Experiment: Munition für die Strongarm

Dieses Thema im Forum "Strongarm" wurde erstellt von bloerrk, 17. Juni 2013.

  1. bloerrk

    bloerrk Neuer Benutzer

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  3. Ahoi miteinander,

    ich hab mich zwar schon im Willkommens-Thread vorgestellt, aber das ist schon ne ganze Weile her. Drum jetzt nochmal die Kurzfassung: Mein Name ist Andreas, ich komme aus der Gegend um Bamberg und bin 25. Wer weiteres wissen will, soll sich ruhig trauen und fragen :p

    Anyway, ich habe heute ein kleines Experiment mit meiner Strongarm gestartet:
    Kurz nachdem ich sie geschenkt bekommen habe, habe ich aus der Trommel die Dartposts entfernt. So weit so gut, haben bestimmt schon mehr leute gemacht. Dass man den Leistungszuwachs dabei schon deutlich merkt, muss ich wohl nicht nochmal erwähnen.
    ansonsten habe ich die Waffe selbst nicht gemoddet. Es ist also keine neue Feder drin und der AR ist ebenfalls noch vorhanden.

    Nun aber zum eigentlichen Experiment:
    Als ich mir die Elite-Darts heute nochmal angeschaut habe, ist mir die Idee gekommen, diese noch weiter zu verkürzen, um so das Aussehen von Patronen besser imitieren zu können. Also gesagt, getan und einen Dart probehalber um etwa die Hälfte gekürzt. Der Leistungszuwachs dabei war beeindruckend! Gefühlte 30 % stärker :D
    Ja, mir ist klar, dass ich das vielleicht noch in einer Halle testen sollte, aber egal ;)
    Kurzerhand habe ich dann die restlichen 5 Darts der Strongarm auch noch halbiert.

    Als ich mir dann die Überreste der Darts, also die kleinen Schaumstoffrohre angeschaut habe, waren sie mir dann doch zu schade zum Wegwerfen und ich habe sie auhc noch als Munition verwurstet: Einfach eine kappe aus Pattafix obendraufgesetzt und fertig ist der Lack. Und mit diesen Selfmade-Darts schießt sie noch weiter...

    Bei Gelegenheit werde ich noch ausgiebige Tests in einer Halle durchführen. Generell kann ich aber sagen, dass man sich so locker die Munition für seine Strongarm verdoppeln kann ;)
    Der einzige Nachteil ist, dass man die Darts jetzt mit einem Stift o.ä. in die Trommel stopfen muss. Aber für dieses Plus an Leistung gehe ich das gerne ein.

    Was haltet ihr von dieser Idee?

    Gruß
    Andreas
     
  4. Grobi

    Grobi Benutzer

    Ist ja wie zu Zeiten des 30-Jährigen Krieges, die Munition muss mit sem Ladestock bis ganz inten gestosen werden....

    Wie weich ist das Patafix denn?
     
  5. bloerrk

    bloerrk Neuer Benutzer

    Hmm... einen Ladestock könnte ich mir wirklich noch dranzimmern... :D

    Das Patafix ist sogar noch etwas weicher als die Kappen auf den Originaldarts.
     
  6. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

    Also Munition zu modifizieren ist so eine Sache.
    Solang man sie nur kürzt ist das alles kein Problem - die Dinger werden leichter und es kann nicht mehr passieren als mit originalen Darts.
    Aber Spitzen aus Pattafix.... Hmmmm, nein!

    Wir hatten hier schon so einige Diskussionen über modifizierte Darts. Solange deine Mitspieler bescheid wissen und damit einverstanden sind, das Du die Teile benutzt ist das alles kein Thema.
    Aber viele hier kommen aus der LARP-Szene und da wird sowas sehr kritisch gesehen. Was dieses Jahr auf der Zombie Apokalypse schon wieder für gruselige Dartmodifikationen herausgefischt wurden geht auf keine Kuhhaut. Selbst manche unmodifizierten Darts sind von Fabrik aus derart unsicher, das man die eigentlich nicht im LARP (schon gar nicht im Zombie-LARP mit dem Kopf als Haupttrefferzone) verwenden sollte.
    Von Gaffatape-Wicklungen (mehr Gewicht = stabilere Flugbahn = mehr Aua) über Angelblei im Dartkopf bis zu "(Un)safety"-darts mit Drahtinnenleben war alles dabei.

