Modding-Optisch HealterSkelters - Das Arsenal der Tage danach

Dieses Thema im Forum "Moddings: Galerie" wurde erstellt von HealterSkelter, 26. Oktober 2017.

  1. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

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  3. Hier trage ich meine Mods zusammen, die von der Spieleserie Fallout inspiriert sind. Kritik, Verbesserungsvorschläge und Austausch von Gedanken sind von mir ausdrücklich erwünscht und sind neben mehr Überschaubarkeit für mich, der Hauptgrund dieses Threads, da dies in der "Galerie optischer Moddings" nicht erwünscht ist.



    Hostess

    "Die von Future-Tec produzierte "Hostess", war dazu ausgelegt Bunkerbewohner vor Eindringlingen (und revoltierenden Mitbewohnern) zu schützen. Die ausklappbare Trommel, umfasst sechs Schuss Kaliber 10mm. Der Repetiermechanisus ist so federleicht, dass er von einem Kind, vor dem G.O.A.T., bedient werden könnte. Hochglanzpolierter Edelstahl und ein Griff aus Bruyere machen aus ihr einen echten Hingucker"

    - Dieses Exemplar muss irgendwie ins Ödland gelangt sein. Es hat starke Gebrauchsspuren, wurde aber gut gepflegt. Sein Besitzer Besitzer hat die "Hostess" so modifiziert, dass die Trommel entnehmbar ist und so im Gefecht, zum Laden, schnell getauscht werden kann.


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    Detailansicht Schriftzug und Schweißnaht

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    Detailansicht Holzgriff

    Die Strongarm war mein erster Blaster, läuft stabil und lässt sich schnell nachladen. Aber Sachen von der Stange sind einfach langweilig. Also habe ich die Mechanik so verändert, dass die Trommel mit zwei Anderen ausgetauscht werden kann. Die Plungerfeder wurde durch eine Stärkere ersetzt, der Catch hat eine zweite Feder. Alle beweglichen Teile wurden neu geschmiert. Die Spalten der Front wurde zugespachtelt, der Griff mit Green Stuff und Unispachtel neu geformt, zum Ende hin kam ich auf die Idee den oberen Teil der Griffschalen mit Fimo Air zu formen. Das Zeug gefällt mir echt gut! Die Schiene wurde entfernt und mit Polystyrolplatten neu gestaltet. Die rechte Seite wurde mit dem Plastik einer Weißkrautdose verkleidet und mit Green-Stuff-Schweißnähten verziert. Dort sollte ein "Nuka Cola"-Schriftzug auf rotem Grund prangen. Das Plastik ist leider so ein Mist, dass trotz ausgiebigem Schleifen und Kunststoffhaftgrund die Schablone den ganzen Lack heruntergerissen hat. Aus Wut habe ich den ganzen Teil gestern entfernt. Auf den Schlitten und auf die rechte Plakette unter der Trommel, habe ich geplottete Folien aufgebracht, die für einen 3D Effekt überlackiert wurden. Alle Bohrungen wurde auf 6mm vergrößert, sodass ich Edelstahl-Torxschrauben verwenden konnte, außerdem wurde zwei neue Bohrungen hinzugefügt, die leider etwas unzentriert sind. Alle Teile wurden mit Hitcolor Kunststoffhaftgrund grundiert und mit Hitcolor Chromesilber lackiert. Den Griff habe ich probiert nach @Ophiuchus Tutorial mit Maribu Acryllack zu malen. Das Silber wurde mit Schwarz trockengebürstet. Abschließend wurde mit Hitcolor Klarlack glänzend und matt drüber genebelt. Für den ersten Malversuch ganz ok, denke ich. Ausbaufähig auf jeden Fall.

    Edit: Fertig ist der Blaster noch nicht ganz. 140er Messing soll als Dartfit in jede Trommel und die Blende auf der rechten Seite soll aus Polystyrol neu gebaut werden.


