Beliebte Beiträge im Forum: Marke Eigenbau

  1. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Beschäftigen wir uns jetzt mit dem Plungerrod. Ich habe ein 15,5 x 1,5mm Aluprofil von Alfer verwendet. Wie oben schon angedeutet wäre etwas leichteres besser, es muss aber eben auch sehr stabil sein. Mein erster Plungerrod war aus PVC und ist nach höchstens 20 Schüssen zerbrochen. Den Plungerkopf habe ich von lollipop machen lassen – ist super geworden und obendrein handelt es sich noch um einen sehr freundlichen Kontakt! Bei der ersten Flinte habe ich stattdessen einen Kopf aus ner defekten Hunter gezockt, der erstaunlicherweise perfekt in 25mm Kabelkanal passt. Leider will man ja nicht unbedingt ne schöne Hunter/Hawk/RFT opfern, wenn man sich so viel Mühe bei ner Homemade macht... Gerade hier wäre ich sehr an Community Ideen interessiert. Wem wie mir nichts besseres einfällt, der fragt am besten lollipop!
    Ich hab einen Dübel mit Epoxyknete in das besagte Aluprofil eingelassen. In diesem habe ich den Plungerkopf erstmal testweise verschraubt und anschließend endgültig mit JB Weld verklebt. Meine Feder stammt von Fallout Boy – es handelt sich um eine seiner Nite Finder/Longshot Tuningfedern. Mir erschien das als guter Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Leistung. Wer viel Vertrauen in seine Bastelkünste hat, der kann natürlich auch was stärkeres nehmen.
    Stülpt die Feder jetzt über euren Plungerrod und haltet diesen neben Plungertube und das Rohr, an dem der Abzug verbaut ist. Wir erinnern uns: In der vorstehenden Muffe befindet sich ein Stück 20mm PVC, das als hintere Begrenzung der Feder dient. Wenn ihr Plungerrod und Feder von vorne in dieses Teil drückt und die Feder komprimiert, könnte ihr sehen, wie weit der Plungerrod noch aus der Muffe rausgucken würde, wenn der Blaster gespannt ist. Entfernt jetzt die Feder und haltet euren Plungerrod so neben das Rohrstück, dass der Kopf wieder so weit herausguckt – auf diese Weise könnt ihr erkennen, wo das Loch für den Catch gedremelt werden muss.

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    Dremelt jetzt besagtes Loch (in das der Nagel an der Wäscheklammer greifen soll) und schneidet das Rohrstück dahinter schräg ab. Die Schräge ist wichtig, weil das Ende des Plungerrods den Nagel erstmal aus dem Weg drücken muss, bevor er in das Loch greifen kann. Verzichtet ihr auf die Schräge, so müsst ihr beim Spannen des Blasters den Abzug gedrückt halten, bis ihr den Pumpgriff ganz nach hinten gezogen habt. Die Schräge muss dann natürlich noch irgendwie aufgefüllt und sauber geschliffen werden.

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    Jetzt könnt ihr erstmals euren Abzug und Catchmechanismus testen. Setzt Feder und Plungerrod in das Rohrstück mit dem Abzug und drückt von vorne. Wenn ales gut gemacht wurde, sollte der Catch den Plungerrod im gespannten Zustand festhalten und bei Betätigung des Abzugs rausschmeißen. Wenn das nicht funktioniert heißt es: Fehler suchen, nochmal machen. Im Zweifelsfall hier beratschlagen!
    Jetzt geht es an den Spannmechanismus (denn wir wollen den Blaster ja nicht jedesmal demontieren und den Kopf von vorne eindrücken, um nen Schuss abgeben zu können). Ich hatte weiter oben geschrieben, dass ihr den Blaster einmal zusammensetzen und gucken sollt, wo der Pumpgriff in euren Augen sein sollte. Falls ihr das nicht markiert habt, so tut es jetzt. Wenn euer Pumpgriff schon bereitliegt könnte ihr ihn natürlich auch schon ansetzen.
    [Kosmetik: Der Heckenschütze hat die funktionalen Aspekte des Griffs gemacht und wird dazu sicher noch was schreiben. Ich hab zu Hause noch ein bisschen mit Dremel und Beize hantiert, um ihn etwas schicker und realistischer zu machen. Bilder:

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    Wir brauchen jetzt ein Loch, das durch den Pumpgriff (in Ausgangsposition, also vorne), das 25mm Elektrorohr und das 20mm PVC geht. Ist dieses Loch gebohrt, kann der Pumpgriff erstmal beiseitegelegt werden. Im 25er Kabelkanal muss jetzt ein Kanal gedremelt werden, der so lang wie euer Spannweg (x = unkomprimierte Feder – kombrimierte Feder) plus 4mm (für die Schraube, die später durch den Pumpgriff kommt) ist. Habt ihr das erledigt, müsst ihr wieder euren Plungerrod mit Feder einsetzen und spannen. Markiert jetzt (gespannter Zustand!) mit einem Edding den sichtbaren Bereich des Plungerrods durch den schon geschnittenen Kanal. Dremelt anschließend auch hier einen Kanal. Dieser muss deutlich breiter als die später verwendete Schraube sein, damit diese den Plungerrod beim Schuss nicht unnötig bremst.

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    Der untere Teil ist jetzt vom funktionalen her ziemlich fertig. Jetzt fehlt noch der RSCB. Bereitet dafür einen 8-10cm langen Lauf aus 16mm PVC vor. Schleift das hintere Ende trichterförmig aus und prägt 2-3 seichte Engstellen ein. Bastelt vorne noch einen Abstandhalter zum 25mm Kabelkanal (zB aus Tape oder aus ner 20mm Muffe) und schiebt ihn von vorne in den Lauf, sodass er im T-Stück sitzt. Nach ein paar Funktionstests werdet ihr ihn da auch noch verkleben wollen...
    Ich habe das Magazin aus zwei Messingrohren gemacht. Sieht auf den ersten Blick wie Geldverschwendung aus, aber zumindest beim Ladefenster brauchen wir das. Schnappt euch also ein KS 142er und ein KS143er (eventuell geht auch je eine Größe kleiner, war mir aber zu riskant). Schneidet vom KS143 ein Stück ab, das etwas größer als das Ladefenster ist. Verklebt dann KS 142 und das große Stück vom KS 143 miteinander. Verdickt das Ende des KS 143er Messings, sodass es in den hinteren Teil des T-Stücks passt und setzt es ein. Markiert dann mit einem Edding die Position und Form des Ladefensters auf dem KS 142er Rohr. Dremelt diese Form im Anschluss daran aus:

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    Das kleine Stück KS 143 wird über das KS 142er Messing gestülpt und beim Laden manuell nach vorn geschoben, um das Fenster freizugeben. Um das System zu schließen, muss es wieder nach hinten gezogen werden. Stülpt es also über das Messingrohr bevor ihr hinten einen Stopfen eurer Wahl verwendet, um es abzudichten. Bilder:

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    Zum Schluss werden wir noch einen kleinen Hebel anbringen, um das Rohr komfortabler bewegen zu können und um zu verhindern, dass es nach vorne verschwindet oder so. Das können wir aber erst machen, wenn wir sicher sind, nichts mehr auseinander nehmen zu müssen! Aussehen wird das ganze dann so:

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    Euer Blaster ist jetzt schussfähig. Bevor ihr damit anfangt, ihn nach und nach zu bemalen und zu verkleben (steckt Gehirnschmalz in die Reihenfolge, falls ihr nicht auf den Rest dieses Tutorials warten solltet!), solltet ihr aber ausgiebig testen, denn ihr kriegt ihn danach nicht mehr zur Wartung auseinander (ohne den Dremel anzusetzen). Es wäre super cool, wenn sich jemand eine Lösung für eine demontierbare Schrotflinte einfallen ließe, die nicht großartig an Authentizität verliert.
    Für Schusstests könnt ihr die zusammengesteckten Teile mit Gummibändern oder Tape fixieren. Anfänglich wahrscheinlich enttäuschende Ergebnisse lassen sich mit kleinen Fixes an jeder Ecke verbessern – schmiert den Plunger, haut ein bisschen Silikonspray in das Magazin und den Lauf und jagt ordentlich Darts durch, die Staub und überschüssiges Spray abtragen. Beim Heckenschützen war ich nach ersten Tests recht enttäuscht, die Leistung hat sich dann aber nach leichter Bastelei deutlich gesteigert. Ein Leistungswunder ist der Blaster bei meinem Setup natürlich trotzdem nicht!

    Bild meines aktuellen Standes:

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    Dies ist v1.0 des Write Ups. Ich hab hier ziemlich sicher noch nie so ne lange Anleitung geschrieben und freue mich sehr über Verbesserungsvorschläge oder “dies und jenes versteh ich nicht”! Ich vermute, es wird noch ein paar Tage dauern, bis das ganze hier wirklich leserlich ist und danke euch schonmal für eure Geduld!

    Liebe Grüße
    León

    P.S.: Der Spachtel und Kosmetik Post folgt dann in den nächsten Tagen!
     
  2. Verlan

    Verlan Erfahrener Benutzer

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  4. Nun, was passiert, wenn man Nachts nicht Pennen kann und der Blick auf die Kiste mit Nerf-Ersatzteilen und eine ungenutzte Pango fällt? Mann kommt auf dumme Ideen!

    Das ist das Endergebnis, ich nenne Sie "Bee Hive X-01":
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    Der Blaster besteht aus einer Stockadetrommel, einer Aldi-Pango, einigen Resten an Rohrstücken, den traurige Rest einer Deploy (hey apfelsaft, deine alte Deploy wurde gut verwendet) und jede Menge Heißkleber. Der gesamte Blaster ist in einer Nacht entstanden.

    Die Trommel wurde abgedichtet und der Innenraum verkleinert. Anschließen in einem Stück Rohr verankert. Da half mir eine Heißluftpistole, denn das Rohr war etwas kleiner als die Trommel. Hält auch ohne Kleber bombig!
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    Das Stück wurde an die Pango geklebt und das ganze mit einigen weiteren Rohrstücken verstärkt.
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    Da der Blaster so sehr unsymmetrisch aussieht, wurde der Rest der Deploy montiert. Wieder mit Heißkleber. Um die gesamte Sache stabiler zu machen habe ich noch Metallstangen eingearbeitet.
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    Fehlt nur noch etwas Farbe. Ich habe mich für einen einfachen schwarzen look entschieden.

    Es war klar, der Blaster hat nur eine begrenzte Reichweite. Doch auf einem Larp dürfte er auch mit schwer gepanzerten Gegnern fertig werden.
    Bei 20 Pumphüben hatte ich bei einem waagerechten Schuss eine Reichweite von 8-12 m erreicht. Dabei war es egal welche Darts ich benutze. Ich finde Whisler passen am besten.
    Bei einem angewinckelten Schuss ist die Reichweite 9-13 m, mit einer größeren Streuung. Das bedeutet Unterstützung aus der 2.Reihe gegen eine ganze Gruppe!
    Schön ist jedoch, das der Blaster auch über längere Zeit Schussbereit bleiben kann. Daher auch die Möglichkeit ihn als Selbstschussanlage zu nutzen! Ja, ich habe es ausprobiert, es funktioniert. Etwas Angelschnurr für den Auslöser und einige Riemen oder ähnliches um den Blaster zu befestigen und das war´s!
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2013
  5. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

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    Guten Tag!
    Wir, das heißt der Heckenschütze und ich, möchten euch hier gern unser erstes komplettes Eigenbauprojekt vorstellen. Es handelt sich um eine RSCB Pumpgun mit hoher Kapazität (20 kurze Darts) und mäßiger Reichweite (vielleicht 17-18m. Genauer kann ich das hoffentlich nach dem Ulmer Treffen sagen).
    Ich werde euch im weiteren die genauen Maße meines Setups beschreiben – ihr könnt die entweder so übernehmen oder euch das Funktionsprinzip anschauen und ordentlich dran rumoptimieren – ich denke, da geht einiges. Leistungsmäßig kann durch eine kürzere Flinte einiges rausgerissen werden, weil dort weniger Totraum vorhanden wäre (natürlich auch weniger Munition) und der Plungerrod weniger Masse hätte. Tendenziell ließe sich beim Plungerrod auch noch einiges mit leichterem Material rausreißen. Auch ein längerer Federweg (also erhöhtes Luftvolumen) ist absolut denkbar. Wer Lust hat, sollte beim Lesen also einfach ein bisschen mitdenken und anschließend seine eigene, bessere Version bauen (und vorstellen!).
    Ich habe damit angefangen, meine ungefähren Vorstellungen auf einem großen Bogen Packpapier zu skizzieren. Nehmt dazu schonmal zwei 25mm Kabelkanal Stücke und eine Wäscheklammer zur Hand und legt sie auf das Papier. Diese beiden Teile wollt ihr verpacken. Skizziert jetzt eure Schulterstütze und die beiden Seitenplatten. Die Seitenplatten sollen die Rohrstücke mit der Schulterstütze verbinden und den Wäscheklammerabzug kaschieren.
    Früh entstandene Bilder, die zeigen, was alles unterzubringen ist:

