaltung daran angeschlossen werden

    3.1 Hochstromstecker

    Fertige Packs werden mit unterschiedlichen Hochstromsteckern verkauft:

    Kleine Akkus bis zwei Zellen und ca. 1200mAh werden oft mit einem so genannten BEC-Stecker (JST)verkauft, dieser ist bis 10A belastbar.
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    Für größere Packs sind mehrere Stecker gebräuchlich, die Stromstärken beziehen sich auf den Dauerstrom:
    T-Stecker (Dean's T): bis 60A, zwei Flache Steckzungen senkrecht aufeinander stehend, daher die Bezeichnung
    deans-type-t-connectors-ribbed-pair--205-p.jpg

    Goldkontaktstecker: runde Stecker mit verschiedenen Durchmessern, gebräuchlich sind 2mm, 3,5mm und 4mm, Belastbarkeit etwa 10xDurchmesser, Bspw. 4mm ca. 40A. G3,5-Verbinder sind die kürzesten.
    rc-157-gold-connector-goldstecker-1.jpg
    Goldkontaktstecker sind nicht völlig vor Kurzschlüssen geschützt, da beide Kontakte nicht durch ein Gehäuse verbunden sind.

    MPX (Multiplex): bis 30A mit sechs Kontakten, jeweils drei für Plus und Minus
    mpx-connector.jpg

    Tamiya und AMP: Je nach Ausführung bis 30A. Für sechs- bis achtzellige Nickelakkus, so genannte Racing-Packs, gebräuchlich. TAM (Tamiya)-Stecker haben eine Sicherheitsklinke um ein Lösen der Verbindung zu verhindern, AMP-Stecker nicht. Beide Steckverbinder haben runde Kontakte, werden bei Lithium-Packs meines Wissens nach nicht verwendet.
    Tamiya_adapter.jpg

    XT-60:
    xt-60-connectors.jpg

    Entsprechende Gegenstücke bekommt man im Modellbau-Laden oder Internet.

    Das sind natürlich nicht alle Steckertypen, wie bei so vielen Dingen gibt es auch hier Ausnahmen. Die Belastbarkeit ist bei allen Steckern für kurze Zeit deutlich höher.

    Anmerkung von Dominik:


    3.2 Balancerstecker

    Der Balancerstecker wird bei höherwertigen Ladegeräten nur für die Einzelzellenüberwachung und zum Balancieren, also dem Angleichen der Zellenspannungen verwendet. Bei billigen Ladegeräten mit niedrigem Strom (weniger als 1A) wird der Balancerstecker auch zum Laden des Akkus verwendet.
    In der Anwendung kann man eine Einzelzellenüberwachung anschließen.

    Es gibt mehrere Typen von Balancersteckern, die nicht zueinander kompatibel sind:
    XHP (XH) : Erkennbar durch Anformungen an der Oberseite, die wie halbe Pfeile aussehen. Verwendet von den meisten Importen aus China und einigen bekannten Modellbau-Herstellern, z.B. Dualsky, E-Flite, Walkera, Align, Topfuel/Hacker
    74209_Sensor_Adaptersatz_2S_bis_6S_XHP_Akkus_auf_EHR_BalancerLader18084_300.jpg
    EHR (EH): Wird von den meisten deutschen Herstellern verwendet, z.B. robbe, Graupner, Simprop, Carson, Kokam, LRP, Dymond
    Es gibt noch die Anschlüsse FTP (TP), PQ, MPX (nicht zu verwechseln mit dem Hochstromstecker) und ein zweireihiger von Schulze Elektronik.
    Es gibt für die meisten Stecker Adapter, allerdings muss man wissen in welche Richtung man was benötigt.
    Manche Ladegeräte haben nur einen Anschluss im Gehäuse an den dann entsprechende Adapterplatinen angesteckt werden.


    4. Ladegerät / Laden

    Blei- und Nickelakkus kann man mit Konstantstromladung mit einem Netzteil laden, es gibt aber keine Abschaltung, daher nicht zu empfehlen.


    Worauf muss ich achten?

    Das Ladegerät muss für die entsprechende Zellenchemie ausgelegt sein und sowohl der Hochstromstecker als auch der Balancerstecker müssen angeschlossen werden. (Außer bei Billig-Ladegeräten, die nur über den Balancerstecker laden)
    Der Balancer-Anschluss im Ladegerät muss mit dem Anschluss des Akkus übereinstimmen, die verschiedenen Systeme sind nicht kompatibel.
    Heutzutage haben alle Ladegeräte als Hochstromkontakte standardmäßig 4mm Buchsen, an die ein Adapterkabel für das verwendete Stecksystem angeschlossen werden kann.
    Für Lithium-Akkupacks ist ein Balancieren der Zellen eines Packs während des Ladens zwingend notwendig, ansonsten droht ohne Überwachung eine Überladung einzelner Zellen.

    Außerdem darf der Ladestrom eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Bei allen Akkus aus dem Modellbau ist man mit einer Laderate von 1C auf der sicheren Seite, aktuelle Zellen kann man teilweise mit bis zu 5C laden (Datenblatt/Etikett beachten!), auch wenn man das nicht zu oft machen sollte.

    Negativbeispiel:
    Ein Bekannter hat sich vor Jahren mal beim Laden seinen Keller ausgeräuchert und fragte danach was das mit dem 1C zu bedeuten hat.


    5. Reihen- /Parallelschaltung

    Einzelne Zellen kann man problemlos in Reihe und Parallel schalten, wenn ein paar Regeln beachtet werden:

    Reihenschaltung:
    Alle Zellen müssen dieselben Daten haben (Typ, Spannung, Kapazität, Ladezustand, Alter). Üblicherweise werden dazu alle Zellen zur gleichen Zeit gekauft, einzeln vollständig geladen und dann verschaltet.
    Beachtet man das nicht, können die einzelnen Zellen überlastet und beschädigt werden, was im Extremfall zu einem Platzen und eventuell einem Brand führen kann.

    Verwendet man einzelne (Rund-)Zellen, sollten diese auch einzeln geladen werden.

    Parallelschaltung:
    Bei der Parallelschaltung muss man nur darauf achten, dass die Nennspannung und der Ladezustand identisch sind.
    Man kann tatsächlich Zellen oder Packs mit verschiedenen Kapazitäten (nicht Spannungen!) parallel schalten, die stärkere Zelle stützt die Schwächere, so dass beide Zellen immer dieselbe Spannung haben.

    Sind die Zellen unterschiedlich geladen, kommt es zu einem Ausgleichsstrom, bei der die entladene Zelle von der anderen geladen wird, wobei der zulässige Ladestrom überschritten werden kann.

    6. Lagerung

    Bleiakkus werden in geladenem Zustand gelagert.
    Nickel-Cadmium-Akkus werden in entladenem Zustand gelagert.
    Nickel-Metallhydrid-Akkus werden in geladenem Zustand gelagert.
    Zur Lagerung haben die meisten Computer-Ladegeräte eine Storage-Funktion, bei der der Lithiumakku nur teilweise geladen wird.

    Den Akku sollte man auch so kühl wie möglich lagern, eine Lagerung im Kühlschrank ist möglich, aber die Bildung von Kondenswasser muss vermieden werden.


    7. Vorsichtsmaßnahmen

    Wer sich nicht sicher ist, sollte sich gut informieren und/oder die Finger davon lassen!
    Bekanntlich steht im Internet auch viel Unsinn geschrieben, daher lieber mehrere Quellen zu Rate ziehen und auch das Alter der Information prüfen.

    Beim Laden des Akkus immer in der Nähe bleiben und den Akku auf einer feuerfesten Unterlage laden.
    Akkus nicht überladen (Sollte bei heutigen Ladegeräten eigentlich nicht passieren)
    Akkus nicht tiefentladen (Voltmeter mit Einzelzellenüberwachung o.ä. verwenden)
    Akkus nicht kurzschließen (Alle Stecker und elektrischen Verbindungen im gesamten Stromkreis isolieren, auch darauf achten dass bei abgezogenem Stecker kein Kurzschluss entstehen kann)
    Es gibt feuersichere Beutel in denen man Lithium-Akkus laden, lagern und transportieren kann, sollte der Akku tatsächlich feuer fangen, ist die Umgebung dabei einigermaßen sicher.

    LiPo-Akkus sind nur in Folie eingeschweißt und entsprechend empfindlich. Sie müssen vor mechanischer Beschädigung geschützt werden.


    8. Falls doch mal etwas passiert ist:

    Blei- und Nickelakkus gasen bei Überlastung Wasserstoff aus. Zusätzlich kann Elektrolyt austreten.
    Litium-Polymer-Akkus sind gasdicht, sie blähen sich bei Überlastung auf, dadurch verringert sich die Elektrodenoberfläche und die Kapazität und Belastbarkeit sinken.

    Alle Akkus funktionieren nach einer Überlastung noch, können allerdings nicht mehr so stark belastet werden und dementsprechend auch leichter überlastet werden.

    Ein brennender Lithium-Akku darf NIEMALS mit Wasser gelöscht werden, Lithium reagiert heftig, teilweise explosiv mit Wasser, wobei sich Wasserstoff bildet.
    Zum Löschen sollten bei Metallbränden allgemein nur trockener Sand oder spezielle Feuerlöscher für Metallbrände (Brandklasse D) verwendet werden, Löscher mit ABC-Pulver funktionieren nicht.
    Ansonsten einfach im Freien abbrennen lassen.

    9. Entsorgung

    Alle Akkus können in den Sammelbehältern für Altbatterien entsorgt werden, es muss allerdings sichergestellt sein, dass es keinen Kurzschluss geben kann. Sämtliche Kontakte sollten abgeklebt
    werden, was auch auf den Sammelkisten steht.
    Bleiakkus können dort auch entsorgt werden, solange sie lageunabhängig sind (Blei-Gel-Akkus). Sind sie es nicht, müssen sie zu Schadstoffsammelstellen gebracht werden.



