Die Mega Tri-Break oder "Yay, eine Schrotflinte, die keine ist!"

Dieses Thema im Forum "Testberichte" wurde erstellt von DerLuchs, 3. Juni 2018.

  1. DerLuchs

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  3. Hallo zusammen, damals, als die Tri-Break gerade ganz neu warist mir durch einen glücklichen Zufall eine neue und originalverpackte über EBay zum halben Preis der UVP zugelaufen. Hauptgrund des Kaufs war der Smart-AR, aber auch der Blaster an sich, da ich ja bis heute bevorzugt auf Mega schieße, wenn ich was entsprechendes bekommen kann.

    Die Nerf-Mega-Tri-Break verspricht ein preiswerter Mega-Blaster mit drei Schuss Kapazität zu sein. Sie wäre damit unterhalb der Magnus zu sehen, die ebenfalls mit drei Schuss aufwartet, diese aber über eine Breech abfeuert, während die Tri-Break eher eine halbe Dual-Strike (eben ohne die Elite-Hälfte) darstellt.
    Der Blaster ist bereits beim Auspacken "bulky" er ist wirklich groß für das, was in ihm steckt, denn das Klapp-Cover, das man hier fast als Cover-Up für die Läufe bezeichnen möchte ist selbst noch einmal so groß wie der Rest des Blasters.
    Er kommt mit drei Mega-Darts und Anleitung, mehr ist nicht dabei und mehr sollte man meinen, braucht es auch nicht, um mit dem Blaster Spaß zu haben, doch dazu später mehr.

    Bedienung:
    Die Tri-Break ist recht einfach in der Bedienung, wenn es um das Schießen geht, zieht man einfach an der im Griff befindlichen Spannstange und drückt ab. Der Smart-AR reagiert ganz wie man es von Hasbro gewohnt ist und erkennt auch, wenn man nur den mittleren oder unteren Lauf geladen hat.
    Das Laden jedoch gestaltet sich ein wenig hakelig oder zumindest nervig, denn eigentlich ist die Blende, die man herunterklappen kann ein einziger großer Kunststoffklotz am Bein, man braucht sie nicht. Egal, ob man die Klappe aufmacht oder nicht, das Laden gestaltet sich ungefähr gleich, lediglich für Kinder wird dieses bei offener Front leichter. Zumindest bei der europäischen Version merkt man zudem deutlich die schwache Feder beim Spannen.

    Verarbeitung:
    Warum die Verarbeitung erst als zweiter Punkt? Weil ich den geneigten Leser nicht gleich von Beginn an abschrecken wollte. Die Verarbeitung kommt zwar stabil, beinahe robust daher, jedoch täuscht dieser Schein geschickt über einige deutliche Mängel am Design hinweg. Folgende Dinge sind dabei aufgefallen:
    - Der Abzug und der Auslöser für den Klappmechanismus liegen beieinander, so dass der Klappmechanismus leicht versehentlich ausgelöst werden kann
    - Der Klappmechanismus kann ganz ohne den Auslöser betätigt werden, wenn man den Blaster mit etwas Schwung nach unten reißt und dann abrupt stoppt.
    - Wie bei anderen Blastern auch ist teils viel Totraum im Gehäuse vorhanden, der Kunststoff für die Klappe hätte gar ganz eingespart werden können, wenn man eine schlankere aber dafür nicht zu öffnende Plattierung um die Läufe gelegt hätte.
    - Für kleine Spielereien mit Anbauteilen gibt es sogar auf der Frontklappe eine kurze Nerf-Rail, diese hätte man jedoch vielleicht auch auf den hinteren (festen) Teil ausdehnen sollen, da man sonst manches Anbauteil gern abschleudert, wenn man den Blaster aufklappt.

    Leistung:
    Hier kommt der zweite fiese Schlag ins Gesicht der Liebhaber von Mega-Darts, seit der Centurion hat es keinen so schlechten Blaster für die großen roten Darts mit orangener Spitze mehr gegeben. Die Centurion, die mit unglaublichen 3,5 Kilo Äquivalent aufwartet und dabei noch einen langen Lauf überwinden muss, schießt diesmal endlich weiter. Die Tri-Break schaffte es bei meinen Versuchen zum Teil nicht einmal, in gerader Bahn bis zum anderen Ende meiner Wohnung (sieben bis acht Meter Distanz) zu schießen, wobei nicht das Whistlen der Darts die Ursache war, sondern simple Schwerkraft. Eine Magnus, die ja der direkte Konkurrent mit besserer Technologie wäre oder noch vergleichbarer eine Dual-Strike, die annähernd exakt die gleiche Technologie mit zusätzlichem Totraum für den Luftkanal und das Ventil bietet, beide kommen bereits Stock auf mehr Leistung, die Magnus auf immerhin etwa 13 bis 17 Meter und die Dualstrike an guten Tagen sogar ein Stück weiter.

    Einsatz in Wars/LARP:

    Sicher lässt sich der Blaster bei beidem Verwenden, jedoch ist er als Sidearm schlicht zu groß für zu wenig Schuss, da er an eine Magnus heranreicht aber aufgrund des Aufbaus, der mich ehrlich gesagt an diverse Plattfische und Schollen erinnert, nicht für ein normalses Holster geeignet ist und in der Tiefe sogar die Dual-Strike überbietet, die ja durch Triad über SmartAR-Aufbau einfach nicht schmal sein kann. Einzig positiv, man kann den Blaster wie eine Handtasche mit Lauf nach oben tragen, da sowohl oberhalb als auch unterhalb der Läufe vorn zwei Bandolier-Attachments vorhanden sind, die jedoch so dick sind, dass viele normale Waffelgurte und kleinere Karabinerhaken schlicht nicht passen werden. Dennoch wäre es gewiss ein verstörendes aber lustiges Bild, wenn jemand von unten in den Griff greifen will, der auf Höhe seiner Hände liegt aber neunzig Grad verdreht.


    Tuning:
    Wenn ich mal wirklich zu viel Geld übrig habe, denke ich vielleicht darüber nach, Potential ist gewiss vorhanden, da die verbaute Feder sich mit wirklich wenig Anstrengung spannen lässt. Das wichtigste Tuning wäre jedoch, einfach die Frontklappe zu entfernen, da der Blaster dadurch viel Gewicht und vor allem Größe verliert.

    Fazit:
    Ein Blaster, der Seinesgleichen sucht, doch ausnahmsweise mal nicht positiv. Für Kinderhände bald zu groß, ist er am ehesten für diese geeignet, wenn man die verbaute Feder betrachtet. Für effektive Verwendung zu klobig, dabei hätte man hier viel am Formfaktor machen können, um die Tri-Break wirklich formschön und schlank zu designen, unabhängig vom verbauten 3-Schuss-Smart-AR. Der aktuelle Aufbau bietet Platz genug, um auch die 6-Schuss des Mega-Thunderbow unterzubringen, der ja auch für seine "platzsparende" Bauweise bekannt war. Grundsätzlich würde ich jedenfalls keine 20 Euro für diesen Blaster ausgeben, bei der Hälfte kann man aber zugreifen, wenn man den Smart-AR für Experimente oder Umbauten haben möchte.

    Auch hier folgen noch ein paar Bilder, sobald ich Zeit und Gelegenheit habe.
     

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