    Slasher

    "Damit der Vault-Tec-Sicherheitsdienst die Bunkerbewohner gegen eindringende Feinde, insbesondere enorm mutierte Tiere und Plünderer mit starker Körperpanzerung, wehren kann, wurde die "Slasher" entwickelt. Der optischen Ähnlichkeit zur "Hostess" (Verwendung des gleichen Wurzelholzes für die Griffschalen), tritt das enorme Kaliber 12,7mm und ihre wechselmagazingestützte Schnellfeuerautomatik entgegen, die nach geschulten, kräftigen Schützen verlangen."

    - Dieses Paradebeispiel von Zuverlässigkeit wurde augenscheinlich viel benutzt. Der Zahn der Zeit hat, trotz sorgfältiger Pflege, an ihr genagt, auch scheint sie einen Querschläger abbekommen zu haben. Erstaunlich wie sicher sie noch immer feuert.

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    Positionierung des Notausschalter

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    Detailansicht Rost

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    Als keine-Ahnung-wievielter Blaster und zweite Hyperfire ist der Slasher erst mein zweiter fertiggestellte Blaster. Ich habe die gesamte Schulterstütze entfernt, ein neues Batteriefach sollte seinen Platz in dem ungenutzten Raum unter dem Lauf finden, dabei sollte die Shell dort nur leicht verändert werden, da mir der klotzige Look gefällt. Leider hatte ich einen Aussetzer und ich schnitt das Fach auf der linken Blasterseite und musste die gleiche Arbeit nochmal auf der anderen Seite durchführen. Dadurch verlor das Gehäuse extrem an Stabilität, sodass ich die Front unterhalb des Laufs größtenteils neu bauen musste. Es folgten kleinere Gehäusearbeiten, alles mit Hilfe von Polystyrolplatten, Heißkleber, Uni-Spachtelmasse und Glasfaserspachtelmasse.

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    WIP-Bild am Anfang der Spachtel- und Schleiforgie, Teile der Polystyrolplatten-Gehäuseergänzungen erkennbar

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    Komische Verkabelung und Gehäuseerweiterung aus Heißkleber, Polystyrol und Spachtelmasse

    Logos und Camouflage habe ich mehr oder weniger sorgfältig entfernt. Zum Schluß habe ich den gesamten Blaster abgeschliffen, nicht zu fein, da ich eine verlebte Optik erzielen wollte. Vor den Griff, am erweiterten Magazinschacht, setzte ich den Notausschalter ein, meiner Ansicht nach die perfekte Position an der HF. @Moggih plottete mir die Schriftzüge und das inoffizielle Future-Tec Logo, die ich auf den Blaster klebte, leider vergaß ich die Folie anzurauhen. Nach gründlicher Reinigung und Trocknung lackierte ich die HF mit Wickens Rallye Spray schwarz-matt. Durch großflächiges Trockenbürsten mit Maribu Metallic-Silber traten die, leicht erhabenen, Schriftzüge hervor. Die Holzoptik erreichte ich mit der, bei der Hostess, erwähnten Technik. Es folgten diverse Rosteffekte und Ölschmierer mit Maribu Decorlacken. Beim anschließenden Klarlackieren legte ich den Blaster leider auf die noch feuchte rechte Seite. Durch eine Mischung von feuchten, billigen Lack und nicht angerauten Schriftzügen klebte Slasher leider am Untergrund fest und beim Lösen riss ein großes Stück Lack vom Blaster ab, sodass die gelbe Folie wieder zu sehen war. Da ich nicht nochmal die gesamte Hälfte schleifen und neu lackieren wollte probierte ich einen Geschosskrater zu malen im diesen Fehler zu kaschieren. Nicht das was ich wollte, aber ok.
    Die Verkabelung wurde durch 0,75mm Litze ersetzt, sämtliche Locks und überflüssige elektronischen Bauteile wurden entfernt, die Schalter wurden durch Stärkere ersetzt. Die Flywheelmotoren sind 1033er Slotdevils und der Pusher hat, dank @Jack Diesel, eine Motorbremse erhalten.