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    [Holzteile: Zum Bau der Holzteile wird der Heckenschütze sicher noch genaueres schreiben, an dieser Stelle nur so viel: Wir haben die gewünschte Form auf 33mm dickem Holz angezeichnet und mit einer Bandsäge ausgeschnitten. Der Teil, der mit den Seitenplatten verschraubt wird, muss dann noch auf 25mm (selbe Dicke wie der Kabelkanal) ausgedünnt werden – das haben wir ebenfalls mit der Bandsäge gemacht. Die 33mm ergeben sich aus der Dicke des von uns verwendeten Polystyrols: 4mm. 25mm Kabelkanal plus je 4mm auf beiden Seiten ergeben 33mm. Ich denke, 3mm Polystyrol würde auch ausreichen (dann halt mit 31mm Dicke), viel dünner sollte es aber wohl nicht werden.]
    Wenn ihr euch für eine Form für die Seitenplatten entschieden habt, solltet ihr diese auf euer Polystyrol übertragen. Schneidet sie anschließend nach euren Möglichkeiten aus – bei der ersten Flinte habe ich das noch mit der Trennscheibe des Dremels gemacht (was ne ziemlich Schweinerei war), die Seitenteile für die anderen beiden Flinten habe ich beim Heckenschützen an der Bandsäge ausgeschnitten.
    Ihr wollt jetzt die Seitenplatten mit der Schulterstütze verbinden – dazu haben wir im Baumarkt M4 Gewinde gekauft, die man wiederum in ein vorgebohrtes Loch einschrauben kann. Legt die Platte auf die Schulterstütze, bohrt ein 4mm dickes Loch durch die Platte und in die Schulterstütze hinein und erweitert es in der Schulterstütze so, dass ihr die Gewinde einschrauben könnt. Wenn eure Platte dick genug ist, könnt ihr die Schraube außen noch absenken, ansonsten halt eher nicht.

    Als nächstes schneiden wir 25mm Kabelkanal zurecht. Wir brauchen insgesamt 3 Stücke:
    1) Den Lauf (optisch zumindest) - hier 80cm.
    2) Die Plungertube - hier 17,5cm.
    3) Gehäuse für Wäscheklammerabzug und Plungerrodführung, wird später fest mit Plungertube verbunden - hier 34cm.

    Alle Längen sind abhängig von eurer Feder bzw. dem angestrebten Zugweg und euren optischen Präferenzen; mit derselben Feder hätte man sicherlich auch eine deutlich kompaktere (oder eine noch viel größere) Version basteln können, als die hier beschriebene.
    Wir wollen jetzt das ca. 80cm lange Laufstück mit der rechten Gehäusehälfte verbinden. Linkshänder, die eine Schrotflinte für Linkshänder bauen wollen, verkleben den Lauf mit der linken Seite - wichtig ist einfach nur, dass es die Seite mit dem Ladefenster (im Original der Hülsenauswurf) ist. Ich verwende dafür Reparaturknete von Pollin, Milliputt dürfte genausogut funktionieren, dafür aber die Geduld ein wenig strapazieren. Achtet einfach darauf, dass in dem Bereich, in dem das Ladefenster gedremelt wird, ausreichend Knete ist - so spart ihr euch später nervige Spachtelarbeit.

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    [Kosmetisch: Wer später irgendeine Form von Schiene oder ventilierter Rippe auf dem Lauf andeuten will, kann das entsprechende Bauteil schonmal temporär auf dem 25mm Rohr fixieren - es fällt so deutlich leichter, die Höhe des Rohrs relativ zur oberen Kante der Seitenplatte zu bestimmen. Im Tutorial verwende ich ein 7,5x12,5x1mm U-Profil (von Alfer?) für die Rippe. Bei Ophiuchus' Wichtelflinte habe ich ein 19,5mm breites verwendet, das in der Höhe von mir zurechtgestutzt wurde. Mir wurde später gesagt, dass eine so breite Rippe nicht so wirklich authentisch ist - gut sieht sie trotzdem aus, finde ich.]
    Wenn die Knete ausgehärtet ist, schneiden wir das Ladefenster aus. Für die grobe Arbeit eignet sie hier eine Trennscheibe, für den Rest ein Dremel Schleifband (besonders praktisch bei der Rundung hinten). Den Abschluss sollte man von Hand mit feinem Schleifleinen und einer Feile machen.
    Wir kümmern uns jetzt um die anderen beiden Baugruppen aus 25mm Rohr:
    Wir bereiten eine Muffe für 20mm Elektrorohr vor, indem wir sie an beiden Enden um 1 bis 1,5cm kürzen. In den hinteren Teil der Muffe lassen wir 20mm PVC Rohr ein, sodass es wiederum bündig mit der Muffe abschließt. Das dient der Vergrößerung der Fläche, auf die der Plungerkopf später schlägt. Außerdem reduziert sich der Totraum so ein wenig (nicht, dass das bei nem 20 Schuss RSCB noch groß was ausmacht ;-) ). Die Muffe kleben wir jetzt mit einem starken Kleber (zB JB Weld) in das vordere Ende der Plungertube, sodass Muffe und 25mm Rohr bündig abschließen. Ich verwende die Muffen und den Kabelkanal von Marley - ich weiß, dass es noch andere Muffen/Kabelkanäle gibt, die nicht auf diese Weise ineinander passen!

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    Da wir gerade schon JB Weld angerührt haben kleben wir eine weitere Muffe für 20mm PVC in das vordere Ende des dritten 25mm Rohrstücks. Dabei sollte aber die Hälfte der Muffe nach vorne rausstehen - sie dient unter anderem als männliches Verbindungsstück für Plungertube und dieses Rohrstück. In das vordere Ende der Muffe kann außerdem ein ca 1cm dickes Stück 20mm PVC geklebt werden - dieses dient später als Federlager. Schiebt das Rohrstück so weit wie möglich in die Muffe.

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    Jetzt geht es daran, ein L-Stück bzw. einen 90° Winkel in die Front einzulassen, um die Luft aus der Plungertube in das obere Rohr leiten zu können. Die üblichen PVC L-Stücke hätten hier merkwürdig ausgesehen (es geht ja darum, die Flinte detailgetreu umzusetzen), sodass wir selber eins bauen. Dafür nehmen wir ein ca. 5,5cm langes Stück 20mm PVC und bohren in den vorderen Teil dieses Rohrstücks ein 16mm dickes Loch. Wer keinen passenden Bohrer hat (wie ich) oder sich die Bohrung auf der runden Fläche nicht Freihand zutraut (so wie ich) könnte hier zum Dremel Schleifband greifen - das hat einen Umfang von 15mm. Loch reinschleifen, kurz mit dem Dremel rumwackeln und schon hat man ein 16mm Loch. Leichte Ungenauigkeiten lassen sich wieder abdichten, wichtig ist nur, dass 16mm PVC in das Loch passt. Ist das der Fall, so nehmen wir uns ein kleines Stück 16mm PVC (ca 2cm), welches wir zB mit Sekundenkleber in dem eben "gebohrten" Loch fixieren, sodass es im 90° Winkel zum 20mm PVC steht. Wichtig: Bevor wir das 16mm PVC Stück verkleben, sollte eine Seite so ausgeschliffen werden, dass ein möglichst guter Luftstrom innerhalb unseres selbstgebauten L-Stücks gegeben ist. Die nach vorne zeigende Seite ist nur als Stützstruktur für die folgende Knete gedacht.
    Ist das 16mm Rohr verklebt, dichten wir das vordere Ende des 20mm PVC Stücks mit Reparaturknete ab. [Kosmetik: Ich hab außerdem eine kleine Kuppe in der Knete geformt und mit dem Cuttermesser einen Schlitz eingeschnitten, nachdem die Knete leicht angetrocknet war, um eine Schraube anzudeuten - so ist das Teil recht dezent gehalten und trotzdem nicht völlig uninteressant.] Jetzt muss gegebenenfalls noch um das 16mm Rohr abgedichtet werden - einfach ein Ende zuhalten und in das andere blasen, um das herauszufinden.

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    Wenn wir fertig sind, kann unser selbstgebasteltes L-Stück in das vordere Ende der Plungertube gedrückt werden. Wer sicher ist, dass er da nicht mehr ran muss, kann es auch gleich in der Muffe verkleben.
    Wir setzen jetzt vorübergehend alle Teile zusammen (Baugruppe 2 und 3 werden mit der vorstehenden Muffe zusammengesteckt) und markieren die Position des L-Stücks auf Baugruppe 1 (der Lauf). Hier müssen wir das T-Stück einlassen. Zu diesem Zweck dremeln wir ein rechteckiges Stück 25mm Rohr mit der Trennscheibe heraus - möglichst ohne das herausgetrennte Stück zu verunstalten - wir kleben das später an derselben Stelle wieder ein! Das Rechteck sollte ungefähr anderthalb cm vor der Markierung (von hinten gesehen) enden - den Rest schleifen wir wiederum mit einem Schleifband aus, um gleich eine Rundung hinzubekommen. In dieser Rundung soll der nach unten herausstehende Teil des T-Stücks sitzen. Dremelt auch am T-Stück herum, bis es wie auf den folgenden Bildern aussieht:

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    Wir setzen das T-Stück jetzt (temporär) ein und verbinden alle Baugruppen (inklusive der Schulterstütze) miteinander, um ein Gefühl für die Proportionen und die Ergonomik zu bekommen. Überlegt euch, wo der Pumpgriff sitzen sollte, damit es bequem für euch ist (der eher gegen 1,70m gehende heckenschütze fand mein Setup ziemlich unhandlich - für mich (eher so 1,90m) wars hervorragend) - er sollte nur mindestens so weit von den Seitenplatten entfernt sein, wie sich eure Feder komprimieren lässt. Versucht auch, ein Gefühl dafür zu kriegen, wo genau der Abzug positioniert sein sollte. An den machen wir uns nämlich als nächstes:
    Bevor ich angefangen hatte, ernsthaft über selbstgebaute Federdruckblaster nachzudenken (lies: bevor ich ein bisschen Recherche betrieben hatte) war ich davon ausgegangen, dass der Abzugs- bzw. Catchmechanismus der mit Abstand problematischste Teil eines verhältnismäßig simplen Blasters (wie diesem hier) sein dürfte. Inzwischen denke ich, der Plungerkopf ist das größere Problem - dazu später mehr. Obwohl der Abzug ein bisschen Feinjustierung erfordern kann (lies: möglicherweise müsst ihr das Ding 2-3 mal runterreißen und wieder fixieren, bevor es funktioniert), ist es in meinen Augen für jeden und dankenswerterweise auch mit einfachem Werkzeug machbar. Das Zauberwort heißt "Wäscheklammerabzug" bzw. "Clothespintrigger". Das Geschwichtswissen meines Nerfologiestudiums könnte mich an dieser Stelle im Stich lassen, aber ich meine der Mechanismus wäre von Nerfhaven Mitglied Carbon für die ersten als "SNAP" bezeichneten homemades adaptiert worden - ursprünglich kam die Idee wohl aus der Gummiband-Pistolen Community.
    Die Idee hinter dem Mechanismus: In den vorderen Teil einer Wäscheklammer wird im rechten Winkel ein Nagel o.ä. eingelassen. In den Plungerrod wird ein Loch gebohrt - wenn der Blaster gespannt wird, fährt der Plungerrod so weit zurück, dass der Nagel in das Loch greift - der Plungerrod kann nicht mehr nach vorne, bis der Nagel gezogen wird. Das geschieht, indem man die Wäscheklammer hinten zusammendrückt. Der Nagel fährt nach unten und der Blaster löst aus.
    In unserem Fall fungiert die Wäscheklammer selber eher als Rückholmechanismus für den Abzug. Die in der Klammer verbaute Feder muss nicht gegen die im Plunger verbaute Feder anarbeiten, das erledigt alles der Nagel. Genug Theorie, fangen wir an. Zunächst brauchen wir ein Stück 20mm PVC, das so lang wie der 25er Kabelkanal, an dem der Abzug angebracht wird, ist - in unserem Beispiel also 34 cm. Dieses Stück muss im 25er Kabelkanal zentriert werden. Vorne kann es einfach in die 20mm Muffe eingeschoben werden (deren andere Seite als Federlager fungiert und deren Außenseite als Steckverbindung für die Plungertube dient). Für die Mitte und das Heck können wir entweder mit Tape improvisieren oder aus einer weiteren Muffe zwei Abstandhalter basteln - abhängig davon, was ihr da habt.