    So ich hoffe das hiermit ein paar Fragen beantwortet wurden und dass ich die richtigen Stecker verlinkt habe ^^
    Vielen Vielen Dank jedenfalls schonmal an Dominik ^^ Ich schätze es wird noch die ein oder andere Frage dazu kommen ^^
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2015
  4. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    Psstt… Power verrat nicht alles. :D
    Ja ich habe am Wochenende den ersten Prototyp des Flywheelcage gefräst. Wie Ihr seht habe ich das CAD Modell nochmal ein wenig abgeändert.

    Prototyp.png

    Hab die Motoren + Flywheels eingebaut und das ganze an ein PC-Netzteil (12V) angeschlossen.
    Jaja meine Trustfire Akkus sind immer noch nicht da. -.-

    Fazit: die Motoren drehen fix hoch und das ganze gerät ist neben den Motorgeräuschen schon recht leise. Testweise habe ich vorsichtig 15 Darts durchgeschupst… kein Dartslip recht ordentliches Trefferbild und die Darts werden geschont dank der konkaven Laufflächen ^^

    OK! Prototyp 1 hat bestanden! Jetzt geht’s an die Änderungen. Leider habe ich eine Kante vergessen zu verrunden das Ding passt so noch nicht in die RS…
    Werde also demnächst Prototyp 2 fräsen der dann auch in die RS passt. ;)

    Hatte noch eine Idee… und zwar das man die konkaven Flywheels ja auch leicht gegeneinander anstellen kann um den Dart in Rotation zu bringen! Ja richtig der Dart bekommt dadurch Drall. xD
    Obs etwas bringt oder ob der Dart durch den Drall willkürliche Spiralflugbahnen erzeugt wird sich nach Fertigung des Spezial Prototypen zeigen ^^

    Prototyp_angestellt.png
    Hoffe auf den Bildern kann man erkennen was ich meine.

    Grüße DrSnikkas
     
  5. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    Hi Leute,


    Da anscheinend einige Leute der Meinung sind ich bin Krank, Im Urlaub, hab aufgegeben oder wer weiß was, melde ich mich mal mit einer Neuerung zurück.

    Habe gestern den ersten Serienreifen Prototypen für die HyperFire (Gen3) gefertigt.
    Heute Abend wird fleißig getestet!

    WP_20160706_23_29_18_Pro[1].jpg

    Neuerungen der Gen3 bzw. altbekanntes ;)
    - Dartguide (auch bekannt als NAPRADD) wieder dabei.
    - 16x1 PVC Rohr als Lauf (immer Passende länge für den jeweiligen Blaster)

    Sonst ist alles beim Alten geblieben.

    Ist dann demnächst auch in meinem Webstore (wird gerade fertig gestellt) als Alu und 3D Druck erhältlich.


    Gruß DrS

    P.S. der RS/ST Cage hat auch bereits das Update auf Gen3 erhalten. Modulus, Demo und Rayven ziehen demnächst nach.
     
  6. Moggih

    Moggih Erfahrener Benutzer

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  8. Hallo, ihr Menschen.

    Weil LiPo-Packs brandgefährlich sein können und sich manchmal einfach entzünden (so munkelt man), ist es mir, euch und dem Vermieter sicher lieber, wenn sie in feuerfesten Behältnissen aufbewahrt werden.

    Tontöpfe sind feuerfest. Nehmen wir die also erstmal. Billig sind sie auch, also nehmen wir gleich zwei. Und dann noch ein paar Materialien, die in jedem ordentlich geführtem Haushalt anzutreffen sind:

    1.JPG
    • Also die zwei Tontöpfe, ein Tonuntersetzer. Kann man der Omma klauen und saubermachen oder im Baumarkt kaufen. (Ich hab mich für letzteres entschieden, hat im OBI insgesamt genau €2,97 gekostet.)
    • Eine Plastiktüte. Meine ist von Bobby's Food Store in Wien, einem total genialen ... äh, Food Store. Hab Willy Wonka Süßigkeiten und Marmite dort gekauft. Und Cider. Es geht aber auch jede andere Plastiktüte oder dünne Folie. Hauptsache sie ist auf Flammen nicht so gut zu sprechen.
    • Gaffa-Tape. Duct-Tape. Steinband, Gewebeklebeband, Panzerband. Oder wie es unter Leuten, die alte, englische Autos fahren und restaurieren heißt: Sir Fix-a-lot. (Das stimmt gar nicht, hab' ich mir grad ausgedacht.)
    • Was zum schneiden. Cutter oder Schere.
    • Quarzsand oder ein ähnliches Material, das als Löschsand herhält. Ich war zu faul, einen 50kg Quarzsandsack beim Baustoffhandel zu holen, also tut's auch Vogelsand, den man in handlicheren Größen kriegt. (Außerdem ist unser Vorhaben hier alles in allem "Cheap! like the budgie." und deshalb passt Vogelsand ganz gut.)
    Schreiten wir zur Tat!

    1.) Wir verschließen das Loch des kleineren Topfes mit Tape.
    2.JPG

    B.) Wir drehen ihn um und füllen ihn randvoll mit Sand.
    3.JPG

    Drittens.) Wir schneiden etwas Folie aus, legen es drüber, fixieren es behelfsweise evtl. mit einer Gummiflitsche.
    4.JPG

    IV.) Wir kleben die Folie mit Tape fest.
    5.JPG

    %.) Wir packen die LiPos in den größeren Topf, stellen ihn auf den Untersetzer und nehmen als Deckel unseren mit Sand gefüllten kleinen Topf.
    6.JPG 7.JPG

    Fertich.

    Sollten sich jetzt nachts oder sonstwann die Packs entzünden, schmort zuerst die Plastikfolie weg und der Sand kommt runter. Wenn die Menge ausreicht, sollte das den Brand löschen oder zumindest stark eindämmen. Hoffen wir's mal ;D


    Für unterwegs empfehlen sich allerdings LiPo-Bags aus feuerfestem Material. Die verhindern zwar auch keine fiesen Rauchschwaden, aber zumindest fackelt einem nicht das ganze Auto, Werkzeugkiste, Campingmobiliar ab. Kosten bei diversen Marktplätzen grob €5,00.

    8.JPG


    Schönes Wochenende.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Dezember 2016
  9. Dominik

    Dominik Erfahrener Benutzer

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  11. Achtung Textbombe!
    (Ich entschuldige mich im Voraus für den langen Text, aber etwas Fachwissen hat noch niemandem geschadet. Oder wie mein Vater so gerne sagt: "Allgemeinbildung heißt, sich über jedes Thema fünf Minuten unterhalten zu können.")

    Leistungstransistoren in Blastern

    Wenn es um das Modden elektrischer Blaster geht, fallen meistens mehrere Stichworte:
    - Thermistoren entfernen oder überbrücken
    - größerer Leitungsquerschnitt
    - mehr Spannung
    - leistungsfähigere Spannungsquellen (LiPo-Einzelzellen oder Modellbau-Akkupacks)

    Worüber sich allerdings kaum jemand Gedanken zu machen scheint ist die Frage wie man die Stromkreise allgemein effektiver gestalten kann.
    Viele regen sich darüber auf, dass die Schalter so billig gebaut sind. Manche tauschen sie durch robustere Schalter aus, was oft einen größeren Umbau zur Folge hat, speziell die Rapidstrike ist da eine ziemliche Diva.

    Eine (für mich) einfachere Lösung ist das, was bei größeren Leistungen immer angewandt wird, eine Trennung in einen Steuer- und einen Laststromkreis.
    Dadurch werden die Steuerelemente nicht mit dem Laststrom belastet und können mit dünneren Leitungen ausgeführt werden, wodurch gleichzeitig die Hauptstromleitungen deutlich kürzer und dicker ausgeführt werden können.
    Um das zu erreichen kann man verschiedene Dinge verwenden: Relais, Transistoren etc.
    Dabei sind einzig Transistoren klein genug um in Blastern verbaut zu werden, so gut wie immer werden dabei Feldeffekttransistoren (FET) verwendet. Bei herkömmlichen Bipolartransistoren wird ein Steuerstrom benötigt, Feldeffekttransistoren mit isoliertem Steuereingang (IG-FET, MOS-FET) werden über die am Gate anliegende Spannung gesteuert, es fließt nur ein winziger Strom (ein paar Nanoampere).


    Die Theorie:

    MOSFETs werden in vier Versionen hergestellt: n- und p-Kanal, welche noch mal in selbstsperrende Anreicherungstypen und selbstleitende Verarmungstypen unteteilt werden.
    Den Typ kann man auch anhand der Schaltzeichen erkennen, sofern nicht anders angegeben beziehe ich mich im Folgenden auf selbstsperrende n-Kanal MOSFETs.

    Natürlich gibt es auch bei MOSFETs Eigenheiten, die beachtet werden müssen:
    - am Gate muss ein Pull-Down-Widerstand von 10-100 Kiloohm geschaltet werden
    - schaltet der Transistor induktive Lasten wie z.B. Motoren oder Relaisspulen muss eine Freilaufdiode parallel zur Last in Sperrichtung geschaltet werden
    - Transistoren leiten den Strom nur in eine Richtung

    Ausführlich:

    Pull-Down-Widerstand: Das Gate (Steuereingang) eines MOSFETs ist, wie der Name schon sagt, isoliert. Schaltet man den Transistor lädt sich das Gate auf, wird aber nach dem Abschalten kaum entladen. Das Gate hat nur eine kleine Kapazität, daher kann der Pull-Down-Widerstand recht groß gewählt werden und verursacht nur einen kleinen Leckstrom.

    Freilaufdiode: Eine induktive Last erzeugt beim Abschalten durch das zusammenbrechende Magnetfeld eine entgegen gepolte Spannung, welche bis zu zehnmal höher als die Nennspannung ist (Stichwort Selbst- oder Eigeninduktion). Die Freilaufdiode schließt diese so dicht an der Quelle wie möglich kurz und vermeidet so Rückwirkungen auf die Steuerschaltung. Will man einen Motor in beiden Laufrichtungen ansteuern funktioniert das natürlich nicht, aber dazu später mehr.

    Transistoren leiten den Strom nur in eine Richtung: Ein Transistor ist im Grunde eine Schaltung aus Dioden und die sperren in eine Richtung, deshalb gibt es p- und n-Transistoren. n-Kanal Mosfets leiten den Strom von Plus nach Minus, p-Kanal in der entgegengesetzten Richtung und werden auch anders angesteuert.