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    Unten links: neues Batteriefach, neuverkabelt mit 0,75er Litze
    Magazinschacht rechts: Notausschalter
    Oranges Kabel am Pushermotor ist das Kabel für die Motorbremse


    Edit: Bilder für Slasher ersetzt und ergänzt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Dezember 2018
  4. Moggih

    Moggih Erfahrener Benutzer

    Du sagtest mir "Farbe egal" und ich war davon ausgegangen, dass Du mit der Folie schablonierst und sie anschließend wieder runterknibbelst (-> "Stencil"). Zum überlackieren ist die Folie ansich nicht gedacht - Da hast Du Glück, dass der Lack überhaupt darauf hält ;)

    Das nächste Mal können wir auch einfach mattschwarze Folie nehmen. Das erübrigt das Anrauen und macht mögliche Abplatzer weniger schlimm ...
     
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  5. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

    Ob der Lack hält hatte ich bei der Hostess ausprobiert, bei deinen Folien habe ich es leider vergessen. Ich hoffe einfach, dass sich jetzt nichts mehr löst. Für mich war das die einfachste und günstigste Lösung eines erhabenen Schriftzugs. Wenn sich bis zum nächsten Mal nichts gelöst hat, würde ich bei der Technik bleiben, da durch das Überlackieren ein kleiner Übergang ensteht, den ich nur beim Aufkleben nicht hätte.
     
  6. Moggih

    Moggih Erfahrener Benutzer

    Notfalls müsstest du ja noch die Negativ-Plots haben, mit denen du dann nochmal schablonierend arbeiten kannst ;)
     
  7. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

    Exakt! Ich über lege damit bei der Nächsten zuerst ne erhabene Schrift zu machen, die och dann noch farblich absetze.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2017
  8. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

    "Um ein schnelles und sicheres Vordringen der Vault-Tec-Sicherheitskräfte in den engen Gängen des Bunkers zu gewährleisten, entwickelte Future-Tec die Intruder. Die Intruder ist eine kurze vollautomatische Maschinenpistole Kaliber 10mm. Durch das von Werk montierte Reflexvisier und eine leistungsstarke Taschenlampe an der rechten Seite, bietet sie hohe Treffsicherheit auch in dunklen Gängen. Bis zum Ende des zweiten Quartals des Jahres 2078 sollen alle Vault-Tec-Sicherheitskräfte mit der Intruder ausgerüstet sein."

    - Nicht viele Intruder wurden jemals ausgeliefert, da sie erst Anfang September 2077 grünes Licht der Vault-Tec-Firmenleitung bekam. Umso erstaunlicher ist es, das dieses Exemplar, das bei einer Karawanenwache in Junkyard gefunden wurde, bis auf ein paar Kratzer und etwas Dreck, tadellos erhalten ist.

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    Detailansicht Gehäusedurchbruch für die Pushereinheit der RS, rechte Blasterseite

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    Detailansicht Notausschalter, linke Blasterseite

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    Detailansicht Verschmutzungen am Magazin