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    Das 20mm PVC dient einerseits als Führung für den Plungerrod - er wird ziemlich gut zentriert, kriegt aber kaum (wenn überhaupt) Reibung ab. Außerdem ist das PVC dickwandig genug (1,5mm Wandstärke) um dem Nagel als gute "Verstärkung" zu dienen.
    Ist das PVC Rohr verbaut kümmern wir uns um den Abzug. Als erstes bauen wir den Teil, den man später sehen kann und auf dem unser Finger liegen wird. Die Amis verwenden hier gern einen 90° Metallwinkel, der mit Kabelbindern an der Klammer fixiert wird - hochfunktional und super einfach, aber für unsere Zwecke nur endzeitgeeignet (da aber sehr gut, finde ich). Nachdem ich ursprünglich irgendeinen Nerfabzug verwursten wollte, hat der heckenschütze beim Brainstormen vorgeschlagen, zwei 4mm Polystyrolplatten (aus denen hier auch die Seitenplatten des Blasters gemacht sind) miteinander zu verkleben und daraus einen Abzug auszuschneiden (oder andersrum, wie es euch lieber ist). So ist es auch geschehen und ich bin mit dieser Lösung sehr zufrieden. Grob mit der Bandsäge ausgeschnitten und dann mit Dremel und Schleifpapier zurechtgemacht ist der Abzug deutlich authentischer als jeder Nerfabzug, den ich bisher in den Fingern hatte - und bequem obendrein (Kanten abrunden!). Wichtig ist, dass er auf der ganzen Länge der Klammer flächig verklebt wird, da diese sonst flexibel bleibt und Stress beim Abfeuern des Blasters macht. Ich habe zusätzlich Spax Schrauben eingedreht und mit Sekundenkleber im Gewinde fixiert (wichtig: bohrt ein kleines Loch vor, sonst trennt ihr womöglich die miteinander verklebten Platten beim Eindrehen der Schrauben auf), weil sich der Abzug des Wichtelblasters mehrfach gelöst hatte. Ihr solltet das auch tun, aber erst zwei-drei Funktionstests gemacht haben.

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    Bevor ihr Winkel und Klammer verbindet: Ihr könnt den hinteren Teil der Klammer (also alles hinter der Feder) wegkürzen. Je kürzer die Klammer am Ende ist, desto kleiner könnt ihr den Triggerguard gestalten, der sie kaschieren soll. Ihr habt so aber auch weniger Fläche für Verklebungen und Verschraubungen, sucht euch also einen Kompromiss - ich habe bei der hier vorgestellten Flinte ca. 1cm weggeschnitten und bin damit ganz zufrieden. Beim Wichtelblaster ist die Klammer ganz geblieben, sodass ich den Triggerguard etwas größer machen musste, als ich eigentlich wollte.
    Sind Klammer und Abzug verbunden, könnt ihr das Konstrukt am 25mm Rohr fixieren. Ich habe das mit einer Mischung aus Sekundenkleber, 2K Knete und Spaxschrauben gemacht. Bei den Schrauben ist wichtig, dass diese so gekürzt werden, dass sie dem Plungerrod nicht in die Quere kommen können!
    Ist die Klammer fest, bohren wir durch den vorderen Teil der Klammer ein Loch, durch das der Nagel, den ihr verwenden wollt, gerade so passt. Das Loch durch das 20mm PVC Rohr gehen. Der Nagel muss so gekürzt werden, dass er nur ein kleines Stück in das 20mm PVC hineinreicht (in der letzten Paintskizze ist der Nagel schon mit drin – guckt nochmal nach, wenn ihr verwirrt seid). Außerdem solltet ihr sein Ende ein wenig mit dem Dremel oder einer Feile abrunden. Seid ihr damit zufrieden könnt ihr ihn mit Sekundenkleber oder Epoxy im beweglichen Teil der Klammer fixieren. Keine Angst: Bei Schwierigkeiten kriegt ihr ihn trotzdem raus (bei mir hats nur einen Schlag mit dem Hammer von der anderen Seite gebraucht). Trennt den beweglichen Teil der Klammer jetzt vom anderen. Da der Nagel in der Klammer eine leichte Kreisbewegung beschreibt, werdet ihr in dem Loch ein wenig Platz mit dem Dremel schaffen müssen. Was Klammer und 25mm Elektrorohr angeht: Go nuts! Stochert einfach ein wenig mit dem Dremelaufsatz eurer Wahl herum. Wichtig ist, dass das Loch im 20mm PVC nicht oder kaum vergrößert wird. Einem sticky Thread auf nerfhaven zufolge ist die größte Fehlerquelle von Wäscheklammerabzügen ein zu großes Loch an dieser Stelle ( The Clothespin Trigger - NerfHaven ). Anschließend könnt ihr die Klammer wieder zusammensetzen und testen, ob sich der Abzug ausreichend bewegen lässt (der Nagel muss komplett aus dem Innenbereich des 20mm PVCs gezogen werden, wenn ihr den Abzug durchdrückt).

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    Nachdem ihr einen Funktionstest mit Plungerrod und Feder gemacht habt, solltet ihr gegebenenfalls auch eine Sperre einbauen, die verhindert, dass ihr den Abzug zu weit ziehen könnt - wenn der Blaster gespannt ist, ist ein wenig Druck auf dem Abzug - gerade so viel, dass ihr nicht wirklich kontrollieren könnt, wie weit ihr diesen zieht (weil der Druck ja sozusagen verpufft, sobald der Blaster ausgelöst hat). Auf diese Weise habe ich in der frühen Testphase mehrfach die Klammer (unbeabsichtigterweise) auseinandergenommen. Letztlich habe ich etwas Knete zwischen die hinteren Enden der Klammer geklebt, sodass sich der Abzug nicht mehr so superweit ziehen ließ.
    [Kosmetik: Der freistehende Abzug sieht eher bescheiden aus – es muss ein Triggerguard her. Ich hab den wieder in Schichtbauweise gemacht. Zunächst hab ich zwei Leisten 4mm Polystyrol an den unteren Rand der Seitenplatten geklebt (damit der Triggerguard etwas dünner wird – bei Ophiuchus' Wichtelflinte ist der ziemlich breit). Dann habe ich aus 2mm Platte zweimal die gewünschte Form ausgeschnitten und angebracht. Wie der Rest des Blasters wird die Lücke ganz am Schluss verschlossen. Folgt einfach den Bildern:

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    Fertig ist der Triggerguard.]

    - Post 2 kommt sofort! Text ist zu lang für einen Post! Ich muss mich also nicht schämen! -
     

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  8. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

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  10. Liebe NERF-Gemeinde,

    ich leg hier für meinen ersten 1:1 Modellbau mal einen Thread an, obwohl das strenggenommen weder optisch noch technisch ein Mod ist, sondern ein kompletter Eigenbau. Das liegt schlußendlich daran, daß es einfach keinen passenden Plunger für Megadarts gibt, der in den Verschluß paßt.
    Zum Vorbild: die PTRD-41 war Anfang der 1940er Jahre eine Panzerbüchse der sowjetischen Armee. Wie viele andere reale Vorbilder taucht auch sie in Animes und anderen Filmen auf. Statt viel Prosa hier ein paar Links dazu:
    PTRD on antitank.co.uk
    PTRD on IMFDB
    PTRD in "Darker than Black: Gemini of the Meteor"
    Letzteres Anime enthält übrigens noch viele weitere spannende Vorbilder für den geneigten Bastler.

    Als Mod/Gebastel ist die PTRD ein ganz guter Einstieg, weil es sich dabei praktisch nur um ein Rohr mit Griff und Abzug handelt. Materialien meiner Wahl dafür sind Alu und PVC-U. Beide sind billig und in vielen ineinander passenden Durchmessern erhältlich.
    Alu läßt sich gut mit Epoxy kleben, PVC Rohr mit Tangit. Da es die PVC-Rohre auch in Dunkelgrau bis schwarz gibt, spare ich mir auch den Paintjob. Für PVC gibt es auch Gewindefittings, damit das Modell nachher zerlegbar wird. Denn es wird sich am Ende dabei um eine Anscheinsw*ffe handeln, die entsprechend für den Transport auch in ein verschließbares Behältnis vernünftiger Größe passen muß.
    Technisch wird das Problem bei einem 1:1 Modell in jedem Fall eher sein, den Megadart durch den elend langen Lauf (bei der PTRD so 1.30m) zu bekommen. Das wird eine Menge Energie aufzehren, das Ziel eines 1:1 Modells ist aber für mich auch weniger ein High-Performance-Blaster. Dafür braucht es einen stärkeren Plunger, der aber aus rechtlichen Gründen auf keine Weise einen Dart mit mehr als 0.5J abschießen können darf. Letzteres wird noch kniffelig.

    Ausgangspunkt für das "Projekt Maschka" sind natürlich meine Hülsen für Megadarts, die eigentlich zuerst für ein Modell der HS.404 gedacht waren. Vielleicht kommt die auch später noch. Da sich die Vorbildhüsen 20x110 Hispano und 14.5x115 in Länge und Bodendurchmesser sehr ähneln, ist der Einsatz bei der PTRD auch noch vertretbar.

    mega_zu_dritt.png

    Das Bild hatte ich im Bastelthread schon mal gezeigt, hier steht die "19.5x115 NERF Mega" zwischen 20x139 und 12,7x99 (.50 BMG) Dekopatronen.

    -------------------------------------------

    Soweit das Vorgeplänkel, das Pfingswochenende hat das erste Bauteil für die PTRD hervorgebracht, nämlich das Negativ der Hülse aka Patronenlager.
    Leider habe ich es versaubeutelt meinen Kollegen mit der Drehbank zu bitten, mir für den vorderen Anschlag der Hülse noch ein Rohrstück von innen abzudrehen, also mußte ich selber mit der Feile ran:

    patronenlager0.png

    Dieses kurze angeschrägte Röhrchen habe ich dann in ein passenderes größeres Alurohr (hier 30/26) eingeklebt, so daß die Hülse mit dem Megadart gerade bis zum Hülsenboden reinpaßt.

    patronenlager2.png

    Zum Vergleich liegt hier noch eine Hülse mit Dart daneben. Vor dem Anschlag habe ich ein Carbonrohr eingesteckt, in das der Dart hineinragen kann (das ist der Rest 26/24, den ich noch von der Cent hatte). Die Löcher rund um das Patronenlager dienen für Versuche, ob der Lauf an dieser Stelle dicht oder offen sein muß. Ich vermute offen, den das Plungervolumen für die Wahnsinns-Lauflänge müßte sonst riesig sein. Im anderen Fall wird das Carbonrohr ggfs. etwas tiefer eingesteckt und die Löcher mit Epoxy wieder verklebt.

    patronenlager1.png

    Da liegt alles nochmal auseinandergezogen. Das lange Alurohr ganz rechts wird mal der Verschluß, der dann gleichzeitig als Plunger dient. Ich hab mal zum Vergleich einen Elitedart danebengelegt, damit man eine Vorstellung von der Größe bekommt.
    Verschluß und Patronenlager sind dann auch die einzigen großen Aluteile, der Rest wird PVC werden. Bei allem, was mit der Hülse zu tun hat, wollte ich halt das Klickern von Metall auf Metall haben. Ich bin Geräuschfetischistin. :D

    Gruß, ~Diane.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2016
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  11. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

  12. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  13. So, nachdem die ZA ja morgen abend losgeht (und ich einigermassen sicher sein kann, das niemand mehr Zeit hat, das hier bis dahin nachzubauen ;D) kommt nun die Anleitung für eine selbstgebaute Dartblaster-Mine im Claymore-Stil. Die Anleitung ist inzwischen schon veraltet, da sich der Auslösemechnismus als zu schwergängig erwiesen hat... Ein Update dazu kann ich aber erst nächste Woche liefern.