    Die Praxis:

    Die Verdrahtung (Allgemein):
    In der Elektrotechnik werden Leitungen anhand von zwei Kriterien ausgelegt, der Strombelastbarkeit und dem Spannungsfall, also dem Spannungsverlust der durch die Leitung verursacht wird.
    Der Spannungsfall kann bei unseren kurzen Leitungen ignoriert werden, den benötigten Querschnitt könnte man berechnen, aber allgemein bleibt man mit der Faustformel 10 Ampere pro Quadratmillimeter problemlos unter der Belastungsgrenze, die bei Dauerlast eine Leitertemperatur von 70°C ergibt. Bei den kurzen Laufzeiten unserer Blaster kann man also noch deutlich höher gehen.

    Anmerkung: Bei Schaltplänen werden bei Widerständen und Kondensatoren wird oft die Einheit weggelassen, zum Beispiel hat ein Widerstand von 100 Kiloohm hat so den Wert 100k.

    Die Flywheels:
    Eine Schaltung, die in jedem Flywheel-Blaster gleich ist, ist die Ansteuerung der Flywheelmotoren.
    An Stelle der mechanischen Schalter wird ein Mosfet zwischen den Motoren und dem Minuspol der Stromquelle eingebaut. Drain (D) wird an den Motor geschaltet, Source (S) wird mit Minus verbunden, an das Gate (G) kommt die Steuerspannung. Auf diese Weise liegt die Steuerspannung wirklich zwischen Gate und GND an. Würde der Motor zwischen Source und GND angeschlossen, würde da noch der Spannungsabfall am Motor in die Rechnung pfuschen.

    Schaltplan Flywheels.png

    Die Steuerspannung wird an den mittleren Pin des Tasters angelegt, das Gate liegt an Pin 3, das ist der dem Stößel abgewandte Pin.
    Ich habe eine abweichende Steuerspannung verwendet, man kann aber auch die Betriebsspannung verwenden, die meisten Mosfets schalten bereits bei einer kleinen Spannung, üblicherweise unter 5V, durch, daher können sie mit Digitalschaltungen mit 5V Betriebsspannung angesteuert werden. Um sicher zu gehen, sollte man aber die Datenblätter zu Rate ziehen, die kann man sich z.B. bei ALLDATASHEET.COM - Datasheet search site for Electronic Components and Semiconductors and other semiconductors. herunterladen, die sind aber allgemein auf Englisch.
    Wird ein Transistor nicht vollständig durchgeschaltet, wirkt er wie ein einstellbarer Widerstand und erwärmt sich stark. Daher werden Transistoren immer voll durchgeschaltet betrieben, eine Leistungsregelung erfolgt über eine Puls-Weiten Modulation, der Strom wird also schnell an- und ausgeschaltet.
    Der von mir verwendete Transistor ist ein IRL3705N mit 55V Höchstspannung und 89A Dauerstrom (gekühlt!), der hohe Dauerstrom bedeutet, dass bei den in Blastern vorkommenden Strömen auf einen Kühlkörper verzichtet werden kann. Den Pull-Down Widerstand habe ich direkt an die Pins gelötet und den Transistor mit Spiegelklebeband auf den FW-Cage geklebt.

    FW-Cage.png

    Die Freilaufdiode habe ich direkt auf die Platine mit dem Entstörsatz gelötet, ebenso die neuen Zuleitungen. Und das was viele als Widerstände bezeichnen und entfernen sind in Wahrheit Entstördrosseln.

    Motorplatine.png

    Als Freilaufdioden werden normalerweise Schottkydioden verwendet, die öffnen schneller und eignen sich besser zum Schutz von Halbleitern, ich habe hier eine gewöhnliche 1A-Diode vom Typ 1N4001 verwendet, die aus der nun unnötigen Abzugsgruppe der Rapidstrike stammt, das funktioniert hier auch.


    Der Pusher (bis jetzt nur bei der Rapidstrike):
    Jetzt kommt das schwierige, der Pusher. Im Grunde ist das auch nur ein Motor, der in eine Richtung laufen muss, die Schwierigkeit besteht darin, dass er immer so anhalten muss, dass sich der Pusher in der hinteren Position befindet.

    Hasbro hat das so gelöst, dass der Pusher durch eine Kulissensteuerung lange genug in der hinteren Stellung verharrt um den Motor abbremsen zu können. Ist der Abzug unbetätigt und der Pusher in der hinteren Position, wird der Motor durch die beiden Taster kurzgeschlossen. Dabei arbeitet der Motor als Generator, die verbleibende Bewegungsenergie wird in elektrische Energie umgewandelt und durch den kurzgeschlossenen Motor in den Motorwicklungen in Hitze umgewandelt. Kurzgeschlossen wirkt er also wie ein Generator unter Höchstlast, im Leerlauf mit offenen Kontakten würde nur die Reibung des Motors als Bremse wirken und der Motor würde zu lange zum Abbremsen brauchen.
    Solange man die empfohlenen Batterien verwendet funktioniert das gut, die Batterien können nicht genug Energie liefern um den Pusher mit dem nötigen Strom versorgen zu können, ihre Spannung bricht bei Belastung ein, der Pusher läuft also nicht mit Nennspannung. Schließt man jetzt eine leistungsfähige Energiequelle an, bekommt der Pusher plötzlich deutlich mehr Energie, muss zum Abbremsen dementsprechend auch mehr Energie in Hitze umwandeln (nein, die wird nicht verbraucht, Energie kann nur umgewandelt werden, aber sie bleibt immer gleich).
    Dummerweise ist die Bewegungsenergie noch nicht aufgezehrt wenn die Kulisse den Pusher wieder nach vorne bewegt, wodurch der Pushertaster den Motor wieder einschaltet. So läuft der Pusher so lange bis die Spannungsversorgung getrennt wird. Bei Trustfires scheint das mit zwei Zellen wohl noch zu funktionieren, bei drei schon nicht mehr.

    Ich hatte allerdings die Bremsschaltung schon ausgebaut und den Motor wie die Flywheels mit einem Mosfet ausgestattet. Dadurch, dass der Motor nur abgeschaltet, aber nicht kurzgeschlossen wurde hat er den Pushertaster "überfahren" und kam nicht zum Stillstand.
    Ein zweiter Versuch mit einem weiteren Mosfet, das den Motor bei abgeschalteter Spannungsversorgung in Richtung des Stromflusses kurzschloss, gegen den Stromfluss hatte ich schon die Freilaufdiode, hat auch nicht funktioniert, ich merkte aber schon deutlich, wie der Motor immer wieder anlaufen musste.

    Bis mir dann etwas einfiel, dass ich kurz vorher bereits eingesetzt hatte, ein H-Brücken Treiber. Diese Treiber gibt es als Bausteine zu kaufen, sie werden normalerweise benutzt wenn man Bürstenmotoren in beide Drehrichtungen ansteuern will, dazu braucht man nur drei Signaleingänge.
    Die Schwierigkeit bestand darin, einen Baustein zu finden der auch noch mit zwei Zellen funktioniert. Der zweifach-Treiber L298 funktioniert ab einer Versorgungsspannung von 7,5V und hat, mit beiden Brücken parallel geschaltet, einen Dauerstrom von 4A, mehr als genug für das Motörchen.

    Da der Treiber zum funktionieren noch zusätzlich Bauteile benötigte, unter anderem eine Steuerspannungsversorgung von 5V, musste ich mir eine Platine ätzen, wegen der teilweise umständlichen Signalführung auch noch zweiseitig.

    Der Baustein wird wie folgt angesteuert:
    Schaltplan Pusher.png

    Wenn nur die Flywheels laufen liegt am Baustein nur das Enable-Signal an und die Motorkontakte sind kurzgeschlossen, genau wie in der alten Schaltung. Wird nun noch der Abzug gedrückt oder ist der Pusher noch nicht eingefahren schaltet der Baustein den Motor in die vorgegebene Laufrichtung.

    Durch den Treiber ist die Verdrahtung am Abzug deutlich einfacher geworden:
    Abzugsgruppe.png
    Weiß ist die Steuerspannung, grün sind die Signalleitungen zum Treiber und die winzige gelbe Leitung unten am FW-Drücker ist die Signalleitung für die Flywheels.

    Außerdem konnte ich den Baustein klein genug bauen so dass er über dem Pusher Platz fand, allerdings musste ich die Jamdoor weglassen. Sollte ich irgendwann Lust haben baue ich eine kleinere Schaltung mit der ich nur noch den hinteren Steg der Jamdoor ausschneiden muss.
    Treiber 1.png

    Zum Thema winzige Leitung:
    Durch die kaum belasteten Steuerleitungen konnte ich sie deutlich im Querschnitt verringern und gleichzeitig die Hauptleitungen vergrößern sowie noch mehrere Sonderfunktionen unterbringen:
    Leitungen im Magazinschacht.png
    Von oben nach unten:
    - Versorgungsspannung Plus und Minus, je 0,75mm² Silikonleitung
    - Mittenabgriff Akkupack für die Einzelzellenüberwachung im Handgriff, 0,14mm²
    - 4-polige Flachbandleitung vom Ammocounter zum Mündungsblitz
    - Signalleitung zum FW-Treiber und Schaltkontakte für den Ammocounter, je 0,05mm² Wire-Wrap Draht (ja, richtig gelesen, der hat mit Isolierung einen Durchmesser von 0,56mm)

    Und so sieht der ganze Blaster von innen aus:
    Verdrahtung gesamt.png

    Und so von hinten, oben dei Einzelzellenüberwachung, unten der BAAC:
    Von hinten.png

    Der Pusher bleibt gelegentlich auf dem hinteren Drittel des nächsten Darts stehen, aber Einzelschüsse, Salven und natürlich Dauerfeuer funktionieren trotzdem einwandfrei.
    Die Knifte ist nicht besonders hübsch und es fehlt hier und da noch etwas Farbe, aber jetzt ist sie ein zuverlässiger Gefechtsblaster.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2016
  12. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    Hi Leute,

    Ich bin der Meinung das ich an den FWC´s mittlerweile schon ziemlich viel gefeilt habe…
    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher wie viele Versionen ich durch hab ;)
    In näherer Zukunft wird sich an der Serie auch nichts ändern.