    Deswegen sehe ich Dartmods etwas kritisch.
     
  7. bloerrk

    bloerrk Neuer Benutzer

    Dafuq?! Gaffa-Wicklung? Anglerblei? Draht? Was sind das bitte für kranke Leute!

    Ich meine, ich komme selbst aus der Larp-Szene, weswegen ich alles auch in Selbstversuchen ausprobiere. Darum versuche ich auch, es so weit es geht im Rahmen des gesunden Menschenverstands zu halten. Aber ich verstehe schon, dass Dartmods eine mehr als heikle Sache sind.
     
  8. hoellenhamster

    hoellenhamster Auf Blasted zuhause

    Den Sicherheitshinweis hat Nachtmahr ja grad schon geliefert, ich spare mir das also mal.

    Ich finde deine Ergebnisse aber auch nicht so richtig glaubwürdig - Elitedarts einfach zu kürzen und dadurch die Reichweite zu erhöhen (geschweige denn um 30%) scheint mir sehr unwahrscheinlich. Tatsächlich sind die Eigenbaudarts aus USA und Singapur deutlich kürzer als Nerfdarts, da sie so mehr Reichweite und höhere Präzision erzielen. Dafür muss aber das Gewicht der Spitze auch auf die Länge des Darts (oder andersrum) angepasst werden.
    Ich will dir jetzt nicht unterstellen, dass du lügst - mich würde einfach ein echter Test interessieren. Vielleicht besorgst du dir noch ein paar Elitedarts und verschießt mal die und beide modifzierten Varianten aus deiner Strongarm (wenn du dir selbst nicht über den Weg traust, kannst du sie auch gemischt in die Trommel einlegen - so setzt du nicht unterbewusst einen höheren Winkel für deine modifizierten Darts an). Um die Ergebnisse zu vergleichen bräuchtest du ja nichtmal ein Maßband, sondern müsstest nur gucken, wo die unterschiedlichen Darts gruppiert sind.

    Bei dem Siegel der Strongarm könntest du wahrscheinlich auch ziemlich einfach Rear-Loading umsetzen - einfach die Löcher hinten in der Trommel vorsichtig so erweitern, dass du die Darts von hinten einschieben kannst. Musst aber aufpassen, dass die Löcher nicht größer werden als das Schaumstoff/Moosgummisiegel auf dem Plunger. So kannst du dir deinen Ladestock sparen ;-)

    Liebe Grüße
    León
     
  9. bloerrk

    bloerrk Neuer Benutzer

    Ich hatte ja schon geschrieben, dass die Ergebnisse rein subjektiv sind ;)
    Nur mal interessehalber: Wie müsste denn dann das "perfekte" Verhältnis zwischen Gewicht der Kappe und Länge des Darts aussehen?

    Der Test kommt demnächst noch, keine Angst. Wenn ich es schaffe, wird das schon an diesem Wochenende geschehen.

    Ursprünglich hatte ich bei der Strongarm auch das Rearloading angepeilt, ich habe aber die Befürchtung, dass ich irgendwann zu viel herausschneide/-schleife... Darum also lieber Ladestock :D
     
  10. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

    Tja, das ist eine ziehmlich schwierige Frage und nicht so trivial zu beantworten....
    Das absolute Optimum für nicht drallstabilisierte Geschosse dürfte eine Kugelform sein :D

    Ansonsten:
    • So kurz wie möglich, da ein langer Schaft zwar eigentlich stabilisierend wirkt, sich diese Stabilisierung aber sofort in Flugbahnabweichungen auswirkt, wenn der Schaft nicht mehr seine Idealform hat (also mehr oder weniger gleich beim zweiten Schuss).
    • das Gewicht so weit nach vorne wie es geht - Wobei dem auch wieder durch die Sicherheit Grenzen gesetzt sind, man braucht schon ein vernünftiges Polster
    • Mehr Gewicht = bessere Flugbahn = weniger Reichweite = Mehr Aua

    Das ideale Gewicht für einen Dart ist von der Leistung des Blasters abhängig. Es gibt da keine generelle Formel, sondern man muss es (eigentlich) für jeden Blaster einzeln abstimmen.
    Vielleicht meldet sich unser Ballistikexperte Gandalf ja nochmal zu Wort.
     