    Dartblastermine: Modell "Claymore V 1.1"
    by Nachtmahr

    Werkzeug:
    Säge
    Hammer
    Spitzzange
    Tacker
    Hartdrahtschneider
    Bohrmaschine oder Akkubohrer mit 2mm-Bohrer

    Material:
    2 Rattenfallen
    Vierkantlatten (z.B. Fichte, 38 x 9 x 2500 mm)
    Holzplatte für den Deckel (leichtes Holz, kein Pressspan, kann man meist als Zuschnittreste billig im Baumarkt bekommen)
    kleine Drahtnägel (z.B. 0,9 x 13 mm)
    Tackerklammern (z.B. 10 x 8 mm)
    Holzleim (z.B. Ponal Express)
    Panzertape
    Gurtband (möglichst breit, ich hab 40mm verwendet)
    Sprühfarben zur Tarnung (Grün, Schwarz, Braun, je nach Geschmack und Umgebung)
    1mm Federstahldraht
    Maurerschnur
    BILD2013.jpg


    Herstellung:
    Zunächst legt man die Rattenfallen wie auf dem Bild gegeneinander und entfernt die Haltedrähte in der Mitte (aber nicht wegschmeissen, aus denen wird später der Auslöser)
    BILD2014.JPG

    Jetzt verbindet man die beiden Fallen mit dem Tacker, sodass sie gut zusammenhalten. Das Holz der Rattenfallen ist nicht gerade hochwertig, es kommt vor, das die Fallen nicht gerade aufeinander passen oder sich an der Seite keine gerade Kante ergibt, in diesem Fall muss man etwas mit Schleifpapier oder Feile nachhelfen. Insbesondere die Seitenkanten sollten möglichst gerade sein.
    BILD2015.jpg BILD2016.JPG

    Jetzt bereitet man sich die Seitenteile der Mine vor. Man misst aus, wie lang das Seitenteil sein muss, damit die Bügel sich noch gut frei bewegen können (bei mir waren das etwa 20 cm) und schneidet entsprechend viel von der Vierkantleiste ab. Mit einem Bleistift zeichnet man sich die Mitte der Seitenleiste an und schlägt im unteren Teil, etwa 5 mm vom Rand entfernt, einige der kleinen Nägel ein (noch nicht ganz durchschlagen).
    BILD2017.JPG BILD2018.JPG

    Nun gibt man auf die eine Außenkante der verbundenen Rattenfallen Holzleim, setzt die erste Seitenleiste an und fixiert sie mit den zuvor eingeschlagenen Nägeln (die beiden Äußeren zuerst). Die Mitte sollte dabei genau zwischen den beiden Rattenfallen liegen, die Unterkante bündig mit den Rattenfallen abschließen. Auf der anderen Seite wiederholt man diesen Schritt.
    BILD2019.JPG BILD2020.JPG

    Jetzt die Konstruktion mit Schraubzwingen fixieren bis der Holzleim getrocknet ist, danach die Seitenteile nochmal zusätzlich mit einigen Tackerklammern befestigen.
    BILD2021.JPG

    Wenn alles getrocknet und getackert ist, fixiert man die Bügel der Rattenfallen und schneidet die überstehenden Teile der Rattenfallen bündig mit den Seitenteilen ab.
    BILD2023.JPG BILD2024.JPG

    Jetzt misst man die Breite der Fallen mit Seitenteilen, und schneidet zwei Endstücke von den Vierkantleisten ab. Diese werden analog zu den Seitenteilen befestigt. Sollte es etwas krumm und schief aussehen, so liegt das wahrscheinlich am Basisbrett der Rattenfallen. Einfach so gut es geht mit Feile und Schleifpapier ausgleichen.
    BILD2025.JPG BILD2026.JPG BILD2027.JPG BILD2028.JPG

    Jetzt baut man das Wurftuch, hierzu müssen zunächst die Federn aus den Schlagbügeln ausgehakt werden, damit keine Spannung mehr auf den Bügeln liegt, dann stellt man die Bügel 90° zur Basis auf und verbindet sie mit einer Lage Panzertape von unten, danach kommt eine zweite Lage Panzertape überlappend daneben, sodass der Bügel möglichst vollständig abgedeckt wird. Diesen Schritt wiederholt man dann nochmal von oben, an Schluß sollten überall mindestens zwei Lagen Panzertape übereinander liegen (einmal von oben, einmal von unten), sodass sich ein ein stabiles Wurftuch ergibt.
    BILD2029.JPG BILD2030.JPG BILD2031.JPG BILD2032.JPG


    Nun kann man die Federn wieder einhaken, gegebenfalls muss man die Enden nun etwas nach innen biegen, da sie sonst an den Seitenteilen hängen bleiben.
    BILD2034.JPG BILD2035.JPG

    Jetzt schneidet man sich zwei etwa 6 cm lange Stücken Federstahldraht ab und biegt an einem Ende eine geschlossene Öse. Man drückt je einen Wurfbügel herunter, so das er unterhalb der Kante des Kastens liegt und bohrt ein Lock knapp oberhalb des Bügels. Durch dieses Loch steckt man je einen der Federstahldrähte. Dies sind die Transport- und Ladesicherungen.
    BILD2036.JPG BILD2037.JPG BILD2038.JPG

    Jetzt schneidet man sich einen passenden Deckel für den Kasten zu. Auf der einen Seite befestigt man mit dem Tacker das Gurtband, die obere Kante der Gurtes sollte auf der Oberseite des Deckels liegen, hier kommt die erste Reihe Tackerklammern, dann noch eine in die schmale Seite des Deckels und zum schluß noch zwei Reihen in die Seitenwand des Kastens. Das Gurtband dient als Scharnier und liegt den Transportsicherungen gegenüber. Ber der Befestigung sollte man darauf achten, das der Deckel möglichst bündig aufliegt. Alternativ kann man das Scharnier auch aus mehreren Lagen Panzerband herstellen.
    BILD2039.JPG BILD2040.JPG

    Jetzt schlägt man auf der Seite mit den Transportsicherungen je einen kleinen Nagel in den Deckel und die Seitenwand und schneidet von beiden Nägeln den Kopf ab. Aus dem dicken Kupferdraht, der bei den Rattenfallen übrig geblieben ist, biegt man sich einen Auslöser, so wie auf dem Foto. In die obere Öse wird dann später die Stolperschnur eingehängt, die Öse an der Seite dient nur dazu, das das Teil nicht verloren geht. Jetzt bindet man noch Maurerschnur an den Auslöser und an die Transportsicherungen und tackert alles gut auf der Rückseite fest, damit die Teile nicht verloren gehen.
    BILD2044.JPG BILD2045.JPG BILD2046.JPG BILD2047.JPG BILD2048.JPG

    Zum Abschluß verpasst man der Mine noch einen Tarnanstrich nach Belieben:
    BILD2051.JPG

    Bedienung:
    Mine spannen, Transport- und Ladesicherung einschieben.
    Ca. 10 Nerfdarts in das Wurftuch legen.
    Deckel schließen, Auslöser befestigen.
    Mine an gewünschter Stelle verstecken, befestigen (z.B. Mit Bodenheringen oder an Baumstämmen mit Panzerband oder Innen mit Tesa Power Strips an Wänden) und tarnen.
    Stolperschnur von der oberen Auslöser-Öse ausgehend ziehen und befestigen
    Transport- und Ladesicherung vorsichtig entfernen -> Mine ist scharf.
     
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  14. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Ich muss das Thema hier mal wiederbeleben (nicht mit Nekromantie, wie sonst in Foren üblich, sondern durch Reanimation nach ABC-Schema - ich werd ja jetzt Krankenpfleger). Nachdem meine Flinte lange entsprechend dem letzten Stand des Threads geruht hat und es dem Exemplar vom heckenschützen wohl ähnlich erging, habe ich das Thema neulich nochmal aufgedröselt. Die Prinzipien bleiben gleich und ich hab auch viele Bauteile wiederverwendet, ein bisschen was hat sich aber doch getan.

    [​IMG][​IMG]
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    Optisch ist vor allem der Korpus verschlankt worden. Anstelle eines Kastens mit Polystyrolplatte auf beiden Seiten, der fest mit 25mm Rohr verbunden ist, sind zwei übereinander verklebte Muffen getreten, die mit längs halbiertem 32mm Rohr eingerahmt sind.

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    Das bringt zwei Vorteile mit sich: Zum einen ist der Korpus hübsch rund, zum anderen lassen sich durch die einzelnen Elemente des Blasters durch die Muffen zusammenstecken, einzeln austauschen und exzessiv testen. Das Herausnehmen der Abzugseinheit zB ist so total easy - wenn man feststellt, das man irgendwie Mist gebaut hat, kann man sich auch unproblematisch ne neue Wäscheklammer und Rohrmaterial greifen und nochmal basteln.

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    Prinzipiell ließe sich der Blaster wohl auch so auseinandernehmbar beibehalten - das würde auch den Transport enorm vereinfachen (nicht nur, weil er kompakter wird, sondern auch, weil ne realistisch aussehende Pumpgun in Einzelteilen sicherlich leichter zu rechtfertigen ist als ne zusammengebaute, wenn man damit mal angehalten wird).

    Was auch zur möglichen Verschlankung beigetragen hat: Der Abzug sitzt nicht mehr außerhalb des Führungsrohr und greift von außen in den Plungerrod. Führungsrohr wie Plungerrod sind da, wo der Abzug sitzt, halbiert - der Nagel und die Wäscheklammer sind also annähernd 2cm tiefer eingelassen.


    Der Plungerrod ist jetzt einfach aus Kabelkanal - das reduziert das Gewicht enorm (was, vermute ich, das Hauptproblem beim Versuchsaufbau vor 2 Jahren war). Wichtig ist, dass der Plungerkopf vorne aufschlägt und nicht etwa die Schraube im Pumpgriff den Rod stoppt - das würde ihn vermutlich ziemlich fix zerstören. Die ansonsten stark belastete Stelle (der "Catch") ist nach wie vor aus entsprechend geschliffenem Alu, das in dem Rod sitzt.
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    Heute konnte ich schon ein paar Probeschüsse abgeben - geht ganz gut ab, ich freu mich schon auf die verklebte und damit dichte Version des RSCB. Hab aber mal Fotos von der Testversion gemacht, weil ohne den Fakelauf gut das Magazin und der eigentliche Lauf zu sehen sind - für nicht-RSCB-Kenner also gut nachvollziehbar.
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2017
  15. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    So, es geht ein bißchen weiter... ich hab heute einen Auszieher aus Messing gebastelt.

    auszieher.png

    Da ist das kleine Teil zu sehen. Das ist ein 0.8mm Messingstreifen, der am Ende rechtwinklig abgeknickt ist. Auf das abgeknickte Ende hab ich ein kleineres Stückchen Messing derselben Stärke aufgelötet (mit'm stinknormalen Lötkolben), und das ganze dann zuerst an die Rundung der Hülse angepaßt und später noch die Rundung abgeschrägt, damit die "Klinke" auch über den Hülsenboden rutschen kann.
    Die Lötnaht kann man übrigens links sehen, wenn man auf die Schräge blickt.

    auszieher_comic.png

    Dieser kleine Comic in 5 Bildern veranschaulicht vielleicht, wie das geht:
    1) zuerst schiebt der Verschluß die Hülse in den Lauf, noch ohne einzurasten
    2) dann ist die Hülse ganz im Lauf und schlägt vorne im Patronenlager an
    3) jetzt springt der Auszieher über
    4) nach dem Abschießen hängt die Hülse jetzt am Auszieher und kann eben rausgezogen werden...
    5) ...bis sie ganz draußen ist und nach unten abkippen kann.

    Auf den Bildern ist die Messingfeder erst provisorisch befestigt, mit einer Wicklung Tesafilm. Erstaunt mich selber, wie gut das schon mal hält. :D
    Der Hülsenboden rastet übrigens besser in den Auszieher ein, wenn er seltbst auch eine abgeschrägte Kante hat. Ich hab das mal mit meinen Dekopatronen verglichen, da ist das (natürlich!) auch so.