    Von daher nenne ich die Aktuelle Serie: Gen2

    Damit decke ich die beliebtesten Flywheeler ab. Rapidstrike, Stryfe, Rayven, Demolisher und die Modulus.

    Technisch hat sich seit dem ersten Cage einiges getan.
    Neuste Errungenschaft ist die Silikon Motorlagerung welche die Motoren vom Cage teilweise entkoppeln soll.
    Zusätzlich dient sie natürlich auch als Shock Absorber.

    Ebenfalls neu ist das sich manche Nerfs, Cages teilen.
    Rapidstrike & Stryfe
    Modulus & Demolisher


    Das Messing hat sich auch ein klein wenig verlängert. Das ist aber fertigungsbedingt und hat an sich keine vor oder Nachteile ;)

    Nach einigen Tests habe ich auch die Dartführungsnase weggelassen. Die brachte keinen sichtbaren Vorteil. Ich hab eine RS
    mit jede Menge Darts gefüttert, gebrauchte sowie neue und auch unterschiedlichste Sorten… keine Jam´s oder ähnliches ^^
    Hab dann entschieden diese weg zu lassen.

    Hier das ganze mal in Bilder:

    WP_20160128_16_38_19_Pro.jpg

    WP_20160128_16_39_16_Pro.jpg

    WP_20160128_16_38_48_Pro.jpg


    So sehen die Silikoneinlagen aus:

    WP_20151203_08_57_01_Pro.jpg
    Die kommen zwischen Motor und Cage.


    Grüße Doc
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Januar 2016
  13. Pequi

    Pequi Benutzer

  14. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  15. Moinsen,

    hier möchte ich im Detail Infos zur Programmierung einer mikrokontrollergesteuerten RapidStrike darlegen:

    geplante Modifikationen:
    - Umbau des FWCs auf DrS oder Artifacts (Gold oder Rot)
    - Motoren: - 2x Slotdevil für die Treibräder
    - evtl. Ersatz des Pushermotors durch Slotdevil. Eher nicht notwendig, da keine extreme Kadenz gewünscht ist
    - Betrieb der Treibradmotoren mit 3s-Lipo (11,1V nominal)
    - Schaltung der Treibmotoren und des Pushermotors mittels MOSFETs und damit eine Aufteilung der Stromkreise in einen "Niedrigenergetischen" und einen "Hochenergetischen"
    - Steuerung aller Funktionen mittel Arduino-Mikrokontroller (Entwicklung auf Arduino Uno)
    - Einstellbarkeit der Treibmotorgeschwindigkeiten in drei Stufen (Feuerkraft), der Pushergeschwindigkeit in drei Stufen (Kadenz), des Schußmodus (Einzel-, 3er-, Dauerfeuer)
    - Zählung der Schüsse und Vorwahl der verwendeten Magazingröße
    - Akkuüberwachung mit Unterspannungswarnung und automatischer Abschaltung
    - Ausgabe aller Informationen über ein sehr kleines OLED-Display (0,96", I2C, 128x64 Pixel, s/w)
    - ggf. Ausgabe von Sounds

    Da die umzubauende RapidStrike mir noch nicht vorliegt, die elektronischen Bauteile allerdings im Verlauf eingetrudelt sind, habe ich auf dem Steckbrett bereits alles zusammengebaut. Bei voller Funktionalität ist geplant, das Arduino Uno-Board gegen ein bereits erworbenes sehr kleines zu tauschen. Evtl. auch nur den reinen Prozessor mit einigen kleinen Bauteilen drumherum.

    Die ersten Programmierexperimente verliefen recht vielversprechend. Allein, der verbaute MOSFET wollte sich vom Arduino-Board nicht steuern lassen, weil er mit den kleinen Steuerspannungen nicht zurechtkam. Daher wurde er gegen einen FQP30N06L mit einer Schaltleistung von 25V bei 30A getauscht. Versuche, die Motoren mit einem noch rumfliegenden ESC (Electronic Speed Controller => Fahrtregler) aus dem Modellbau zu betreiben, verliefen ebenfalls problemlos. Allerdings ist der zwar von der Bauform sehr klein gehaltene ESC dennoch Overkill in einem Spielzeugblaster (Bürstenmotoren mit einer Stromlast bis zu 70A bei einer Spannung bis 25V!). Und auch trotzdem zu groß...MOSFETs sind kleiner und billiger.

    Hier mal alles durcheinander, der fliegende Aufbau:

    [​IMG]

    Weg vom fliegenden Aufbau hin zur Lochrasterplatine - getestet und für gut befunden:
    Die "Lowside":
    [​IMG]

    [​IMG]

    Die PusherSteuerung mit der H-Brücke:
    [​IMG]

    verkabelt mit dem Uno R3:
    [​IMG]

    [​IMG]

    Die "Highside" wird nicht auf Platine gedengelt, sondern in die Kabel integriert.

    Schaltplan der Hardware zugefügt:
    Haftung für Korrektheit wird ausgeschlossen!
    @Lorcan: könntest Du bitte Dein geschultes Auge darüberschweifen lassen?


    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]


    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]


    Hier jetzt die Pushermotorsteuerung mit Platinenlayout:
    [​IMG]
    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]



    Die Grundfunktionalität steht:
    Ich kann:
    - den Schußmodus mittels eines in Griffnähe einzubauenden Mikrotasters einstellen
    - die Feuerkraft einstellen (Jamdoor offen und mit Abzug auswählen
    - die Kadenz ändern: Jamdoor offen und mit Motortrigger auswählen
    - Anzahl der verschossenen Projektile zählen und von der einzustellenden Magazingröße abziehen
    - die Magazingröße aus einer vorgegebenen Anzahl einstellen (Jamdoor offen und Feuermodustaster betätigen)

    Ist die Jamdoor offen oder kein Magazin eingelegt, ist ein Starten der Motoren oder des Pushers nicht möglich.

    Die Schußmodi (Einzelschuß, 3er-Salve, Dauerfeuer) verlaufen so:
    - Betätigen des Motortriggers entsperrt den Abzug elektronisch.
    - wird bei betätigtem Motortrigger (Flywheels laufen) der Abzug betätigt, wird ein Einzelschuß/3er-Salve abgegeben, auch wenn der Abzug losgelassen wird.

    ToDo:
    - Speicherung der Voreinstellungen im EEPROM
    - Einbau und Umbau des elektronischen Geraffels auf die kleinstmögliche Abmessung
    - erledigt: Spannungsüberwachung
    - Soundausgabe
    - erledigt: Blink-Blink-LEDs, wenn das Magazin leer ist
    - erledigt: Lichtschranken zur Geschwindigkeitsmessung der Darts
    - erledigt: Lichtschranke zur Erfassung, ob Dart im Magazin ist und dann erst Pusher auslösen
    - erledigt: Ladehemmungserkennung: Erfassen, ob ein Dart auch den FWC verlassen hat -> weitere Lichtschranke einbauen -> Kombination mit Geschwindigkeitsmessung

    Bauteileliste Hauptplatine mit Arduino:
    - 1x Diode 1N4001
    - 5x Diode MUR460
    - 1x L298HN
    - 1x Mosfet FQP30N06L
    - 11x Widerstand 10k Ohm
    - 1x Widerstand 4,7k Ohm
    - 14x Widerstand 220 Ohm
    - 3x Widerstand 2,2k Ohm
    - 3x IR-LED, z.B. IRL 81A (880nm)
    - 3x IR-Phototransistor, z.B. LPT 80A Inf (400-1100nm, max 880nm)
    - Keramik-Kondensatoren:
    - 1x 0,33uF
    - 11x 100nF
    - 2x 470uF Elko
    - 2x rote LED
    - 1x Festspannungsregler L78S05CV
    - 1x OLED Display SSD1306 i2c 128x64 Pixel, z.B. Adafruit

    Bauteileliste Pushersteuerung:
    - 1x L298HN
    - 4x Diode MUR460
    - 2x Keramikkondensator 100nF
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2017
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  16. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    Moin.

    Ich habe am Wochenende die neuen Flywheel´s bekommen und demnach auch gleich den Flywheel-cage Mk. IV gefertigt.

    Mit den Motoren und Flywheel´s Mk. II Sah das dann so aus.
    WP_20150321_001.jpg

    WP_20150321_004.jpg


    Hier nochmal zwei Bilder im Zusammenbau.
    WP_20150322_001.jpg

    WP_20150322_003.jpg


    Wie Ihr seht ist die Mk. IV Version sehr viel schmaler und auch die Flywheels sind wieder geschrumpft. Dadurch Passt der Cage ohne große Modifikationen in das RS Gehäuse. Lediglich für die Magazinaufnahme muss ein wenig Platz geschaffen werden. Da ich 13d lang Motoren verwende musste ich auch die shell etwas modifizieren… aber solange es noch Testphase ist kommt da erstmal kein Deckel drauf. Später allerdings schon.