  11. hoellenhamster

    hoellenhamster Auf Blasted zuhause

    Das hatte ich mitbekommen, darum sollte mein Beitrag ja auch kein "Bullshit!" sein, sondern die Bitte, das mal zu kontrollieren - nicht zuletzt, weil ich selber noch keine stark gekürzten Elitedarts in der Strongarm getestet habe.

    Nachtmahr hat ja schon die relevantesten Faktoren genannt. Ein paar praktische spielen für mich aber auch noch rein:

    - werden die Darts zu kurz, lassen sie sich nicht mehr fehlerfrei aus unmodifizierten Nerfmagazinen verschießen (darum haben die Amis "Stefan-Compatible Clips", die ich mir - wenn möglich - gern sparen würde), weil sie sich im Magazin verkanten und umdrehen können. Bei 4cm Schaumstoffkörper + Spitze machen zumindest die 6er Magazine bei mir keine Mucken (bin aber auch noch in der Testphase)
    - soweit ich das richtig verstehe, gilt in etwas das Gegenteil für selbstgebaute Hopper und Chopper Magazine: Je kürzer, desto sauberer sollte der Dart funktionieren
    - RSCB und Inline Magazine sollten mit allen Längen klarkommen, hier gilt aber: Je kürzer, desto mehr Darts passen rein

    Die Erfahrung, dass kurze Darts unter Umständen die Nutzung eines Ladestocks, eines Breeches oder Rear Loading erfordern, hast du ja schon gemacht. In Magazinblastern, bei denen AR und Dartpeg nicht entfernt sind, können kürzere Darts eigentlich gar nicht funktionieren.

    Die in der Spitze benutzten Gewichte bewegen sich meinem bescheidenen Wissen in diesem Bereich nach übrigens so im Bereich zwischen 0,7 und 2,8g - 2,8g ist dabei schon richtig (!) heftig und mir nur im Zusammenhang mit verrückten australischen Titan-Experimenten bekannt.

    Liebe Grüße
    León
     
  12. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

    2,8 g?!? Das ist ja krank!

    Vielleicht noch eine kurze Zusammenfassung von Dartgewichten:
    • Nerf CS-Dart: ca. 1.4 g
    • Nerf Elite-Dart: ca. 1.0 g
    • Nerf Whistler-Dart: ca. 1.5 g
    • BuzzBee Saugnapfdart: ca. 2.2 g

    EDIT: Ja, bei den Gewichten handelt es sich um den vollständigen, unmodifizierten Dart.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2013
  13. hoellenhamster

    hoellenhamster Auf Blasted zuhause

    Pardon! Hab nochmal nachgeguckt, es sind "nur" 2,4g: CWC modified Titan - "Pegasus" - NerfHaven (Ich will mir trotzdem mal so eine Titan bauen - nicht um damit auf jemanden zu schießen, natürlich.)

    Anzumerken wäre bei deiner Stockdart Liste, dass es sich um Gewicht + Schaumstoff handelt (oder?). Keine Ahnung, wie viel der Dartkörper auf die Waage bringt (bestimmt nicht viel), aber ich glaub bei den meisten Gewichtsangaben bezieht man sich nur auf die Spitze.
     
  14. Der Al

    Der Al Blasted Kenner

    Ich ergänze mal meine bescheidenen Erfahrungen mit dem Thema:

    Ich hab mit halbierten Streamlinern experiemtiert. Mir gings nicht um mehr Reichweite, sondern in erster Linie um Genauigkeit. Rein subjektiv war die zwar besser aber auch nicht so besonders. Dazu kommt noch die schlechte Kompatiblität zu Clipblastern.
    Ergebnis: der Aufwand lohnt nicht.