    Schönen Feierabend allen, ~Diane.


    PS. @Schmoller: ja, das hab ich auch schon gedacht. Ich mach eh fast alles, da soll es nicht an einem doofen Kolben scheitern... :aargh:
     
  16. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Grob vorschleifen, und dann Anprobe:

    griffe_roh4.png
     
  17. ImMortis

    ImMortis Erfahrener Benutzer

  18. Jetzt anmelden Die Community freut sich auf dich! Exklusive Features und Content warten.

  19. So hier also mein Erstlingswerk in Sachen Anleitung.
    *Ich hatte heute Nacht von Tante Edit ne Erscheinung im Traum, die mich anschrie, ich solle doch bitte an die armen Mobilfunknutzen denken! Habe also alle Bilder durch kleinere Versionen ersetzt. Die großen Originale findet ihr in einem Extra-Albumsordner*
    Wie heute Nachmittag schon in "Das-bastel-ich-gerade" gepostet, bastel ich gerade an sowas rum:

    Der fertige Tank mit 16 Kabelkanal-Muffe und 20er Ring.jpg

    Der Tank hat ca. 70ml Volumen, hat eine Nennweite von 13mm und besteht mit kleinen Ausnahmen (die Festo Steckverschraubung und ein HDPE 6mm Pneumatikschlauch von Conrad) aus Baumarkmaterialien. Er ist schon mit 2 bar betrieben NICHT LARP-save und schiesst mit 90cm Lauf Elitedarts durch Karton. Der Tank selber ist konstruktionsbedingt nicht zu 100% dicht, ich wollte ihn aber auch zu jeder Zeit demontieren können und habe die Stopfen daher nicht verklebt.
    Zielsetzung war ein selbstgebauter Drucklufttank. Gute Blastertanks mit erschwinglichem Preis- / Leistungsverhältnis sind momentan leider hierzulande Mangelware.
    Das Funktionsprinzip ist hierbei nichts Neues. Eine Feder drückt den Dichtungsstopfen in den laufseitigen Auslass. Der Stopfen kann von außen wiederum gezogen werden, wodurch der Schuss ausgelöst wird.

    Wie immer - lasst den gesunden Menschenverstand walten - ihr seid für Euch und Eure unmittelbare Umgebung verantwortlich und ich hafte für keine Schäden usw... *insert Spinnenzitat über Macht und Verantwortung hier*

    Zur Anleitung:

    benötigtes Material aus dem Baumarkt:
    4mm Alu Rundstab
    Alu Rohr mit 1mm Wandstärke in den Durchmessern
    8
    10
    12
    15mm; aus letzterem habe ich auch meinen Lauf gefertigt, ist hier in Berlin leider nur noch bei Hornbach zu kriegen, alle anderen Baumärkte führen nur 16mm ​
    40mm HT Überschiebmuffe + 2 entsprechende Stopfen
    Unterlegscheiben:
    5,3 x 20
    6,3 x 25
    8,4 ​
    Gewindestange M5
    M5 Muttern
    Druckfeder, die einen Innendurchmeser von etwas über 8mm hat z.B. die 11,5 von Combitech, die meistens bei den Alfer-Profilen mit einsortiert sind.
    O-Ringe 8 x 2,5mm (gibts als 4er oder 5er Packung in der meisten Sanitärabteilungen im Baumarkt; ich hab hier 4 verbaut - mir aber mittlerweile ne 50er Packung über Ebay geordert wegen besserem Preis-/Leistungsverhältnis)
    Hahnscheibe mit Loch Durchmesser 28mm 4mm stark
    Hahnscheibe.jpg
    Sperrholzplatte mit 12mm - guckt was die Restekiste im Baumarkt abwirft ihr braucht nicht viel - kann auch stärker ausfallen, reduziert dann aber euer Tankvolumen (Ich hatte hier noch ne 30 x 30cm Platte und die reicht für die nächsten 3 Iterationen...)
    6er Dübel

    Anderes Material:
    Festo Steckverschaubung QS-1/4-6I
    6mm HD-PE Pneumatikschlauch z.B. von Conrad (ein entsprechender Aquaristikschlauch geht hier nicht - ihr seht später warum)
    Fahradschlauchrest

    Benötigtes Werkzeug:
    Bohrmaschine / Akkuschrauber
    Holzbohrer 5,6,8,10mm
    Lochkreisbohrer mit dem 40er Ring
    Kreislochbohrer mit 40er Kranz.jpg
    Forsterbohrer 15 und 20mm
    Rohrschneider
    Hammer
    Säge für Holz
    Säge für Metall
    Feile
    Schlüsselfeile
    2K Epoxykleber
    Sekundenkleber
    Amazing Goop
    Verstand und Fantasie

    Der Tank in seine Einzelteile zerlegt

    Tank in seinen Einzelteilen.jpg


    Den Kern bildet eine 40mm HT Überschiebmuffe mit beidseitigen Stopfen.

    Überschiebmuffe:

    Mittig in die Überschiebmuffe habe ich ein 12er Loch gebohrt, in das ich dann mit ein bißchen Nachbearbeitung per Feile und einer Flamme die Steckverschraubung eingedreht habe. Das ganze wurde außen nochmals mit Sekundenkleber abgedichtet - ich war leider zu ungeduldig, darum hats bei mir "geblüht".

    HT Muffe -Seitenansicht.jpg

    Der Laufseitige Stopfen:

    Laufseitiger Stopfen - Außenansicht.jpg Laufseitiger Stopfen - Innenansicht.jpg
    Schneidet ein 5cm langes Stück vom 15mm Rohr und entgratet es. Schleift auf der Tankseite die Innenseite leicht trichterförmig, damit der Stopfen sich nicht verhakt.
    Als nächstes fertigen wir eine Einlage / Verstärkung für den Stopfen, sie wird zudem die Fixierung des eben geschnittenen Rohrstücks verbessern. Bohrt mit mindestens 25 mm Randabstand ein ca 5mm tiefes Loch mit dem 15mm Forsterbohrer in das Sperrholz. Anschließend nehmt den Lochkreisbohrer, nutzt die Zentrierungsvertiefung des Forsterbohrers und bohrt ein 40mm durchmessendes Loch ins Holz. Legt euch ein Stück Restholz unter und bohrt von beiden Seiten, dann sind die Kanten hübsch und reißen nicht aus. Entfernt vorsichtig das ausgesägte Holzstück aus dem Zwischenraum im Lochkreisbohrer - das ist die Einlage. Glättet mit einer Feile auf der Außenseite die Sägeriefen und bringt auf der Seite, die noch keine 15mm Bohrung hat eine Phase an. Zu diesem Zeitpunkt bietet es sich an, aus dem Fahrradschlauch eine dünne Flächendichtung zu schneiden. Im Moment reicht ein Kreis, das Bohrungsloch schneiden wir später aus, wenn wir diese Dichtung einkleben. Presst die Einlage zum Testen in den HT-Stopfen. Bohrt jetzt das 15mm Loch fertig - nehmt den HT-Stopfen gleich mit. Macht eine Testfit mit dem 15er Rohr, um zu wissen ob ihr evt minimal nacharbeiten müsst.
    Wenn ihr die Einlage ohne Probleme entnehmen könnt, macht das - das macht das Aufkleben der Fahrradschlauchdichtung einfacher. Ich hab das mit Sekundenkleber gemacht. Schneidet mit einem scharfen und spitzen Messer die Bohrungskanten nutzend das 15mm Loch frei. Seid hierbei möglichst sorgfältig damit im Zusammenspiel mit dem 15er Rohr sich der Schlauch nicht aufwirft. Klebt jetzt die Einlage in den Stopfen ein, je nach Stopfen müsst ihr mehr oder weniger Kleber verwenden. Benutzt das 15er Rohr damit eure Bohrungen fluchten, was sich bei dieser Vorgehensweise und Reihenfolge eigentlich auch mit handgeführten Geräten ergeben sollte. Die Innenkante wird anschließend wieder mit Sekundenkleber versiegelt. Zur Befestigung des 15er Rohres habe ich 2k Epoxykleber benutzt. Sowohl Sekundenkleber als auch Goop haben sich als nicht torsionsfest ergeben. Damit ich dem Kleber zusätzlich mehr Ankerfläche bieten kann, hab ich mit einer Schlüsselfeile Rillen in die 15er Bohrung gefeilt, die man auch noch auf dem Foto erkennen kann. Klebt das Rohr von außen nach innen ein, auf diese Weise bleibt der Kleber nur außen. Ich habe Uhu Endfest genommen und dem ganzen 24h Ruhe eingeräumt.

    Der Andere Stopfen:

    Der Andere Stopfen - Außenansicht.jpg Der Andere Stopfen - Innenansicht.jpg

    Auch hier brauchen wir eine Einlage / Verstärkung. Hier mußte ich ein wenig improviseren, da meine erste Konstruktion nicht so gedichtet hab wie gehofft.
    Diese Einlage hat folgende Aufgaben:
    Sie soll sowohl den Dichtungsstengel führen, das geschieht über ein eingeklebtes 10er Rohrstück
    als auch nach außen abdichten, dies sollte über einen O-Ring geschehen, der in einer ca. 2 mm tiefen 13er Bohrung in der Einlage zwischen dieser und dem HT-Stopfen liegt.​
    Letzteres hat wohl aufgrund der Bohrungsaußentoleranzen nicht funktioniert, so dass ich es im nächsten Versuch mit dem 15er Forsterbohrer und einem 2mm langem 15er Rohrabschnitt testen würde. Das würde die Improvisationslösung einsparen - aber auch diese hat ihren Charm.
    Vorgehensweise:
    Zunächst machen wir wieder unsere 15er Forsterbohrung, ca. 2mm tief mit 25mm Randabstand ins Sperrholz. Dann wiederholen wir den Einlagen-Erschaffungsprozess mit dem Kreislochbohrer. Dieses Mal bohren wir aber die Führungsbohrung zunächst auf durchgängige 8mm auf. Wir glätten auch hier wieder die Einlage und drücken sie - nicht zu fest - schon mal in den Stopfen, um, die gerade entstandene Bohrung als Führung nutzend, auch dem Stopfen eine 8er Bohrung zu verschaffen. Jetzt muss die Einlage wieder raus! Daraufhin bohren wir auf der Gegenseite zur 15mm Vertiefung auf 10mm auf. Diese wird das 10er Führungsrohr beherrbergen. Um dieses aber fluchtend einzukleben (hier hab ich nur Goop verwendet) brauchen wir noch den Dichtungsstengel. Wir versehen also unsere 15er Bohrung mit dem, in ein 2mm Abschnitt eines 15er Rohres eingebetteten, O-Ring und kleben die Einlage schon mal in den Stopfen!

    Der Dichtungsstengel:

    Dichtungsstengel 1.jpg Dichtungsstengel 2 - Nahaufnahme.jpg Dichtungsstengel 3 - Ansicht von Vorne.jpg

    In Ermangelung einer Drehbank mußte ich mir was einfallen lassen, da ich auf jeden Fall mit den O-Ringen im Rohr dichten wollte.
    Die Idee zur Lösung kam mir im Baumarkt, als ich die Rohre in der Hand hatte und mit ihnen testete, ob sie teleskopierbar sind. Dies trifft ab dem 8mm Rohr zu. Leider ist das 6mm Rohr für unser Anliegen nicht geeignet, da hier das "Kernloch" nicht mittig sondern versetzt liegt; als Ersatz hierfür dient der starre 6mm HDPE Pneumatikschlauch von Conrad.
    Wenn man nun kleinere Rohrabschnitte der verschiedenen Rohrdurchmesser z.B. à 5mm Länge nimmt und diese in einandergesteckt mit einander verklebt, kann man relativ unkompliziert einen für den O-Ring benötigten Einstich erzeugen. (In dieser und der ersten Version des Stengels habe ich nur das 10er Rohr für den Aufbau benutzt, da ich zunächst nur die Positionierung des O-Rings erreichen wollte und ich zusätzlich noch die Scheibendichtung vorgesehen hatte. Durch ein anderes Projekt - dazu später mehr - weiß ich aber mittlerweile, dass man die Dichtheit durch einen 12er Rohrabschnitt soweit verbessern kann, dass man u.U. ganz auf die Scheibe als Dichtung verzichten kann und dieser nur noch Stopperfunktion zukommt.)