    Nun zur eigentlichen Leistung. Erstens: Weniger Wind ;) Zweitens: Leiser, und Drittens: das wichtigste die Darts fliegen geradeaus ^^

    Also auf ca. 7-8 Meter treffe ich einen Bereich in Durchmesser von ca. 50cm ohne Probleme. Bei Dauerfeuer nimmt die Präzision ein wenig ab aber die Schussrate ist mit dem Standard-Pushermotor auf 12 Volt ja bekanntlich recht hoch ^^

    Und als Erkenntnis habe ich noch zusätzlich gewonnen das sich Darts mit Soliden köpfen besser Drallstabilisieren lassen wie die Elites mit den Holen-Köppen…


    Ich arbeite bereits an der Version Mk. V welche hoffentlich die endgültige ist ;D
    Alle die nach einem brass-breech für die Rapidstrike suchen werden hier glücklich werden ^^ so viel ist schon mal gesagt ;)

    Grüße DrSnikkas
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2016
  17. mctwo

    mctwo Benutzer

    yeeees mission accomplished!
    nach mehreren fehlschlägen die ich euch erspare, haben wir die ersten beiden am laufen.
    v2 hat den arduino noch unten im griff, damit wir bei geschlossenem gehäuse an den usb konnten und ein drehpoti.
    v3 ist ohne poti und alles oben reingepackt.
    die leistung mit 3s bei einzelschüssen liegt etwas unter der brushed. die hat aber auch 40000 plus flywheels. die1806 sind sehr schlank. bei 4s keine zweifel mehr. bei "dauerfeuer" können die brushless insgesamt überzeugen. die drehzahl geht kaum spürbar zurück. sie ist leise und erzeugt fast keine vibration. es is schon spät und ich müde. ich stelle die tage eine linkliste zusammen, was ich alles benutzt habe.
    für interessierte die nachbauen wollen, gebe ich gern die datei für den flywheelcage frei und das file für den arduino.
    v4 wird 2206 motoren bekommen
    to be continued...
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2017
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  18. DevilZcall

    DevilZcall Erfahrener Benutzer

  19. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  20. Vom MOSFET hat inzwischen eigentlich jeder schon mal gehört, und auch, dass es vielleicht gar keine schlechte Idee wär so ein Ding im eigenen Hochleistungsföhn zu verbauen.
    Ich würde jetzt sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, wenn ihr Hochleistungsmotoren von mir verbaut habt, braucht ihr auch einen Mosfet um diese vernünftig mit strom zu versorgen. (Neo Rhinos, Neo Hellcats, FANGs und FANG Re-Vampeds.)
    Da ich euch nicht weiter guten Gewissens schlechte Mikroschalter zu meinen Motoren empfehlen kann, hab ich mich mal an unseren obersten Schwarzmagier (danke @Dominik) gewendet der mir folgende Bauelemente empfohlen hat:

    IRL 3705N MOSFET
    Das ist also das gute stück:
    IMG_20180304_142040_611.jpg

    Dazu braucht ihr noch einen 10kOhm Widerstand:
    IMG_20180304_142032_674.jpg

    Und eine simple Diode (verbaut hab ich eine gewöhnliche 1N4001)

    Und so wirds Verkabelt:
    IMG_20180304_142024_744.png

    Also eigentlich ganz simpel.
    - Der 10kOhm Widerstand wird mit etwas schrumpfschlauch mit den beiden äußeren Beinen verlötet. Die Orientierung ist dabei egal.
    - Das rechte Bein wird mit dem Negativpol deiner Batterie verbunden, das Mittlere geht weiter zu den Flywheelmotoren. (Batterie + kann direkt an die Motoren angeschlossen werden)
    - Am linken bein wird dann der rev-trigger angeschlossen, vom rev trigger zieht ihr dann noch ein kabel zum Batterie plus-pol.

    Zu guter letzt muss noch eine Diode verbaut werden, damit die -vom Motor beim auslaufen- induzierte Spannung nicht euren MOSFET belastet. Die diode könnt ihr entweder wie ich direkt an die motoren hängen, oder wenn ihr einen Austausch-Stecker für eure Flywheelcages habt, auch hinter den stecker. Ganz wichtig ist hier die Orientierung: der helle Strich zeigt zum Pluspol.
    IMG_20180304_144447_680.jpg

    Im Blaster kann das ganze dann so aussehen:
    IMG_20180304_144439_010.jpg

    Das ganze läuft einwandfrei in meiner Stryfe mit Neo Hellcats und supercrush ofp cage, es wird auch nichts warm, also ist noch luft nach oben.

    Die Bauteile könnt ihr euch jetzt einfach selbst zusammenkaufen, oder ihr nehmt sie mir für 4€/Set bei eurem nächsten Motorenkauf ab :)
     
  21. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    Moin Leute,

    Habe in den letzten Wochen vermehrt an meinem 3D gedruckten FWC gearbeitet.
    Nun ist es vollbracht! Ich habe einen FWC der meinen Anforderungen entspricht ;)

    Hier der Prototyp des RS/ST FWC:

    WP_20160224_07_12_55_Pro.jpg WP_20160224_07_13_08_Pro.jpg

    WP_20160224_07_13_41_Pro.jpg WP_20160224_07_15_31_Pro.jpg

    Im Grunde genommen basiert der 3D FWC auf der aktuellen Gen2 des ALU FWC.

    Gemeinsamkeiten:
    1. Flywheels sind angestellt (für Drall).
    2. Abmaße nahezu identisch.
    3. Silikondämpfer zwischen FWC & Motor.
    4. Motoren werden mit FWC verschraubt.
    5. Verbesserung der Genauigkeit gegenüber Stock Flywheelern.
    6. CNC gedrehte Flywheels.

    Unterschiede:
    1. Material = Kunststoff.
    2. Geschlossenes Gehäuse. (Subjektiv ein wenig Leiser wie der ALU Cage)
    3. Lauf aus PVC welcher dem Originallauf des Blasters angepasst ist!
    4. FWC besteht aus 2 Teilen (Verstiftet).
    5. Farbvariationen möglich.
    6. 50% billiger wie der ALU Cage.

    Werde jetzt nach und nach FWC´s für die anderen Blaster konzipieren, bis das Lineup wie die ALU Cages da steht.

    Grüße DrS
     
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  22. tobu

    tobu Benutzer

  23. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  24. Hab länger nach vernünftigen Switches gesucht um einen Wählhebel a la HK MP5 an meine RS zu bauen. Das Problem dabei ist, dass die meisten drehbaren 3 Positionen Schalter über 270° oder 300° laufen, mit Glück vielleicht mal 90° - aber das war mir alles zu viel und meist waren die Teile auch ziemlich groß.
    Nach einiger Recherche hab ich dann das Richtige gefunden, bei einem Musikhändler - schätze es ist ein Switch der eigentlich für Gitarrenamps oder Pedale gedacht ist.

    Hier mal ne Darstellung wie weit er dreht von pos 1 auf pos 3:
    rotary3pos.jpg

    Passenden Knopf geschnitzt:
    knob.jpg

    Platz in meiner RS gefunden:
    DSC_0981.JPG

    Kam dann so raus:
    SFknob.jpg

    Lässt sich leicht bedienen und rastet vernünftig ein:

    Desweiteren brauchte ich noch einen Poti für die einstellbare Maximaldrehzahl der RS, im selben Musikladen hab ich etwas schönes entdeckt - der 9mm Formfaktor war mir wichtig, nachdem ich testweise einen Poti hatte der einfach viel zu groß war.

    Platz gefunden:
    DSC_0991.JPG
    Das ding passt da rein als wäre es so gedacht, musste nur etwas von den Streben abfräsen

    Knopf gemacht:
    DSC_0985.JPG
    Lässt sich prima mit dem Daumen der linken Hand regeln

    Und dann noch bemalt
    DSC_0996.JPG

    POW_knob.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. März 2018
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  25. Wodan

    Wodan Erfahrener Benutzer

  26. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  27. Hallo liebe Nerfer !

    seit ein paar Monaten beschäftige ich mich auch mit Nerf-Tuning und habe großen Spaß an den Flywheel Blastern.
    Jetzt hat mich aber mal der Ehrzeig und die Neugierde gepackt und ich habe mir mal angeschaut was hinter der "Leistung" von Flywheel Motoren steckt.

    Meistens wird die Leistung bei Flywheel Blastern mit der Spannung gleichgesetzt. Die Allzwecklösung für bessere Leistung : Soviele Trustfires rein bis das Ding beinahe qualmt ! YOLO !

    Das ist aber nur ein Faktor für Leistung. Fangen wir mal mit den Grundlagen an:

    Leistung = Spannung x Strom

    In Einheiten sieht das so aus:

    Watt = Volt x Ampere

    Und der Faktor Strom/Ampere wird beim Tuning der Flywheel Motoren häufig vernachlässigt. Wenn ich einen Flywheel Blaster offen habe schließe ich gerne mal mein Labornetzteil an um zu schauen welchen Strom die Motoren bei welcher Spannung ziehen. Dazu vielleicht noch ein bisschen Grundlagen zu DC-Motoren, die in Flywheel Blastern zum Einsatz kommen.

    Solche Motoren benötigen immer dann hohe Ströme (Ampere) wenn Kraft aufgewendet werden muss. Insbesondere beim Anlaufen aus dem Ruhezustand und beim Abfeuern müssen die Motoren hart arbeiten um wieder ihre volle Drehzahl zu erreichen. Die maximale Drehzahl hängt dann von der Spannung ab.

    Im Prinzip gibt die Spannung dem Motor eine Ziel-Drehzahl vor, die der Motor mit Leibeskräft zu erreichen versucht. Dabei ist es Bestandteil der Characteristik jedes Motors mit welcher Kraft oder welchem Drehmoment die Drehung beschleunigt werden kann um diese Drehzahl zu erreichen. Leistungsfähigere Motoren brauchen in diesen Phasen sehr, sehr hohe Ströme - nur so lässt sich ja bei gleicher Spannung eine höhere Leistung erzielen (Leistung = Spannung x Strom)

    Was jetzt aber passiert wenn die Stromquelle nicht genug Strom liefern kann für den Motor ist der Einbruch der Spannung. Und zwar genau in den Momenten, in denen es zählt (Beim Hochdrehen, Abfeuern)

    Wer also die Spannung von seinem Flywheel Blaster erhöht sollte sehr genau darauf achten, dass seine Stromquelle (Batterien) ausreichend Strom liefern können um beim Hochdrehen den Motor zu versorgen. Andernfalls erreicht man nur hohe End-Drehzahlen und massive Spannungs/Leistungseinbrüche sobald die Motoren wieder arbeiten müssen. Und die hohen Drehzahlen sind das, was dem Motor am meisten zusetzt.

    Anbei noch zwei Videos, die ich zu dem Thema gemacht habe. Darin lasse ich meine Elite Rapidstrike mal mit 6V und 9V laufen und veranschauliche den Strombedarf bei diesen recht "harmlosen" Spannungen.