    Mir gefiel die Form der, vom Granatwerfer befreiten, Demolisher schon länger, also wartete ich auf Schnäppchen auf Kleinanzeigen und schlug zu. Der Plan war es ihr selber einen Frontgriff zu basteln, jedoch als der Granatwerfer ab war entschied ich mich dazu den Pumpgriff dafür zu nehmen. Die grobe Form des übriggeblieben Unterlaufberreichs sägte ich aus dem Pumpgriff aus und konnte sogar einen Schraubkanal erhalten. Nach mehrmaligen auseinander bauen und wieder zusammen schrauben um den richtigen Sitz des Griffs festzulegen, klebte ich diesen fest. Natürlich sitz er trotzdem leicht schief. Die groben Öffnungen die übrig blieben spachtelte ich mit Glasfaserspachtelmasse zu, für die Feinheiten nutzte ich Unispachtelmasse. Als ich damit fertig war hielt ich es für ne gute Idee einen Fullauto-Pusher zu verbauen. Einen Einbausatz zu kaufen war mir zu langweilig, also hielt ich Ausschau nach einer günstigen Hyperfire (alles vor dem Lack fand zeitlich vor der Slasher statt). Leider fand ich zeitnah nichts interessantes und irgendwie flog hier immer eine Rapidstrike-Pusher-Einheit rum. Mal grob so angehalten wie sie in der RS sitzt: zu breit. Um 90 Grad gedreht wird es zwar knapp, aber es könnte passen. Also habe ich auf beiden Seiten alle Innereien oberhalb des Griffs rausgedremelt und "Tadaaa!" es passt! ...natürlich nicht. Jetzt war zuviel weg um den normalen Pusher wieder einbauen zu können, allerdings hatte ich zuviel Arbeit in den Frontgriff gesteckt um das Projekt anbrechen zu können. Also durchbrach ich das Gehäuse oberhalb des Griffs, in dem Bereich in dem der untere Teil des Motors der Pushereinheit sitzt. Noch ein paar Teile des Pushergehäuses entfernt und schon passt alles, leider lassen sich die rechten Gehäusehälften nicht mehr trennen. Am Pusherkopf mussten auch ein paar Teile entfernt werden, damit er durchs Magazin passt. Nun mussten wieder Spachtelmasse und Schleifpapier rausgekramt werden. Yay. Für eine sichere Dartführung verklebte ich einen NapraDD (auch wenn mir nicht bewusst war, das es soetwas schon gibt) aus 20er Kabelkanal am Flywheelgehäuse. Ein Raiderstock sollte das Gegengewicht zum frontlastigen Blaster werden. Das Wappen verspachtelte ich von innen mit Glasfaserspachtelmasse und schliff es von außen plan. Dann hieß es wieder spachteln und schleifen. Yabba dabba doo. Alle Logos und das Camouflage wurde abgeschliffen, danach war der gesamte Blaster mit dem Schleifen dran, wieder nicht zu fein für die abgeranzte Optik.
    Nachdem die Folien für die Schriftzüge und die Logos von Moggih ankamen, reinigte ich den Blaster, klebte die Folien auf, schliff sie an und reinigte wieder. Alle Teile wurden mit mattschwarzem Acryllack gesprüht. Mit Maribu Decorlack Silber erzeugte ich leichte Kratzer, außer in den Bereichen der Griffe und der Schulterstütze, dort ging ich mit einem sehr dunklen Grau ran um die Optik von ausgeblichenem Plastik zu erzeugen. Mit einem hellbraunem Wash erzeugte ich die Schlammspuren durch Auftragen und wieder abwischen. Mit einer Zahnbürsten spritzte ich eine Braunmischung als Schlammspritzer auf. Es folgte glänzender und dann matter Klarlack.
    Nun ging es ans Neuverkabeln mit 0,75mm Litze, stärkere Schalter und Slotdevil 1033er Flywheelmotoren, der Pusher erhielt eine Motorbremse. Auf die Stecker um beide Gehäusehälften zu verbinden verzichtete ich, um eine potentielle Fehlerquelle auszuschließen. Der Nottausschalter fand seinen Platz in der Nähe des Batteriefachs in der linken Gehäusehälfte.


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    Am Schwungradgehäuse befindet sich meine Interpretation des NapraDD
    Die Rückseite der Jamdoor wurde entfernt um sie, trotz des Pushers, öffnen zu können
    Position der Pusherbox ist einigermaßen ersichtlich

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    Oberhalb der Schiene ist genug Platz für die Schwungradmotorkabel, da die rechte Gehäusehälfte nicht mehr getrennt werden kann, können die Kabel nicht mehr hinter der Abdeckung langeführt werden

    Ich habe mir vorgenommen beim nächsten Mal genug WIP-Bilder zu machen um euch mehr teilhaben zu lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Dezember 2018
    Nairolf, knöperich, Ophiuchus und 10 anderen gefällt das.
  9. SirScorp

    SirScorp Super-Moderator

    Sehr schönes Teil!
     
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  10. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

    Danke @SirScorp!