    Hier meine Vorgehensweise:

    Ich habe mir zunächst 2 5mm lange Rohrstückchen vom 10er Rohr geschnitten und diese entgratet. Dann habe ich beide zusammen mit einem O-Ring auf das 8er Rohr geschoben und diese Länge mit einem Stift markiert, abgeschnitten und auch dieses entgratet. Die 10er Ringe habe ich dann, ohne den O-Ring, mittels Sekundenkleber mit dem 8er Rohr verklebt. Tragt eine kleine umlaufende Spur Kleber um das 8er Rohr auf, schiebt dann drehend den 10er Ring auf und stellt es auf die Außenkante zum Abbinden. Wiederholt es von der anderen Seite, wenn der Kleber angezogen ist. Durch das Drehen verteilt ihr den Kleber gleichmäßig im Luftspalt und über die volle Fläche bzw. Länge des Ringes. Fügt einen spaltbreiten Streifen E-Tape in 2 Lagen zum Unterfüttern des O-Rings hinzu und der erste Teil ist geschafft.
    Jetzt verklebt man die Hahnscheibe mit der 25er Unterlegscheibe, auch hierfür habe ich Sekundenkleber benutzt. Ich habe mir dann einen 5er Bohrer genommen und die 5mm Lochung in der Hahnscheibe ein wenig aufgeweitet, wenn ihr einen 5,5 mm durchmessenden Bohrer habt um so besser, aber das 4mm Gummi sollte sich beim Zusammensetzen nicht großartig verwerfen. zu guter Letzt fehlt noch der eigentliche Stengel: ein Stück 8er Rohr 12cm lang. Verbunden werden alle drei Teile mit eimem 4-5cm langem Stück des 6mm HDPE Schlauches, in den ich einen 4cm langen Stift aus dem 4er Rundmaterial eingehämmert habe. Damit das einfacher funktioniert, habe den Stift in die Bohrmaschine eingespannt und ihm mit der Feile eine leichte Fase verbraten. Hält super - braucht keinen Kleber - und ist dicht. Zudem bleibt das 8er Rohr hohl und somit leicht und stabil. Jetzt kann man das Ganze wiederum in die Bohrmaschine klemmen und an der vorderen Kante eine Fase anbringen.
    Damit man den Stengel auch vernünftig ziehen kann, habe ich das offene Ende mit einem 0815 6er Dübel versehen. Ist alles zusammengebaut, befestigt man mit einer Schraube eine Unterlegscheibe im Dübel und kann bequem per Hebelabzug (lever-trigger) betätigen. Jetzt noch den O-Ring aufgezogen und der Dichtungsstengel ist fertig!


    Da wir jetzt mit dem Dichtungsstengel fertig sind - können wir das 10er Führungsrohr in den Anderen Stopfen eingoopen/kleben. Hierzu ist aber noch etwas Vorarbeit nötig . Zunächst habe ich die Auflagerfläche für die Feder mit einem 1cm langen 12er Rohrstück in gerade beschriebener Vorgehensweise vergrößert.
    Zur Erinnerung - das sieht dann ungefähr so aus:

    Der Andere Stopfen - Innenansicht.jpg

    Also Goop unten ums Rohr, in die Einlage einstecken, Dichtungsstengel mit aufgefädelter Feder rein und beide Stopfen in die Überschiebmuffe. Sollten sich die Stopfen wieder rausschieben wollen, sichert das Ganze mit ein / zwei kleinen Schraubzwingen und lasst es über Nacht - besser ca 24h aushärten.
    Nach dieser Zeit nehmt ihr alles auseinander und versiegelt im Anderen Stopfen den Übergang zwischen Einlage und Stopfenwand wieder mit Sekundenkleber. Ist dieser ausgehärtet, könnt ihr unter zur Hilfenahme der Schraubzwingen einen ersten Funktionstest durchführen und euch eures Ergebnisses erfreuen!

    In meinem Fall musste ich nachbessern - leider. Mein Tank verlor über die Führung im Anderen Stopfen Luft. Schuld wurde dem O-Ring zugesprochen, der zwischen Stopfen und Einlage liegt.
    Abhilfe verschaffte mir Folgendes:

    Die Impovisationslösung - Dichtungshütchen Außenansicht.jpg Die Improvisationslösung - Innenansicht 1.jpg Die Improvisationslösung - Innenansicht 2.jpg Die Impovisationslösung - Sitz des Dichtungshütchens.jpg

    Ein 1,5cm langes Stück 15er Rohr kriegt ne 8er Unterlegscheibe aufgeklebt und 2 O-Ringe eingelegt - doppelt hält besser. Wobei die Unterlegscheibe gleichzeitig als Gegenlager der Feder dient. Durch den Federdruck dichtet das Ganze hervorragend und die O-Ringe können sogar ausgetauscht werden!


    Zeit uns von den Schraubzwingen zu trennen!

    Also vorne ein Brettchen mit 20er Loch - hinten ein Brettchen mit 20er Loch - mit Gewindestangen (M5) verbunden und Abstandshülsen (8er Rohr) dazwischen damit man nicht zu doll anziehen kann. Entweder 3 oder 4 Stangen. In diesem Fall hab ich 3 genommen, im nächsten probier ich 4 aus. Ich denke die 4er Variante läßt sich leichter in einen Blaster integrieren, weil dadurch die Konstruktion insgesamt (also im Blaster) flacher gestaltet kann.
    Ich habe mir ein Blatt Papier und einen Zirkel genommen und so ein dreiseitiges Dreieck um den Durchmesser der Überschiebmuffe (waren bei mir 56mm - Kreisdurchmesser der Bohrungen also 64mm) konstruiert. Um jede Bohrung hab ich einen Kreis mit D=20mm gelegt, das entspricht dem Durchmesser meiner angedachten Unterlegscheiben. Das ganze wird nun ein zweites Mal gemacht, aus dem Papier ausgeschnitten, auf das Sperrholz geklebt, gebohrt und ausgesägt. Im Anschluß wurden die Kanten in Form gefeilt.
    Jetzt brauchen wir nur noch unsere Abstandshalter aus 8er Rohr und die Gewindestangen ablängen. Die Abstandshalter empfehle ich an die jeweilige Muffen-Stopfen-Kombo anzupassen je nach Firma fallen die minimal anders aus. Bei mir waren die Abstandshalter 10,9cm lang und die Gewindestangen 10.9cm + 2*1,2cm + 2*M5 Mutterhöhe + 2*Unterlegscheibendicke + Puffer = 15cm. Die Gewindestangen werden mit der Metallsäge oder einem Dremel eingekürzt und mit einer Feile entgratet und angefast damit die Muttern wieder sauber aufgedreht werden können.

    Verpasst jetzt den Dichtflächen und O-Ringen ein Portion Silikonschmiere, steckt alles zusammen und verschraubt es!

    TADA - wir sind Fertig!:huar:

    Sollte es noch Frage oder Anregungen - sowohl inhaltlich als auch formell - geben, laßt es mit wissen!

    Habt ihr einen solchen Tank gebaut, zeigt ihn mir bitte und laßt mich an euren Erfahrungen damit teilhaben!

    Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß damit

    ImMortis
     

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    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2015
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  20. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Achja, alle zwei Jahre gibts ein Update. Und alle zwei Jahre schmeiß ich das alte Konzept um.

    Ist uhrzeitbedingt mehr so n Teaserpost, ich hoffe, dass ich morgen zu mehr komme. 2-3 Worte zur Einführung: Ich hab 3d Druck früher immer n bisschen skeptisch gegenübergestanden. Irgendwie fand ich das spannend, irgendwie hat sich auch was in mir gesträubt - zumindest, was das Nerfhobby angeht. Irgendwie hatte ich Sorge, dass die Individualität der Mods kaputt geht, wenn sich jeder dasselbe Modkit druckt.
    Ich denk inzwischen, dass das Quatsch ist (hätte man mich damals zur Vernunft aufgefordert, hätt ichs wohl auch da schon eingesehen, aber denken und fühlen sind ja unterschiedliche Sachen - irgendwie sträubte sich da was). Zwar seh ich mit dem Wiedereintritt ins Hobby tatsächlich nen ganzen Haufen Blaster, die sich durch Nutzung desselben Kits ähneln, aber das ist halt völlig okay - insbesondere wenn das Kit geil ist. Außerdem sehe ich, dass doch immer noch viel nach eigener Präferenz angepasst und eben gemoddet wird, was auch meinen Bedarf nach individuellen Mods mit kleinem persönlichen Touch deckt. Und die selbstgestalteten Blaster aus den diversen Nerfcommunities beeindrucken mich schon enorm (bin ja doch auch heiß auf Springthunder und Caliburn)... Schönes Hobby!

    Lange Rede, kurzer Sinn: Hab mich am Montag mal an Tinker CAD gesetzt, festgestellt, dass das ja ähnlich cool ist wie früher mit Legos bauen und ca 7 Stunden Zeit daran akkumuliert. Herausgekommen ist das hier:

    Receiver, Catch, Trigger, Triggerguard.png Receiver, Catch, Trigger, Triggerguard (1).png Receiver, Catch, Trigger, Triggerguard (2).png

    (Teile ich natürlich auch gern, wenn jemand Interesse hat. Würd nur gern erstmal gucken, ob der Catch funktioniert und so. Teilen: Noch was tolles am 3d Druck.)

    Danach war die nächste Hürde erstmal, dass ich nen Termin finden musste, an dem ich den Druck im Drucker meines Bruders anschmeißen kann (der seit jeher begeistert vom Thema war). Nachdem wir die Kleinteile gestern gemacht hatten kam heute (bzw Samstag - ist ja schon spät) dann der Receiver dran. Was soll ich sagen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Sieht schonmal ganz geil aus, passt nach minimaler Nachbearbeitung auch alles schon ganz gut zusammen. Ich werd ne neue Schulterstütze gestalten müssen, die aus der heckenschütze-Werkstatt wirkt jetzt deutlich zu groß - das Ding ist jetzt doch ausgesprochen schlank geworden. Naja, seht selbst:

    k-P1060058.JPG k-P1060059.JPG k-P1060060.JPG

    Ich hab mir inzwischen auch überlegt, dass ich den Plunger nochmal so umgestalte, dass ich ne Magnus Feder, die hier so rumfliegt, nutzen kann (des Pumpwegs halber). Das sieht dann zwar n bisschen weniger schnieke aus (weil der halt recht lang ist - denke ich kann so 12cm Plungertube nutzen), aber inzwischen hätte ich doch gern ein bisschen Leistung hinter dem Ding. Ist schließlich das dreieinhalbste Redesign.

    Ähm ja. Gute Nacht!
    León
     
  21. Dominik

    Dominik Erfahrener Benutzer

    Um die Pango sicher im Rohr montieren sowie die Startröhre und die Pumpe fest verkleben zu können habe ich einen Rahmen gebaut.
    An den drei Längsträgern wird das Außenrohr mit jeweils sieben Schrauben M2 verschraubt, dadurch kann der gesamte Einbau vollständig aus dem Rohr ausgebaut werden.
    04.png

    Zwischen der Pumpe und der Pango habe ich eine zwei Millimeter starke Kunststoffplatte eingeklebt, mit der die Löcher um das Rückschlagventil herum abgedichtet werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass kein Kleber in das Ventil gerät, sonst ist die Pango nicht mehr zu retten.
    Die Pumpe habe ich zusätzlich großzügig mit dem Rahmen verklebt.

    Dabei muss man darauf achten, das die beidseitigen Entlüftungslöcher am Auslöseventil nicht verschlossen werden, im Bild der weiße Punkt oberhalb des Längsträgers.
    07.png


    Das originale Sicherheitsventil der Pango besteht aus einer Berstscheibe aus Kunststoff unter der roten Kappe, geht das Teil kaputt ist die Pango nicht mehr zu gebrauchen.
    Als zusätzliche Maßnahme habe ich in den Stutzen des Sicherheitsventils ein Gewinde M5 eingeschnitten und einen Schnellsteckanschluss für einen 4mm Druckluftschlauch eingeschraubt. Daran habe ich dann ein kleines Manometer und ein einstellbares Sicherheitsventil angeschlossen.
    06.png

    Dadurch kann der Drucktank nicht stärker als bis zum eingestellten Druck aufgepumpt werden, durch das Manometer müssen nun auch nicht mehr die Pumphübe gezählt werden.
    Das Manometer ist beim Blick auf den Pumpengriff ablesbar, zusammen mit einer Tabelle, die ich auf dem Außenrohr anbringen werde, kann man so die Reichweite bei einem bestimmten Winkel grob einstellen.