    Bei 9V ziehen die Motoren schon 5 Ampere beim Hochdrehen und Abfeuern und 3 Ampere im Leerlauf. Mehr würde ich diesem Blaster definitiv nicht zumuten solange ich kein Konzept habe woher ich deutlich mehr als 5 Ampere bekomme.

    [video=youtube_share;s645vC365ow]http://youtu.be/s645vC365ow[/video]
    [video=youtube_share;PwoHp8FS7ug]http://youtu.be/PwoHp8FS7ug[/video]


    PS: Würde mich freuen wenn jemand mal BELASTBAREN Input hätte welchen Strom die häufig verwendeten Trustfires denn so liefern. Derzeit arbeite ich viel mit Eneloop NiMH Akkus, die laut Hersteller zuverlässig 1.1V bei 4-6 Ampere liefern können
    Panasonic Eneloops Datasheet
     
  28. Jack Diesel

    Jack Diesel Erfahrener Benutzer

  29. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  30. Der eine oder andere hat vielleicht den "Sergeant Jyn Erso Deluxe Blaster", oder gar den "Captain Cassian Andor Deluxe Blaster."
    Bekanntlich haben diese Blaster Licht- und Toneffekt sowie UV-LED's, welche an die Flywheelmotoren gekoppelt sind.
    Wenn man nun also einen dieser Blaster zB mit einem Voltagemod von Blasterparts nutzt, brennt einem sehr wahrscheinlich die Steuerelektronik für Licht und Ton und ebenso auch die UV-LEDs durch.

    Dieses zu verhindern sollte euch nach dieser kleinen Lektüre möglich sein ;)

    Man benötigt:
    - den Blaster
    - Lötzeug
    - ein UBEC *(1)
    - "das übliche" für flywheeler-modding *(2)
    - eventuell Widerstände für die UV-LEDs
    - optinal: einen oder zwei kleine Schalter.
    - einen (Schalt)Plan!

    *(1) Ein UBEC ist ein kleines Schaltnetzteil mit variabler Eingangsspannung und fester Ausgangsspannung. Danke an @Hoeni für den Tip! Ich selbst habe diese hier: http://www.ebay.de/itm/3A-UBEC-5V-6...-Regler-NEU-/222450392726?hash=item33cb139e96
    *(2) Wer es nicht kennt, "das übliche" sind dickere Leitungen, Mikroschalter und eventuell Stecker für LiPo.

    Nachdem nun alles beisammen ist, kann es losgehen. Dies ist der Schaltplan, nachdem ich vorgegangen bin:
    schaltplan jyn erso blaster.png
    Hier nicht weiter eingezeichnet ist der Kabelkram, der noch an der Licht und Ton-Platine hängt. Diese sind für uns auch nicht wirklich interessant, wir Trennen nur die Leitungen, die wir hinterher nicht mehr benötigen.
    Das wären die zwei Leitungen, die mit den originalen Schaltern an den Locks und am rev-trigger verbunden sind, sowie die vier Leitungen, die von der kleinen Platine darüber kommen. Diese sind im Originalzustand für die Spannungsversorgung da.
    Leider habe ich kein Bild mehr vom Originalzustand und finde auch über Google kein gutes. Wird bei Gelegenheit dann nachgereicht.
    Ebenso werden die Motoren von der unnötigen Platine 'befreit.' Von dieser aber unbedingt auch die LEDs abnehmen und aufbewaren!

    Danach können wir uns einmal an "das übliche" machen. Neue Leitungen verlegen, den Mikroschalter verbauen und alles verlöten. Damit wäre der leistungsrelevante Teil erledigt und es geht mit den Teil weiter, für den diese Anleitung ist.

    Als nächstes wird das UBEC mit der Eingangsseite an die Stromversorgung und die Ausgangsseite an die Licht- und Ton-Platine (Bat+ und Bat-) gelötet.

    Danach geht es mit den UV-LEDs weiter. Diese müssen eventuell mit einem Widerstand an die Ausgangsspannung angepasst werden. Die LEDs werden Parallel verlötet und können dann ebenso an die Ausgangsseite vom UBEC gelötet werden.
    Wenn man will, lötet man noch einen kleinen Schalter davor, damit man diese an- und abschalten kann.

    Wenn man alles richtig gemacht hat, kann man nun den Blaster mit so viel Spannung versorgen, wie die Motoren vertragen und hat weiterhin den Licht- und Toneffekt sowie die UV-LEDs für den "glow-in-the-dark" -Effekt.
    Apropos Ton: Da mir persönlich das "Pew-Pew" schnell auf die nerven geht, habe ich dem kleinen Lautsprecher auch einen Schalter eingelötet und kann nun ohne Lärm, aber mit Lichteffekt spielen.

    Hier mal die Bilder von meinem Blaster:
    3frf0.jpg
    lqqnn.jpg
    deqef.jpg
    1xon8.jpg
    qppz4.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2017
    Valher, DerLuchs, Hoeni und 11 anderen gefällt das.
  31. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    Moin Leute,


    Hab mich Freitag an die fräse gestellt und mal wieder einen Prototypen für den Rapidstrike Flywheel-Cage gefertigt. Diesmal mit etwas besonderem nämlich mit einem „Brass Barrel“.

    Habe in den Flywheel-cage ein kleines Ende 141er Messing eingeklebt so dass der Dart nach dem beschleunigen und verdrehen der Flywheels noch eine Dartlänge geführt wird.

    Ich bin vom Ergebnis beeindruckt!

    Hab in ca. 6-7 Meter Entfernung eine Pappkiste 25x25cm aufgestellt und vom 18er Clip gingen rund 12-15 Darts in die Box… im Dauerfeuer!

    Rebound ist mein Zeuge ;) Er hat mich gestern nach der NRA Con besucht um sich sein „FMB Stampede“ abzuholen. Ich habe es mir nicht nehmen lassen ihm noch meine neueste Entwicklungsstudie vorzuführen^^

    Meine Vorgehensweise…
    Nach der ersten Bearbeitung des FW-Cage´s habe ich ein 70mm langes Stück 141er Messing in den Cage mit epoxy bei 120° im Backofen für 15 min eingebacken, abkühlen lassen, dann direkt wieder auf die Fräse.

    WP_20150328_001.jpg

    Nun Zweite Seite fertig Fräsen damit das Messing zu 100% in den Cage Passt, Sozusagen zusammen gefräst.
    So sieht´s im CAD aus, Das 141er ist in den Cage 100% eingepasst. absolut keine Kanten!
    Passung.png

    So sieht´s im Zusammenbau aus.
    WP_20150330_001.jpg

    WP_20150330_008.jpg

    Schon mal in guter Hoffnung eine „No. 001“ rein Graviert. ;)
    WP_20150330_007.jpg

    Hier kann man die leichte Anstellung der FW´s gut sehen, und das die Darts beim Beschleunigen nicht zerquetscht werden könne da die FW´s konkav sind.
    WP_20150330_010.jpg

    Werde die Tage weitere Tests machen mit einer komplett zusammengesetzten RS. Also mit Originallauf etc. Habe aber gute Hoffnungen da die Darts echt Kerzengerade Fliegen ^^
    Ich halte euch auf dem Laufenden!
     
  32. SirScorp

    SirScorp Super-Moderator

    Habs nochmal umsortiert für andere Vergleiche:



    upload_2017-3-5_20-15-58.png

    Ich musste die Tabellen nochmal neu hochladen weil ich nen systematischen Fehler bei der Durchschnittsberechnung hatte. Hab immer nur die ersten 9 Werte addiert statt bis zu 12... das hat einige Werte stark nach untern verzerrt... sollte jetzt alles stimmen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2017
    Terin, David Kö, phoonck und 10 anderen gefällt das.
  33. SirScorp

    SirScorp Super-Moderator

    So hier mal die ersten Ergebnisse ^^

    Alle Messungen in FPS.
    Immer noch keine wirklich belastbaren Mengen aber ich hoffe das von hier aus sinnvoll bestimmt werden kann welche Messungen in Zukunft nötig sind ^^
    6/9/12 Volt sind mit AA Batterien erzeugt, 7,2/11,1/14,8 Volt mit LiPo-Pack und einmal 11,1 Volt LiIon Akkus von BP + 1 Dummy

    upload_2017-3-5_20-20-3.png
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2017
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  34. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Ich hab in meiner Rayven eine Autoglühbirne reingebaut, damit wird die Abwärme zumindest nicht in den Motoren sondern vorne produziert, und der transparente Lauf glüht nach. (also man sieht ihn von vorne aufleuchten)
     
  35. Dominik

    Dominik Erfahrener Benutzer

  36. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  37. Das Select Fire Kit V3 und die diversen Varianten sind nun schon mehrfach behandelt worden, ich habe mir bei Lightake jetzt die Version 6 des Kits geholt.

    Das Problem das ich dabei hatte war, dass die einzigen gleichen Teile der Feuerwahlschalter und der Pusher waren.
    Es waren zwei neue Platinen dabei die ich noch nicht kannte, die Einbauanleitung für die V3 war also nutzlos.

    Nach einigem Probieren habe ich alle Teile verbaut bekommen:
    Select Fire Kit V6.png

    Zur Funktion:

    Laut der Website von Lightake hat das Kit alle Funktionen der Version 3.8, die Einstellungen in der entsprechenden Anleitung sollten also weiter verwendbar sein.

    Unter dem Pushermotor befindet sich die schlanke Platine für den Leistungsstromkreis, denn die Flywheelmotoren werden tatsächlich von dem Kit angetrieben. Der Maximalstrom beträgt 20 Ampere, es ist tatsächlich eine austauschbare Schmelzischerung dieser Größe verbaut. Außerdem sind alle Leitungen mit einem ausreichendem Querschnitt und genug Länge versehen.

    Der Pusher selbst wird offenbar von Magnetfeldsensoren auf der Rückseite der großen Platine überwacht. Die Flywheelmotoren werden bei diesem Modell wie bei der Barricade über einen zweistufigen Abzug angesteuert, ich vermute, der neue Magazinriegel sperrt den Pusher in hinterer Position wenn man das Magazin wechselt und versehentlich an den Abzug kommt.
    Die silbernen Rechtecke auf der Platine sind die entsprechenden Taster.