    Ich habe die Slasher nochmal stark überarbeitet, da sie beim trockenbürsten zuviel Silber abbekam und durch den Rost einen Rotstich bekam. Also habe ich die Holzteile abgeklebt und den Rest ordentlich angeschliffen. Mit Acryllack wurde der freiliegende Teil wieder geschwärzt. Der Bereich ums FT malte ich blau. Um diesen Bereich robuster zu machen nebelte ich Klarlack drüber. @Moggih hatte mir netterweise von sich aus Negative zu den von mir gewollten Folien geplottet. Diese nutzte ich jetzt als Schablonen und malte Schrift und Logo gelb. Dadurch wurde beides erhaben und farbig und setzt sich nun deutlich vom restlichen Blaster ab. Mit Schwarz probierte ich dezente Abnutzungsspuren zu erzeugen. Es folgte ein dezenteres Trockenbürsten mit Silber auf dem gesamten Blaster. Mit Klarlack glänzend und matt versiegelte ich den Blaster.

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    Beim nächsten Blaster möchte ich mal ein wenig mehr mit Farbe weiter experimentieren. Deshalb werde ich wohl mal wieder mein Stryfe-Gaussgewehr rauskramen und weiter bauen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2017
  11. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

    Gasher

    Es liegen keine Vorkriegsinformationen zu dieser Waffe vor.

    - Dieses Etwas wurde von einem Gammler in Novac erworben. Nach eigenen Angaben hat er es wohl aus einem defekten .32 Revolver und einer vergammelten Schrotflinte selber zusammengeschweißt. Der alte Gammler durchstöberte früher die Ruinen nach allerhand brauchbaren, eines Tages wurde er in einem Versorgungstunnel von einem Zomb... äh Ghoul überrascht. In dem beengten Raum konnte er sich nicht mit seinem Chinesischen Sturmgewehr verteidigen und setzte sich mit seinem Messer zu Wehr. Er konnte seine Haut retten, aber nicht ohne ein paar Bisswunden in ihr verzeichnen zu müssen. Als er sich wieder in seinen Hütte geschleppt hatte, schusterte er Frankensteins Schießeisen zusammen, damit es in solchen Fällen als letzte Lösung herhalten kann, wenn er es aus seinem Beinholster zieht. Mit ein paar Elektroden und ner Fusionsbatterie brachte er sich selber das Schweißen bei. So sieht Gasher auch aus. Aber Schweißen kann heute kaum einer mehr wie vor dem Krieg, ein Handwerk, dass wie die Meisten, ausstirbt. Zusammengesuchter dicker Stahl aus allen möglichen Quellen verstärkt die Kammer und schützt so den Schützen beim Schuss und hält Revolver und Lauf zusammen. Durch ein Scharnier lassen sich die Läufe seitlich wegklappen und die Wumme laden, auf der anderen Seite verschließt ein umfunktioniertes Scharnier (der Stift lässt sich rausziehen) diesen Klappmechanismus. Hier liegt auch die Schwachstelle, durch alle möglichen Ritzen können einem hier großen Stichflammen entgegen kommen, doch dem Gegenüber ergeht es mit zwei simultan (!) abgefeuerten 12 Gauge Ladungen in die Fresse eindeutig schlechter.
    Kennt ihr das Geräusch, wenn man das Hirn eines verdammten wilden Ghouls aus seiner, danach noch hohleren, Birne befördert und an die Wand hinter ihm klatscht? Deswegen heißt dieses überdimensionierte Baby *Gash*er!

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    Detailansicht Lauf und Schweißnähte

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    Detailansicht Schweißnähte, Schriftzug und Griff

    Lange habe ich überlegt, wie ich ne Double Strike für @Jefe 2.0 bauen kann, die nicht nur optisch einzigartig ist. Irgendwann kam mir die Idee, noch nie hatte ich einen doppelten Inlineclip gesehen, also zwei Inlineclips, mit je einem Dartlager, die vom gleichen Plunger befeuert werden und gleichzeitig einen Dart abfeuern. So etwas hatte ich schon mal für einen Unterlaufblaster mit einem Strongarm Plunger gebaut, aber nie komplett fertig gestellt, daher wusste ich aber, dass es funktionieren kann. Nur scheint mir aber das Plungervolumen der DS viel geringer und um es zu testen musste ich einen irreparablen Schritt durchführen.