    Damit die Pango von einer bequemen Stelle aus bedient werden kann, habe ich über der gesamten Länge des Außenrohres eine trapezförmige Verkleidung aus Holz angeklebt, wobei sie sich an der Stelle, an der später in Schussposition auf der Schulter die Abzugshand liegt auf einen Kasten vergrößert.
    In diesem Kasten ist dann der Auslöser untergebracht, verdeckt von einer roten Schalterabdeckung.

    Zum Schutz des ganzen habe ich noch achteckige Polster ausgeschnitten, die jeweils um die Enden des Rohres geklebt werden.

    Hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack für die zukünftigen Ziele, ein Blick auf das falsche Ende:
    08.png


    Auf der Vorder- und Rückseite werde ich noch Deckel mit Magneten befestigen, wobei ich am überlegen bin, ob ich den vorderen Deckel nicht aus mehreren Teilen baue und diese am Außenrohr befestige, sodass der Deckel von Geschoss durchstoßen wird.

    Was noch zu bauen wäre ist das Auslösegestänge, die Deckel für die Verkleidung und die Enddeckel.
     
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  22. Dominik

    Dominik Erfahrener Benutzer

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  24. Es begab sich also zu der Zeit In den zwei Wochen vor Weihnachten war es bei uns in der Firma sehr ruhig was die Arbeit anging, also habe ich (gelernter Elektriker) mich ein bisschen in mechanischer Bearbeitung geübt und mich an die Drehmaschine gestellt.
    Ich war schon eine ganze Weile auf der Suche nach Patronenhülsen die sich auf Nerf umbauen lassen, Anfang Dezember hatte ich mir auf einer Waffenbörse zwei neue Patronenhülsen in 12,7 x 99 mm gekauft, das Stück für 4,50€!
    Die Hülsen sind auf ganzer Länge leicht kegelig, was das Ausziehen erleichtert, aber einen Eigenbau des Patronenlagers erschwert.

    Ich hatte in der Schrottkiste ein Alurohr gefunden, dass bei 25mm Außendurchmesser ziemlich genau um den Boden der Hülse herum passte, dazu habe ich mir noch ein Lager für die Hülsenschulter gedreht.
    Da Lager ist innen kegelig, dadurch wird die Hülse an der Schulter zentriert:
    SSG_01.png
    Alurohr, Lager für Hülsenschulter, Verschlusskopf (mehr dazu später) und die zwei Hülsen

    SSG_02.png
    Teile des Patronenlagers verklebt und die Hülse bis zum Anschlag eingeschoben


    Normale Darts passen ohne Nacharbeiten in die Hülse, aber sie werden nur im zylindrischen Hülsenhals geführt. Allerdings wollte ich die Darts auf voller Länge geführt haben, also muss ein Lauf in die Hülse eingezogen werden. Da die Hülsen aus Messing sind, bietet es sich an, ein Messingrohr einzulöten, ich habe dafür KS141 gewählt.

    Die Hülse hat am Patronenboden genug Material um das Rohr aufzunehmen, daher habe ich auf beiden Seiten ein Loch mit 14,3mm gebohrt, dem von mir errechneten Außendurchmesser von 141er Rohr:
    SSG_03.png
    Ich schätze 142er hätte schon nicht mehr gepasst, oder in der Auszieherrille wäre zu wenig Material übrig geblieben.


    Geplant war von Anfang an ein Präzisionsgewehr mit Zylinderverschluss ohne Magazin und Auswerfer, so können die verschossenen Hülsen schonend von Hand entnommen werden. Der Verschluss sollte dabei in Bullpup-Bauweise im Hinterschaft liegen.

    Als nächstes musste dann der Verschluss vervollständigt werden damit ich sehen konnte, wie viel Platz ich im Schaft benötigen würde.
    Als Energiequelle wollte ich Flüssiggas verwenden, ein Plunger oder Drucklufttank würde zuviel Platz benötigen. In den 1970er Jahren wäre mir wohl ein FCKW empfohlen worden, leicht unter druck zu verflüssigen, ungiftig und nicht brennbar. Wie wir heute wissen aber sehr ungesund für die Ozonschicht, also musste etwas anderes her.

    Feuerzeuggas bietet sich von den Eigenschaften auch an, ist aber brennbar. Da ich nicht rauche kann ich das verwenden und muss nur sicherstellen, dass sich keine explosive Gaskonzentration bilden kann. Es wurde schon mehrfach in Modellubooten zum ausblasen der Tauchtanks verwendet und mir ist noch keine Explosion zu Ohren gekommen.
    Das ist aber trotzdem nichts mit dem man gedankenlos spielen sollte.


    Das Treibgas wird direkt seitlich durch den Verschlusskopf in die Hülse geleitet, eine Schlauchverbindung von hinten durch den Verschluss hätte zu viel Totraum bedeutet:
    SSG_04.png
    Der Verschlusskopf um 180° gedreht, durch das Loch rechts wird das Gas eingeleitet.

    Der hintere Teil der Verschlusshülse besteht aus einem weiteren Stück Rohr, aus dem ich vorne ein 240°-Segment ausgeschnitten hatte. Beide Teile sind auf einem Aluwinkel mit UHU Endfest miteinander verklebt. Bei 180 Grad im Backofen ist die Klebung innerhalb von zehn Minuten ausgehärtet.

    SSG_05.png
    Verschluss voll geöffnet

    Der Aluwinkel steht auf der Spitze, mit zwei Dreikantleisten war die Systembettung schnell gebaut. Im hinteren Teil des Rohres habe ich dann die Verriegelungskulisse eingefeilt in die der Kammerstengel eingreift. Der Verschluss hat einen Öffnungswinkel von ca. sechzig Grad:
    SSG_06.png
    Verschluss verriegelt


    Der Schaft war ursprünglich für einen anderen Blaster gebaut, daher war ich im Platzangebot etwas eingeschränkt. Die folgenden vier Bilder zeigen den Bauablauf:
    SSG_07.png
    Ansicht im Querschnitt mit Hilfsstützen

    SSG_08.png
    Vor dem Laminieren

    SSG_09.png
    Nach dem Laminieren

    SSG_10.png
    Der Schaft von innen


    Mit dem fertigen Verschluss konnte ich nun den Platzbedarf und die Position im Schaft ermitteln:
    SSG_11.png
    Der Schaft wird für den Gastank hinten noch um ca. 10cm verlängert, der Verschluss wird hinten noch durch den Rohrausschnitt gestützt werden


    Um Lecks zu vermeiden werden die meisten Bauteile des Gassystems aus Kupferrohr aus dem Sanitärbedarf gelötet, im Bild ist der Gastank zu sehen:
    SSG_12.png


    Der Verschluss ist fertig:
    SSG_13.png
    Die Einzelteile
    SSG_13.png
    Zusammengebaut

    Am meisten Stolz bin ich auf die Auszieherkralle, bis auf das Loch ist alles Handarbeit mit Feile und Säge.

    Und ich habe jetzt die meisten Kaufteile für das Drucksystem zusammen:
    SSG_15.png
    Auf dem Bild sind 65 Euro abgebildet.


    Der Blasttank

    Die Einzelteile:
    SSG_16.png
    Oben das Druckrohr mit der eingangsseitigen Endkappe mit 6mm-Loch bereits angelötet.
    Unten der Druckanschluss der Eingangsseite, das Innenrohr aus 6mm Messing mit Ventilführung aus 7mm Messing, der Ventilstößel und die ausgangsseitige Endkappe bereits mit angelötetem Schlauchnippel.

    Das Ventil im Detail:
    SSG_17.png
    Der Ventilstößel wird im 7mm Messingrohr geführt und muss leichtgängig gleiten können. Die drei Kunststoffplatten zentrieren das Messinrohr im Tank, bevor es auf der Eingangsseite verlötet wird. Rund um den Ventilstößel sind vier Bohrungen gesetzt, dadurch kann das Treibgas in den Tank strömen aber gleichzeitig bieten sie hoffentlich genug Widerstand um den Stößel beim Auslösen nach hinten zu saugen. Vorne auf dem Stößel ist eine 2mm starke Gummiplatte aufgeklebt.

    Die Eingangsseite des Tanks:
    SSG_18.png
    Das Innenrohr wird weit genug zurück gezogen, damit die Löcher im Ventilstößel vom Messingrohr verdeckt werden wenn er in hinterer Position ist.

    Innenrohr ist bündig abgesägt und der Schlauchnippel angelötet:
    SSG_19.png

    Und so sieht es innen vom Auslass her aus:
    SSG_20.png

    Das Anlöten der anderen Endkappe ist dann schnell gemacht, man muss nur aufpassen, dass der Ventilstößel in der hinteren Stellung ist, ansonsten kann das Gummi angeschmolzen werden.

    Fertig sieht es dann so aus:
    [ SSG_21.png
    Wo der Ausgang ist kann man jetzt nur feststellen, indem man mit einem Draht durch die Anschlussnippel stochert.


    Das "Heizrohr" hatte ich schon länger fertig, dafür habe ich ein 15mm-Kupferrohr mit Endkappen verlötet und es danach mit einem Schraubstock und Passstiften in eine Wellenform gebogen.
    Meine Überlegung ist, dass dadurch zum Einen das Volumen verringert wird und zusätzlich erfolgt dann die Durchströmung turbulent, wodurch eine bessere Wärmeübertragung erfolgt. Außerdem erhoffe ich mir, dass durch die starke Querschnittsvergrößerung am Eingang dort erst die größte Abkühlung erfolgt und nicht schon im Ventil.
    SSG_22.png
    SSG_23.png

    Demnächst kommt mehr.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2018
  25. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Wollte ich euch nicht vorenthalten:

    ptrd-total1.png

    Das ist der erste Zusammenbau der Hauptbaugruppen überhaupt. So wie sie da am Schrank steht, ist sie etwa 5cm länger als ich groß bin.
    Der Kleber an der "Hauptkupplung" ist erst drei Stunden alt, deshalb habe ich mich noch nicht getraut, sie auf die Schulterstütze zu stellen, und darum steht sie mit der Mündung nach unten. Ich war einfach zu neugierig wie sie aussieht (und ich denke, ihr auch?!?).
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2017
  26. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Meine Damen und Herren - ich bin begeistert. Wollte hier eigentlich nicht ständig mit Kleinkrams-Updates kommen, aber die Begeisterung muss raus!

    Nachdem die Leistung zuerst mal so lala war (n bisschen unter RFT Niveau - mit Chronobarrel gemessen und dann wegen Kurzdarts durch 2,88 geteilt kamen immer so 75-80 fps raus) hab ich angefangen, mir das schön zu reden. "Ist ja nur ne stock Nerffeder, die könnte halt n siebenjähriger problemlos spannen." "Okay, aber dafür haste 19 Darts Kapazität." "Naja, Schrotflinte ist ja eher so CQB."
    Ist nicht mehr nötig. Ich hab festgestellt, dass das T-Stück zuvor mal von mir mit nem Dremel bearbeitet wurde und wahrscheinlich geleckt hat - mindestens konnte man da aber die Rohre zu weit reinschieben, sodass die auch den Luftweg vom Plunger arg beengt haben. T-Stück ausgetauscht und die Leistung war schon besser. Da war ich dann grad bei nem Lauf mit 11,5cm angekommen. Dann hab ich überlegt, obs sich lohnt, nochmal nen langen zu machen...

    Bin grad bei 17cm und hab die 100fps als Mittelwert geknackt (105,25fps mit Ausreißern Richtung 120 fps!), Mit stock Nerffeder! Und 19 Darts Kapazität! Bei ner Pumpgun!