    Auf dem Bild fehlen noch ein paar Schrauben und eine Abdeckung, die ich zur besseren Sichtbarkeit nicht montiert habe, ein vollständiges bild kommt noch.

    Das Kit ist scheinbar auch für einen normalen Flywheel-Taster vorgesehen, oben links auf der Platine ist noch eine Lötfläche für einen entsprechenden Steckverbinder.


    Weitere Informationen dazu werde ich hier einfügen, sobald ich sie habe.
     
  38. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

  39. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  40. Moin!

    Ich war gestern auf der Suche nach einem Cage für meinen Jyn Erso unterwegs und bin dabei tatsächlich fündig geworden.

    Ein paar Klicks weiter, und auf einmal stand ich im Gespräch mit [NAME], dem Gründer des Open Flywheel Projects.
    Die Idee dahinter ist es, cages bezahlbar zu machen und damit auch verfügbar. Er hat eine Menge Druckdateien nach Creative Commons Lizenz 4.0 zur Verfügung gestellt.

    Wir haben ein wenig gefachsimpelt und die verschiedenen Ansichten der Communities ausgetauscht und ich hab ihn einfach mal eingeladen sich hier vorzustellen. Natürlich kann er kein Deutsch, weshalb das Gespräch hier auf Englisch stattfinden wird, letztes Mal hat das aber auch geklappt, dass wir uns gegenseitig mit übersetzen geholfen haben.

    Willkommen [NAME]

    English:

    Hi!

    So I was looking far a flywheel cage for my Jyn Erso and I actually found one.

    A few clicks later I was talking to [NAME], the founder of Open Flywheel Project.

    His goal is to make cages cheap and available, so he uploaded a lot of printer files und Creative Commons license 4.0.

    We chatted for a little while about the different opinions on flywheel cages and so I invited him to introduce himself here. He doesn't speak German so conversation will take place in English, but we had this before and I think we can all help each other out with translations.

    Welcome, [NAME]!
     
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  41. Sam

    Sam Erfahrener Benutzer

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  43. Nachdem Heute im Chat bereits drüber geredet wurde, hier die Anleitung für einen (relativ einfachen) Mod für die Rapidstrike.
    Plan ist es einen Zeitschalter einzubauen der nach Betätigung des Abzugs (Egal wie lange) den Pusher X Umdrehungen machen Lässt. So können wir durch betätigung des Potis einstellen, wieviel umdrehungen dies sind.
    Verwendete Teile:

    - Conrad Präzisions Zeitschalter

    - Rapidstrike (Mod mit 11,1V und lock removal sollte bereits erledigt sein, Dafür gibt es auch bereits genug Mods.Wie sich die Schaltung mit 7,4V verhält weiß ich nicht, bisher nur mit 11,1V getestet, Lockremoval ist allerdings Pflicht)

    - Kondensator mit 5 μF (Ersatz für den verbauten 100 μF Kondensator. ist nicht zwingend nötig, aber reduziert den einstellbaren Bereich auf ein Nutzbares Feld. Die Meisten von uns wollen Wahrscheinlich eher einen 2-5 Schuss mode realisieren als einen "Ich berühre den trigger und die RS leert das gesamte 35Schuss-Drummag von alleine" mode)

    -Einen 2 Stufen Schalter mit Aus-Stellung

    Außerdem braucht ihr:

    - Lötkolben und Lötzinn

    - Kabel

    -Zeit und n bissel Elektroverständnis

    Preis des Schalters und des Kondensators belaufen sich auf ca.16€

    Vorab: Ich habe die original Schalter der RS Benutzt, außerdem habe ich den original Kreislauf drin gelassen, das macht es Einfacher.
    Natürlich kann jeder das so umbauen wie er will, hier ist wie ich es gemacht habe.

    Zeitschalter:
    IMG_20161213_172102.jpg

    Hier ist der Schaltplan des Bauteils:

    IMG_20161213_172319.jpg
    Markiert sind hier:

    1: Der Kondensator der Ausgetauscht werden muss um die Zeit besser einstellen zu können. Je kleiner der Kondensator, um so Niedriger der Bereich in dem wir die Zeit einstellen.

    2: An dieser Stelle verbauen wir statt des Schalters an der Seite des Schalters die Richtung Schaltkreis zeigen würde den Anschluss START des Triggers, sieht nächstes Bild

    3: Auch hier verbauen wir statt des Schalters einen Kabelanschluss, Diesesmal Richtung Mehrstufen-Schalter.

    Wir müssen an der Zerlegten Rapidstrike von dem 6 poligen Schalter der Rapidstrike Drei kabel von einer Seite ablöten, den Schaltkreis einlöten und am Ausgang des Schaltkreises an den Anschlüssen Ö S C wieder Anschließen

    Den Anschluss GND Legen wir auf die Minusleitung unseres Akkus.

    IMG_20161213_172346.jpg
    In der Stellung Fullauto ist der Schalter geschlossen, somit hört der Blaster auf zu feuern sobald wir den Abzug loslassen, so wie gewohnt. in der Stellung Imp (Impuls) oder auch Burst ist der Stoppkreislauf offen, die Platine übernimmt jetzt die Arbeit des Stoppkontaktes. In Safe liegt der Schalter auf Masse so das sich der Schaltkreis garnicht erst aktiviert. ich bin mir bei diesem Teil nicht mehr ganz sicher, bitte vorsichtig ausprobieren und evl selber nochmal Nachdenken wenn man die RS offen vor sich hat was ich leider nicht habe immoment.

    Diese ganze Anleitung ist aus Zeichnungen und Gedächnisprotokoll entstanden, da ich momentan keine Möglichkeit habe die RS nochmal zu zerlegen um euch meine Internals zu Zeigen.

    Hoffe das hilt euch trotzdem.
     

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  44. alilo

    alilo Benutzer

  45. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  46. Für das Problem von "nicht-rechtzeitig-zum-stehen-kommenden" Motoren gibt es eine funktionierende Lösung mit MOSFETs (metal-oxide-semiconductor field-effect transistor).
    Die Original Anleitung "AEG-Mosfet-Active-Braking-System-Do-It-Yourself" ist aus dem Forum von filairsoft.com.
    AEG Mosfet - Active Braking System Do It Yourself
    Die original Anleitung ist für eine kleine Platine, dementsprechend ist die original Teileliste mit SMD-Bauteilen (SMD-Option). Wer eine kleine Platine Bauen findet die Informationen und Layouts im Original.
    In diesem Beitrag ist eine Anleitung beschrieben, welche auf dem original Schaltplan beruht, aber NICHT-SMD Bauteile verwendet.

    Die Schaltung selbst ist eine Motorsteuerung. Bei geschlossenem Trigger versorgt die Schaltung den Motor mit Strom und bremst diesen bei geöffnetem Trigger wieder ab. Die Schaltung wird dazu dauerhaft mit der Stromversorgung verbunden, nur der Trigger schaltet den Strom für den Motor ein und aus - bremst ihn dabei ab.

    MOSFET aktive Motorbremse 8 bis 16 Volt
    Spezifikation
    Aus der Original Anleitung:
    Fuse Current = 20 Amps
    Voltage = 8 to 16 VDC
    Peak Current = 160 Amps
    Active breaking time = 100mS
    "Es ist darauf zu achten, dass die Betriebsspannung nicht unter 7,2 Volt fällt, die MOSFETs sind sehr empfindliche Teile." (frei übersetzt)

    Anwendung
    Ein schnell zum Stehen kommender Motor ist bei Automatischen Spann- und Pusher-Systemen sinnvoll, um stets dieselbe Ausgangsstellung des Getriebes sicherzustellen. Ungewolltes Dauerfeuer wird dadurch verhindert.
    Nach der Spezifikation eignet sich die Schaltung für Gleichstromsysteme mit 8 bis 16 Volt.
    • NERF N-Strike Vulcan/Havoc EBF-25
      • 9 Volt (6x 1,5V D-Zelle)
      • Spann-System
    • NERF N-Strike Stampede ECS
      • 9 Volt (6x 1,5V D-Zelle)
      • Spann-System
    • NERF Vortex Nitron
      • 9 Volt (6x 1,5V C-Zelle)
      • Pusher-System
    • Getunte NERF Rapidstrike
      • 8 bis 16 Volt
      • Pusher-System

    Teileliste
    Die hier aufgeführten Teile sind die gleichen wie im Original oder von den technischen Merkmalen ähnlich. Für die bessere Suche sind die Artikelnummern bekannter Quellen angegeben. Damit sind die Bauteile einfacher zu finden und ggf. mit vergleichbaren geeigneten Alternativen zu ersetzten.
    • M1
      • Leistungs-MOSFET
      • IRF 1404 N-Ch TO-220AB 40V 162A Datenblatt
      • 1 Stk
      • BestellNr. IRF 1404 bei reichel.de
    • M2
      • Leistungs-MOSFET
      • IRF 4905 P-Ch TO-220AB 55V 74A Datenblatt
      • 1 Stk
      • BestellNr. IRF 4905 bei reichel.de
    • F1, F2
      • PTC-Sicherung
      • Strom I(H) 6.5 A 16 V (L x B x H) 29.8 x 12.7 x 3 mm Bourns MF-RHT650-0
      • 2 Stk
      • BestellNr. 1055674 bei conrad.de
    • C1
      • Elektrolyt-Kondensator
      • 10 µF 25 V/DC 20 % (Ø x H) 4 mm x 5 mm Yageo S5025M0010B1F-0405
      • 1 Stk
      • BestellNr. 445591 bei conrad.de
    • D1
      • Überspannungsschutzdiode
      • P6KE27CA Gehäuseart DO-15 I(PP) 16 A U(B) 24 V bidirektional
      • 1 Stk
      • BestellNr. 168033 bei conrad.de
    • D2
      • Schottky-Diode
      • 1N5819 Gehäuseart DO-41 I(F) 1 A Spannung (U) 40 V
      • 1 Stk
      • BestelNr. 155460 bei conrad.de
    • R1, R2, R5
      • Metallschicht-Widerstand
      • 100 Ω axial bedrahtet 0207 0.25 W
      • 3 Stk
      • BestellNr. 1089756 bei conrad.de
    • R3
      • Metallschicht-Widerstand
      • 220 Ω axial bedrahtet 0414 1 W
      • 1 Stk
      • BestellNr. 419486 bei conrad.de
    • R4
      • Metallschicht-Widerstand
      • 15 kΩ axial bedrahtet 0207 0.25 W
      • 1 Stk
      • BestellNr. 1089985 bei conrad.de

    Schaltplan - aufgearbeitet
    Original Schaltplan um die fehlende zweite PTC-Sicherung ergänzt.
    MOSFET_aktive_Motorbremse_REV3.1a.png

    Realisierung und Test
    Für erste Tests die Schaltung auf einer Steckplatine.
    IMG_2051.JPG


    Für eine "verbaubare" Version sind die Komponenten auf einer Lochplatine aufgebracht, verlötet und verbunden. Die Anschlüsse für Batterie, Motor und Trigger sind als nach oben gelegte und gebogene Drähte umgesetzt.
    IMG_2108.JPG IMG_2109.JPG

    MOSFET aktive Motorbremse 5 bis 9 Volt
    Diese Lösung basiert auf dem Pico AB von Gate Electronics und ist ein Versuch eines direkten Nachbaus. GATE - PicoAB

    Nicht alle Teile konnten aus den vorhandenen Bildern des Vorbilds (PicoAB) identifiziert werden, deshalb finden die Dioden und der Kondensator aus der obigen Anleitung Verwendung.