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    l.o.: vom Plungertube abgesägte Läufe und die neuen Läufe
    r.o.; Laufbasisplatte vor dem Ausschnitt
    l.u.: Laufbasisplatte mit Bohrungen und Markierungen für den Sitz der Läufe
    r.u. Messingrohr vor dem Verbauen

    Ich sägte die beiden Läufe direkt am Plungertube ab und entfernte den Smart AR. Danach schnitt ich zwei Stück 16 mm Isolationsrohr zu 90mm zu, damit jedes drei gekürzte Darts zu 30 mm fassen kann. Auf eine 3 mm Polystyrolplatte zeichnete ich einen Kreis mit 34 mm Durchmesser (AD des Plungertubes) und vom linken und rechten Rand des Kreises zwei 16 mm Quadrate um damit später die Läufe zielgenau verkleben zu können. Dadurch entsteht in der Mitte ein Spalt von zwei Millimetern, damit ich später die Fakeläufe über die eigentlichen Läufe schieben kann. In die Quadrate setzte ich, leider nicht wirklich zentriert, je eine 10 mm Bohrungen, groß genug um einen guten Luftfluss zu gewährleisten und klein genug, dass kein Dart in den Plungertube rutschen kann. Ich schnitt nun zwei 10 mm Stücke K&S 140 ab (deswegen funktionieren leider nur gekürzte Elitedarts mit Gasher), schliff an beide Enden leichte Trichter ein, umwickelte sie mit Isolierband für einen besseren Sitz im Lauf und klebte sie mit Sekundenkleber in die Läufe. Die anderen Enden der Läufe verklebte ich innerhalb der Markierungen mit Heißkleber auf der Basisplatte, welche ich anschließend auf dem Plungertube verklebte.

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    montierte Plungertube-Laufkonstruktion, gechopptes Gehäuse

    Nun schnitt ich zwei 120 mm Stücke 25er Isolationsrohr ab und bohrte nach einer selbst gefertigten Vorlage 5 mm Löcher in ein Ende. Beide Rohre verklebte ich der Länge nach miteinander, stülpte sie über die Inlineclips und verklebte sie mit dem Plungertube. Bei der gesamten Konstruktion des Blasters, ging ich nicht mit all zu viel Planung an das Projekt und so höhlte den Frontteil der DS solange aus, bis Plunger und Läufe um 90° zur Originalposition versetzt in das Gehäuse passten. Ich entfernte den Bügel, um den Abzug schneller erreichen zu können sowie einen Teil des vorderen Gehäuses. Der Teil den ich am Griff entfernte erwies sich als unnötig, aber damals hatte ich noch eine andere Griffform im Kopf.

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    neu geformter Griff und modifizierter Abzug

    Einen Teil des Abzug sägte ich weg, allein wegen der Optik. Dem Griff fügte ich tiefe Rillen hinzu, damit Milliput und Fimo Air besser haften und formte aus diesen einen neuen Griff, dem ich meiner Hand anpasste. Nach der Fertigstellung schliff ich den Griff mit 240er Schleifpapier glatt.

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    Polystyrolverkleidung und Schweißnähte aus Miliput

    Für einen Enzeitblaster war der Griff mir dann doch zu Schmuck, also fügte ich mit 40er Schleifpapier Furchen hinzu, brach Teile weg und mit einem Cutter erzeugte ich tiefe Risse. Den Übergang zwischen Läufen und DS verkleidete ich mit den 3 mm Polystyrolplatten, bewusst mit unterschiedlich großen Stücken und durch Hitzeeinwirkung verbogen um zusammengesuchte Stahlstücke darzustellen. Links und rechts befestigte ich zwei gleichgroße Stücke, die in der Mitte eine Fuge bekamen, in die ich gekürzte Schaschlikspieße klebte, die je zwei Rillen bekamen, dies simuliert die Scharniere zum Öffnen. Auf die Übergänge der Platten klebte ich Milliputwürste und drückte Rillen mit einem Strohhalm ein, was Schweißnähte darstellen soll, die ich bewusste unregelmäßig und unsauber anlegte (den Spalt zwischen den Shelllhälften oben auf dem Blaster beseitigte ich, jedoch trat er bei der Endmontage leider wieder auf. Scheiße passiert.)