    Dann hab ich beim letzten Blasterwar aus Jux und Dollerei eine abgerissene AZ Dartspitze (also nur den Gummipröppel) in meine NF gesteckt. Reichweite top, Genauigkeit auch. Ich kann also auf jeden Fall die "So kurz wie möglich"-Aussage bestätigen. Zu Testswecken hab ich das auch mal mit nem Schnipsel Elite-Dart (also Spitze mit ein bisschen Restschaumstoff) gestestet. Ging ähnlich gut, nur nicht ganz so weit, der AZ hat einfach mehr Reibung.
     
  15. shanks

    shanks Benutzer

    Ich wollte mal hören, ob es schon weitere Tests und Ergebnisse gibt zu der Leistung der gekürzten Darts.
     
  16. hoellenhamster

    hoellenhamster Auf Blasted zuhause

    Ich benutze inzwischen gekürzte Elitedarts in einigen Blastern (spezifisch in welchen mit Röhrenmagazin (RSCB oder InLine Clip), denn da gilt: Je kürzer der Dart, desto mehr Munition. Fliegen mindestens genauso gut wie reguläre Elites, meinem subjektiven Eindruck nach sogar ein bisschen besser.
    Gekürzte Streamlinedarts fliegen hingegen ziemlich schlecht (also wesentlich schlechter als reguläre Streamliner). Bei Darts mit dickem Kopf dürfte kürzen auch ne blöde Idee sein, weil du damit die genutzte Lauflänge reduzierst.

    Mein Eindruck: Bei Elitedarts kann man das gut machen. Wichtig ist natürlich, dass der Blaster die laden kann. Bei Frontladern oder Trommelblastern etc muss also der Dartpeg raus. Magazinfähige Blaster brauchen einen Brass Breech, um vernünftig zu funktionieren (weil der Dart Tooth den Dart nur so weit in den Lauf schieben kann, wie der Dart lang ist).
    Ich benutze 3cm lange Elitedarts. Gandalf hat kürzlich von 2,5cm Darts berichtet, die wohl auch gut gehen.

    LG
    León
     
  17. shanks

    shanks Benutzer

    Danke für die Info =)
    Ich kenne mich mit dem modden leider noch nicht so aus.
    Deshalb frag ich noch en bisschen nach.

    Bei mir gehts auch um eine Strongarm.

    Ist der Dartpeg nur diese Stange.
    WP_001441.jpg

    Oder muss auch hinten diese kleine Fläche raus, an denen die Stangen dran sind.
    WP_001440.jpg
    Würden die Darts dann nicht nach hinten raus fallen können?

    Hätte das auch Einfluss auf die Leistung der Nerf? Weil ich auch mit meinem Sohn damit spiele,
    hatte ich erstmal nicht vor groß etwas an der Leistung zu ändern.
     
  18. hoellenhamster

    hoellenhamster Auf Blasted zuhause

    Der Dartpeg ist nur die Stange. Die einfachste Methode zur Entfernung wärs allerding, die Platte hinten durchzuknipsen, an der die Stange hängt. Man kann die Trommel aber auch auseinanderschrauben, wenn du das vermeiden willst.

    An der Leistung wird das nicht groß was verändern. Die Darts werden auch nicht rausfallen, weil die Trommel dafür hinten zu eng ist (und auch sein muss, damit sich Druck hinterm Dart aufbaut).

    Problematisch an den kurzen Darts in der Strongarm ist, dass du wie bloerrk eine Ladestange bräuchtest, um sie nach hinten durchzuschieben. Ich hatte oben schon geschrieben, dass man eventuell Rear-Loading umsetzen könnte, was ein bisschen skeptisch beäugt wurde. Ich habs inzwischen an meiner Strongarm getestet und das Originalsiegel von Plunger zu Trommel ist ausreichend groß, um das problemlos umzusetzen. Dann kannst du die Darts auch von hinten einschieben und sparst dir ne Ladestange. Musst nur aufpassen, dass du nicht zu viel wegschleifst.

    Liebe Grüße
    León
     
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  19. Lord of Xenos

    Lord of Xenos Super-Moderator

    Bei mir funktioeniert Rear Loading auch ganz gut, bei normalen Darts ist das manchmal ein bisschen friemelig, wenn man aber "gute" Elites nimmt, bei denen kein Kleberkranz außen drauf ist geht das.

    Und es ist einfach zehnmal stylischer seinen Blaster von hinten zu laden!
     
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