    Getestet wurde die Bremswirkung der Schaltung mit einem Standard NERF Rapidstrike Pusher Motor (im folgenden Standard Motor) und einem Solarbotics RM2 (im folgenden RM2). Die Motoren liefen frei ohne Last.
    Bei den Tests ist aufgefallen, dass die Haupt-Bremswirkung zu beginn am größten ist und gegen Ende die Motoren nachlaufen. Das Ergebnis, der Standard Motor lässt sich von 5 bis 9 Volt bis kurz vor einem kompletten Halt steuern. Der RM2 wird mit steigender Spannung stärker abgebremst, doch der Nachlauf ist im Vergleich zum Standard Motor um einiges länger.

    Hinweis: Ein Kumpel hatte diesen PicoAB selbst in seiner Airsoft Replica im Einsatz, jedoch war der Betrieb mit den LiPos problematisch. Der PicoAB ging bei ihm nach ca. 300 Schuss kaputt, nach seiner ersten Sichtung lag es wahrscheinlich an den üblichen Spannungsspitzen des LiPos. Ob die Schaltung im NERF-Feld funktioniert wird sich durch weitere Projekte zeigen müssen.

    Spezifikation
    Die Spezifikationen sind eingeschränkt, da keine ausreichend bestückter Teststand zur Verfügung steht.
    Spannung: 5 bis 9 Volt (getestet mit Standard Motor)

    Spannung darf nicht unter 5 Volt sinken, da bei den Tests keine wirksame Bremswirkung nachweisbar war und MOSFETs empfindliche Bauteile sind.

    Anwendung
    Nach eigenen Tests eignet sich die Schaltung für Gleichstromsysteme mit 5 bis 9 Volt.
    • NERF Rapidstrike
      • 6 Volt
      • Pusher-System

    Teileliste
    Die hier aufgeführten Teile sind gemischt, zum einen mit den original SMD MOSFETs des Vorbilds und nicht-SMD-Bauteilen mit gleichen technischen Merkmalen. Für Kondensator und Dioden kommen die Bauteile aus der oberen Anleitung zum Einsatz.
    Für die bessere Suche sind die Artikelnummern bekannter Quellen angegeben. Damit sind die Bauteile einfacher zu finden und ggf. mit vergleichbaren geeigneten Alternativen zu ersetzten.
    • M1
      • Leistungs-MOSFET
      • PSMN1R2-25YLC N-Ch 25 V 1.3 mΩ, Gehäuseart SC-100 Datenblatt
      • 1 Stk
      • BestellNr. 1112190 bei conrad.de
    • M2
      • Leistungs-MOSFET
      • IRF9310PBF P-Kanal Gehäuseart SO-8 I(D) -21 A U(DS) -30 V Datenblatt
      • 1 Stk
      • BestellNr. 160911 bei conrad.de
    • C1
      • Elektrolyt-Kondensator
      • 10 µF 25 V/DC 20 % (Ø x H) 4 mm x 5 mm Yageo S5025M0010B1F-0405
      • 1 Stk
      • BestellNr. 445591 bei conrad.de
    • D1
      • Überspannungsschutzdiode
      • P6KE27CA Gehäuseart DO-15 I(PP) 16 A U(B) 24 V bidirektional
      • 1 Stk
      • BestellNr. 168033 bei conrad.de
    • D2
      • Schottky-Diode
      • 1N5819 Gehäuseart DO-41 I(F) 1 A Spannung (U) 40 V
      • 1 Stk
      • BestellNr. 155460 bei conrad.de
    • R1
      • Metallschicht-Widerstand
      • 33 Ω axial bedrahtet 0207 0.25 W
      • 1 Stk
      • BestellNr. 1417603 bei conrad.de
    • R2
      • Metallschicht-Widerstand
      • 1 kΩ axial bedrahtet 0414 1 W
      • 1 Stk
      • BestellNr. 419567 bei conrad.de
    • R3
      • Metallschicht-Widerstand
      • 16 kΩ axial bedrahtet 0207 0.25 W
      • 1 Stk
      • BestellNr. 1089987 bei conrad.de
    • R4
      • Metallschicht-Widerstand
      • 1 kΩ axial bedrahtet 0207 0.25 W
      • 1 Stk
      • BestellNr. 1417606 bei conrad.de

    Schaltplan - aufgearbeitet
    Der "gandolfsche" Schaltplan diente als Basis für den der "aktiven Motorbremse für 5 - 9 Volt". Es galt nur noch die Teile richtig zuzuordnen und das ist das Ergebnis
    MOSFET_Active_Breaking_small_alilo.png

    Realisierung und Test
    Für erste Tests die Schaltung auf einer Steckplatine.
    MOSFET_Active_Breaking_small_Platine_alilo.JPG


    Hier die "verbaubare" Version der Schaltung. Drahtbrücken dienen als Anschlüsse und als Aufnahme für die SMD-MOSFETS. Die Platine ist 22m breit, 30mm lang und 9mm hoch.
    IMG_3622.JPG IMG_3624.JPG

    Ein persönlicher Hinweis
    Ich bastel gerne und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für sachdienliche Hinweise zur oben gezeigten Schaltung und evtl. Verbesserungen bin offen.
    Viel Spaß beim ausprobieren.

    Ausstehende UPDATEs
    Anschlussbeispiele
    Nitron (Original hat keine "Kurzschluss-Bremse" des Pusher-Motors)
    Rapidstrike (Original hat "Kurzschluss-Bremse" des Pusher-Motors)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2017
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  47. DrSnikkas

    DrSnikkas Erfahrener Benutzer

    So ich habe mal ohne auf Platz in der RS zu achten drauf los konstruiert...

    Hier ist er der "Varistrike-Cage" der Name kommt mir bekannt vor ;D
    VARISTRIKE.png

    Lässt sich von -7° bis +7° Stufenlos einstellen.
    Eine Cage-Halterung musste ich weglassen... werde wohl "Siemens -Lufthaken" verwenden müssen :D

    Denke mit dieser Vorrichtung kann man gut herum experimentieren.
    Idealerweise müsste man die RS so modifizieren das man den cage von außen einstellen kann.

    naja erstmal fertig konstruieren :D

    Grüße DrSnikkas
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2015
  48. mctwo

    mctwo Benutzer

    die platzverhältnisse haben mich dazu gezwungen auf einen kleineren motor auszuweichen. das ding zu designen ist echt hart. man muss so viele unterschiedliche maße einhalten, die sich sehr schwierig messen lassen...
    erste prototyp ist fertig. der passt ziemlich gut, aber die motoren sitzen noch nicht korrekt. gehen wir heute nochmal dran.
     

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  49. Dominik

    Dominik Erfahrener Benutzer

    So, mit fast zwei Wochen Verspätung kann ich positive Ergebnisse präsentieren:

    Die Schaltung mit dem L298 funktioniert, der Pusher stoppt sicher in der hinteren Position. Der L298 ist der einzige Baustein, der mit weniger als 12 V arbeitet, er funktioniert ab 7,5V Betriebsspannung (Signalspannung + 2,5V), was darunter passiert kann ich nicht sagen, im Zweifelsfall fällt er aus.

    Das ist die Schaltung im jetzigen Zustand:
    Pusher H-Brücke.png

    Der 5V-Spannungsregler stellt die benötigte Steuerspannung zur Verfügung. Da der Baustein aus zwei getrennten H-Brücken besteht habe ich beide laut Datenblatt parallel geschaltet, so habe ich die doppelte Stromstärke von 4A Dauerstrom zur Verfügung.

    Den Enable-Eingang habe ich auf den Flywheeltaster gelegt, damit der Baustein den Motor kurzschließt, solange nur die Flywheels laufen.
    Bei den Schaltern liegt Pin 1 am Stößel.

    Treiber 1.png
    Die Treiberschaltung passt mit umgebogenem Baustein gut über den Pusher, sollte ich das noch mal bauen nehme ich einen liegenden Baustein oder einen SMD.

    Treiber 2.png
    Die Verdrahtung ist schon mal viel aufgeräumter, da nur dünne Leitungen nötig sind, außerdem muss ich die Schalter nicht austauschen, egal wie schlecht die sind.


    Bis jetzt gibt es nur das Problem, dass der Pusher noch einmal ausfährt, nachdem der Abzug losgelassen wird und solange die Flywheels noch laufen. Werden beide Taster gleichzeitig losgelassen fährt der Pusher allerdings problemlos ein.
    Ich werde noch testen, ob ich die Verdrahtung nicht noch mehr vereinfachen kann, entweder lege ich Enable dauerhaft an Spannung oder lasse ihn von den Eingängen mit versorgen.
     
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