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    Nach dem Holz malen und dem Drybrush mit Silber

    Ich schliff den gesamten Blaster mit Schleifflies ab, fügte leichte Kratzer mit 140er Schleifpapier und gröbere Kratzer mit 40er Schleifpapier hinzu und reinigte ihn gründlich mit einer Spülmittellösung. Es folgte eine gründlich Grundierung mit mattschwarzen Sprühacryllack. verschieden starkes trockenbürsten mit Silber soll verschiedene Metalleffekte erzeugen. Im Bereich rund um die Schweißnähte am stärksten, da dort die Oberfläche fürs Schweißen blank sein musste. Mit sandfarbenen, hellbraunen und dunkelbraunem Acryllack malte ich den Holzeffekt.

    Die "angeschweißten" Platten bemalte ich mit verschiedenen Farben, denen ich mit Silber und und Schwarz wieder Alterungsspuren verpasste. Stellen die überstanden behandelte ich mit einer Mischung aus Schwarz, Braun und Blau um Schmauchspuren zu zeigen, da dort Stichflammen auftreten müssten, dies machte ich auch an der Mündung. Den Griff wusch ich mit hellbeige um ihn altern zu lassen. Mit roten Lack schrieb ich den Namen "Gasher" auf eine Seite. Ich wollte eigentlich nur ein Matschgeräusch als Namen, aber unbewusst lies ich mich wahrscheinlich vom "Dunklen Turm" beeinflussen. Es folgten diverse Washes mit Schwarz und verschieden Brauntönen, die ich teilweise wieder abwusch. Zum Abschluss gab es eine Schicht Klarlack glänzend und dann eine Schicht mattem Klarlack. Ganz oben sind die Bilder des fertigen Blasters, leider mit meinem Ersatzhandy aufgenommen und dadurch leider in sehr schlechter Qualität, im Vergleich zu den sonstigen Bildern.

    Edit: Achja, das ganz funktioniert übrigens wunderbar. Man kann ziemlich verlässlich dreimal nacheinander zwei Schuß abgeben, die nach fünf Metern von der Wand abprallen und zu mit zurück fliegen. Nach jedem Schuß muss man aber den Lauf nach unten kippen, damit die Darts in die Engstelle rutschen und Leerschüsse sollte man vermeiden, da die ARs ja nicht mehr vorhanden sind. Bestimmt kein Reichweitenwunder, aber sie ist ja auch für den Nahkampf gedacht. Ich wünsche Jefe viel Spaß mit ihr, mir blutete ein bisschen das Schöpferherz als ich sie gehen lies.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2018
  12. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Dreifachlike. :)
     
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  13. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

    Es sind doch nur zwei Läufe ;) Vielen Dank! :)
     
  14. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Der dritte ist für den literarischen Background. :)
     
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  15. HealterSkelter

    HealterSkelter Erfahrener Benutzer

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    "Zur Selbstverteidigung der Bewohner der bewaffneten Vaults wurde dringend eine Alternative zur langsamen Hostess gesucht. Future-Tec liefert dafür eine vollautomatische 9mm Pistole, denn was ist amerikanischer als einem Eindringling, mit 700 Warnschüssen pro Minute ins Gesicht, den Weg zur Tür zu zeigen?"

    - Die Pistole hatte gerade die Testphase überstanden, als der große Krieg ausbrach. Dies ist also ein Preproduktionsmodell und somit ein Unikat. Einen Namen hat sie nie erlangt, da sie von der Vault-Tec-Führungsetage noch nicht abgesegnet wurde. Wie sie aus den Testlaboren ins Ödland der Hauptstadt gelang ist nicht bekannt. Sie wurde bei einem zugedröhnten Raider gefunden. Er wollte sie für ne Dosis Psycho verticken, wurde aber mit ner Ladung Schrot bezahlt. Leider wurde die Pistole nicht gepflegt. Der Dreckmantel und die Lackabplatzer sind ja nicht so schlimm, doch die Ladehemmungen müssen dringend behoben werden. Das Baby braucht Pflege, aber danach wird sie ein zuverlässiger Lebensretter in den beengten Ruinen und Metrotunneln sein.