    Komm ausm Grinsen nicht raus. Ich teste noch weiter mit den Lauflängen rum!
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2019
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  27. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Heute und gestern hab ich Holzteile gemacht (die Entstehung des schönen Pumpgriffs, der bisher zu sehen war, ist ja schon durch den heckenschützen und mich dokumentiert worden. Der war aber nur exemplarisch aufgesteckt, da die andere Federwahl ne etwas andere Positionierung der Stange zum Spannen des Plungerrods erfordert).
    k-P1060068.JPG k-P1060072.JPG k-P1060073.JPG k-P1060077.JPG k-P1060078.JPG k-P1060081.JPG k-P1060082.JPG k-P1060083.JPG k-P1060086.JPG k-P1060087.JPG
    Es folgt eine Anleitung für schmutzig-billige Holzpfuscherei: Für alle, die Ahnung von Holzbearbeitung haben: Damit seid ihr weiter als ich, es besteht keine Lesenotwendigkeit :D Für alle anderen ist das vor allem als "nur Mut!"-Zuruf gemeint. Ich hatte früher nen heiden-Respekt, wenns um "echtes Holz" ging - einfach weil immer "aber das hab ich doch gar nicht studiert!" durch meinen Kopf ging. Einfach mal ausprobieren lohnt - es ist weder teuer noch beißt es.

    Ich könnte vermutlich auch auf Unterstützung durch den heckenschützen spekulieren, aber durch meinen Kopf spukt auch ein "obs wohl auch mit weniger know-how und equipment geht?"? Nachdem mein Bandschleifer ja gestern in Flammen aufgegangen ist, wars der optimale Moment, ums grad mal wieder mit mäßig ausgestatteter Werkstatt zu versuchen :D Hinzu kam, dass der heckenschütze damals ja ne etwas improvisierte Möglichkeit gefunden hatte, um die 25mm Bohrung im Pumpgriff anzulegen: Da er keinen ultralangen Forstnerbohrer hatte und sich so ne lange und vor allem gerade Bohrung auch nicht zugetraut hat, hat er die Griffe in vier Teile zerlegt, die Bohrungen gesetzt, sie auf nem Stück 25er Rohr aufgereiht und dort verleimt. Brilliant, sieht auch erstaunlich gut aus, aber hinterlässt halt doch drei Narben.

    Da ich weder kurze noch lange Holzbohrer in der Stärke hatte, hab ich neulich mal gegoogelt. Siehe da, nen 23cm langen 26mm Schlagenbohrer gibts für knapp 7€. Wie lange es dauert, bis der bricht oder stumpf wird, sei mal dahingestellt - wenn ich damit 3 Pumpgriffe zaubern kann hats sich völlig gelohnt.

    Hab mir dazu schnödes 6x6cm Kantholz (Fichte) ausm Baumarkt geholt - ich glaub, 2m haben da auch ca 2€ gekostet. Die Menge ist auch n bisschen der Clou - ich trau mir nämlich auch keine so schön gerade (bzw. mittige) Bohrung zu, schon gar nicht frei Hand (da ich kein Stativ für die Bohrmaschine habe). Hat auch nicht geklappt, aber weil die 6x6cm ja überdimensioniert sind, musste es auch nur mittig genug sein. Anschließend kann man ja mit nem Fuchsschwanz die Mitte versetzen :D Die zweite Bohrung erschien mir für die angestrebte Form akzeptabel. Die erste ist auf dem Foto unten zu sehen und war auch nur geringfügig schlechter (vielleicht 2-3mm zusätzlicher Versatz). Mit anderen Worten: Das geht durchaus! k-P1060089.JPG k-P1060090.JPG k-P1060091.JPG
    (Man muss natürlich dazu sagen, dass der heckenschütze viel edleres und härteres Holz (ich glaub Ulme?) verarbeitet hat.)

    Jetzt hat man einen viereckigen Klotz mit nem schiefen Loch drin. Wie gesagt - mithilfe eines Fuchsschwanzes (oder sonst irgendeiner geeigneten Säge) kann man das Loch mehr in die Mitte rücken. Einfach frei Hand schräge Kanten anzeichnen und aussägen. Genauso würde ich noch im 45° Winkel die unteren Ecken absägen. Der Rest ist dann geduldige Schleifarbeit. Ich hab mir ne Verlängerungsschnur zum Balkon gelegt und ne halbe Stunde den Dremel bemüht, was viel Arbeit erspart. Danach dann erst Schleifklotz und schließlich einfach Schleifpapier. Wie man vielleicht sieht, bin ich noch nicht fertig - vorm Beizen kommt noch einiges an Feinschliff. Aber ich finde, das Ding kann sich schon sehen lassen!
    In diesem Sinne: Für mehr Echtholz!

    LG
    León

    Achso, ich hab mir außerdem noch Gedanken zur Namensgebung gemacht. Das ging ungefähr so: "Irgendwie will ich was klangvolleres als 'heckenhamster RSCB Pumpgun' und gleichzeitig den heckenschützen ehren... Was heißt n heckenschütze auf englisch? ... 'sniper' - achso. Ist jetzt mäßig passend bei ner abgesägten Schrotflinte. Irgendwas mit 'Hecke'? Das wäre 'hedge', richtig? Da gabs doch was mit George R. R. Martin. Hm. Gibts "hedge knights" eigentlich wirklich? Muss ich mal googlen. Ah - jau, 'fahrender Ritter' - weil die halt unter Hecken schlafen und so. Der Begriff wurde von Herrn Martin nur wieder popularisiert. In schön hieße es 'knight errant'..."

    Die abgesägte Variante hier wird also hedge knight heißen. Wenns mal ne edlere Version mit schicker Schulterstütze geben sollte, darf die sich dann knight errant nennen. =)
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2019
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  28. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Frauen am Rand des Nervenzusammenbruches.... ich hab tatsächlich in einem Anfall von Wahnsinn so zwischen einem Drittel und einem Viertel des Außenrohres in Späne zerfeilt. :aaaagh:
    Wie jahrelange Bastelerfahrung von Polsterschwertern für's LARP mich gelehrt hat, macht man sowas am besten in mehreren Schritten. Zuerst ein Vierkant, damit man in zwei Richtungen zumindest schon mal die Silouette kontrollieren kann. Dann ein Achteck draus machen, indem man sich an den vier Flächen orientiert. Am Schluß die acht Grate wegfeilen, sofern man nicht Winchester-Fan ist, und das Resultat ist schon fast rund.

    lauf4a.png lauf4b.png lauf4c.png

    Die Verschraubung zwischen beiden Rohrteilen ist noch nicht so ganz, wie ich sie haben will und erfordert noch Nacharbeit, damit der Lauf nicht hängt. Insgesamt ist das Gesamtwerk jetzt auf ungefähr 1.5m angewachsen:

    lauf_gesamt.png
    (Übrigens sind in der realen Welt weder unser Parkett noch der Blaster hyperbolisch verkrümmt).

    So. Jetz'n Bier. :)
    ~Diane.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Oktober 2016
  29. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Zwei Meter Vierzig...

    eli-stehend_final.png

    Komisches Gefühl, fertig zu sein...
     
  30. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Na also, geht doch...

    ptrd-total3.png ptrd-total4.png
     
  31. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Ja, mache ich heute auch :D

    Ging natürlich nicht ohne am Dartdings noch etwas zu feilen... und dann war das erste Mal Scope anbauen angesagt. Dachte gleich, ich kann euch nicht ohne Bild davon lassen.

    dragunov_svd_nerf.png
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Januar 2019
  32. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Vorab Video (noch absolutes WIP) in von mir gewohnt schlechter Qualität. Bislang wurde nichts verklebt, nur gesteckt und teilweise geschraubt - es sind also noch alle Baugruppen voneinander trennbar.



    Dass die Teile bislang auseinanderschraubbar sind find ich übrigens ziemlich cool. Ich plane, den fertigen Blaster so auftrennbar zu gestalten, dass ich ihn durch das Lösen zweier Schrauben in Schulterstütze+Korpus sowie Lauf+Plunger+Pumpgriff auftrennen kann. Damit wären beide Teile etwa 50cm lang, was ihn sehr handlich für den Transport machen würde (und mir nen Grund geben würde, nen Alukoffer mit Schaumstoffinlay... Ihr wisst schon...).

    Jedenfalls: Der Blaster hat ne Kapazität von 17 kurzen Darts und schießt in der Tat ganz ordentlich. Braucht noch n bisschen Feineinstellung und ich sollte mal den Lauf sowie das Magazin im T-Stück verkleben. Das war der dritte Versuch, ein Video zu machen, bei dem ich nicht nach 10 Darts oder so wieder irgendein Teil in irgendein anderes schieben musste :D

    Liebe Grüße
    León

    Edit: Ahja, beim ersten Schuss handelt es sich schon um ne unfreiwillige Schrotladung mit 2 Darts und mäßiger Reichweite. Darum drück ich insgesamt nur 16mal ab. Wie gesagt - muss noch ein bisschen ausfeilen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2017
  33. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Noch 'ne Kleinigkeit.... Schrauben markieren.

    Ich bevorzuge für Gerätschaften "zum Mitnehmen" den Zusammenbau ohne Werkzeug, deshalb sind die Sicherungsschrauben alle Rändelschrauben. Jede davon hat natürlich ihren Platz, deshalb hab ich auf die Innenseite des Rändelknopfes und neben das passende Loch am Blaster kleine Zahlen graviert.

    schrauben.png
     
  34. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Beim Testschießen mit der ganzen PTRD ist mir aufgefallen, daß ich oben gar kein Bild gepostet habe, wie sie mit allem dran aussieht.
    Egro hab ich eins bei der Gelegenheit gemacht:

    ptrd-total5.png
     
  35. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Die Kimme für die "Originalversion" ist auch schon mal soweit... stinkt noch und liegt deshalb gerade draußen.

    kimme.png

    Die ist im Original eigentlich zum Umklappen für zwei verschiedene Entfernungen. Aber da Visiere bei NERF-Blastern eh nur Dekoration sind, habe ich hier nur eine feste Kimme gebastelt. Solch Kleinkram läßt sich prima aus Schnittresten von den größeren Teilen machen.

    Das 2. Loch in der Muffe, das hierbei unbenutzt bleibt, wird in dieser Konfiguration einfach mit einer kurzen Schraube verschlossen. (So herrenlose Gewindelöcher sehen immer etwas doof aus.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2017
  36. Void

    Void Erfahrener Benutzer

    Updaaatee!

    20190817_223302.jpg 20190817_223326.jpg
    Meine Kettchen
    20190817_223401.jpg 20190817_223409.jpg
    Die Referenz-Kettchen
    20190817_223536.jpg 20190817_223602.jpg
    Kleine Ansicht von der Funktion
    20190817_223551.jpg
    Und ein Print fehler den ich noch nie so gesehen hab.

    In a nutshell:
    Funktioniert mechanisch, hab es trocken ausprobiert (Ohne Batterie oder Motor)
    Trotzdem is ne Menge noch verbesserungsbedürftig, was ok ist.
    Bin dennoch froh dass das wichtigste genau so funktioniert wie es soll.

    Zuletzt möchte ich noch meinem treuen Helfer danken, Kaffee du tolle Droge.

    Paar Gedanken für Interessierte:
    -Testen hat ergeben dass die kurzen, aber kosteneffektiven Ketten doof sind. Sie müssen den kompletten Dart umfassen sonst passieren blöde Dinge mit dartköpfen .. oder keine Ahnung ausprobieren.
     
    medusa, Dominik, Genaro1998 und 11 anderen gefällt das.
  37. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Und während in einer ansonsten Stillen Nacht der Deckel weiter aushärtet, hab ich als Zwischenmahlzeit die Magazine in Angriff genommen.

    magazin.png dragunov_WIP3_total.png


    Basis sind Worker-Kurzdart Magazine mit einer Kapazität von 12 Darts. Weil die zu lang sind, mußte ich sie um ein Drittel kürzen (ergo: es bleibt ein 8er Mag).
    Das Bild zeigt die Hälften eines Mags neben dem zweiten, das noch original ist. Ich hab das Mag einfach passend durchgesägt und dann die Hälften mit Hilfe von zwei PVC-Klebelaschen wieder zusammengepappt. Da die Drag in Bezug auf das Gehäuse mit der Breech deutlich kleiner als die meisten anderen Blaster ist, hab ich von dem glatten Bereich, der in das Magwell eingeführt wird, sehr viel weniger stehen gelassen. Der Schlitz für den Maglock wird aber NERF-kompatibel sein, so daß Standard-Mags noch in meinen Blaster passen. In andere Blaster gehen meine Mags dann leider nicht rein.
    Das rechte Bild zeigt eins der fertigen Mags eingesteckt. Fängt doch langsam an, vertraut auszusehen. ;)