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    Da ich ja mit meinen zig Großprojekten nicht in die Pötte komme und ich mal wieder ein, durch Fertigstellung bedingtes, Erfolgserlebnis haben wollte, hatte ich kurzer Hand meinen Stryfe-Klon etwas zurecht gesägt. Die Front war zu lang und und auch das Heck nicht schön. Ne Rail wollte ich bei ner einfachen Wumme auch nicht. Also alles weggekürzt und mit Polystyrol ein neues Heck gebaut, oben auf die Lücken verkleidet, eine neue Front gebastelt und eine optische Verbindung von Front zu Magazinschacht. Ich bin Fan von Fullauto-Blastern, also wurde sie beim Neuverkabeln mit etwas Lego und einer 1€-Gearbox darauf umgebaut. Dadurch konnte ich den Rev-Trigger entfallen lassen und baute eine zweistufige Schaltung ein. Ein NapraDD aus 16er Isorohr führt durch die Flywheels bis in den Lauf. Schnell verspachtelte und schliff ich alles und ließ den Blaster für Wochen wieder rumliegen.

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    Nach dem Zersägen und dem Verkleiden mit Polystyrol

    Irgendwann raffte ich mich dann zum Lackieren auf. Rot sollte sie werden mit schwarzem Griff. Schwarz hatte ich keins mehr da, also griff ich zu Gold das sich furchtbar auftragen ließ (Läuft bei mir! Ba dumm tss!). Und fertig war der grottige Iron Man Blaster mit schlechter Haftvermittlung. Das war nicht was ich wollte, sollte ich ihn so lassen und mich ärgern, oder nochmal abschleifen? Da ich mich ja doch langsam kenne, war die Frage eigentlich überflüssig.I ch schliff den Lack nochmal an und die kritischen Stellen ab und bei. Wenn ich mir die Mühe des Schleifens mache, kann ich auch gleich nen Schritt weiter gehen. Also fügte ich noch selbstgefertigte Kleinteile wie Kimme und Korn und einen Hammer hinzu. Schliff diesmal alles nochmal gründlicher ab, reinigte den Blaster gründlich und machte mich ans lackieren.

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    Vor dem zweiten Lackieren, mit Resten des ersten Paintjobs

    Die Basis bildet silberner Felgenlack, der beim Griff, Jamdoor und Lauf sichtbar bleibt. Der Griff wurde abgeklebt und der restliche Blaster wurde blau lackiert. Die schwarze "Gummierung" pinselte ich frei Hand, würde ich aber nächstes Mal noch mit dunkelgrau bearbeiten. Die gelben Details erreichte ich durch Abkleben und mehrere Schichten gelben Acryllacks, den ich nicht stark genug verdünnte. Jetzt ließ ich den Blaster wieder wochenlang liegen, da ich nicht dazu kam mir die Folien für den Namen und das Logo plotten zu lassen.
    Als der Blaster hier nur noch halbfertig rumlag, hatte ich die Schnauze voll und entschied, dass er keinen Namen kriegt. So nutze ich die Future-Tec Folien, die ich noch von @Moggih hatte und fügte das Gelb mit der Airbrush (ganz große Empfehlung!) die ich mir mittlerweile besorgt hatte hinzu und hatte endlich ein sauberes Detail. Ich fuhr fort die sauberen und unordentlichen Details zu versauen. Dafür malte ich aufs Gelb blaue Stellen, die abgesplitterte Farbe simulieren sollen und drybrushte die blauen und gelben Stellen mit blau und schließlich den ganzen Blaster mit silber. Nun probierte ich mit schwarz, blau, rot und gelb und der Airbrush die Hitzeverfärbung des Laufs darzustellen. Für den ersten Versuch nicht schlecht. Es folgte diverse Washes mit schwarz und verschiedenen Brauntönen, mit ner Zahnbürste zugefügte Spritzer, die ich teilweise verwischte und zu guter Letzt saute ich meinen rechten Einweghandschuh gut ein und umfasste damit den Griff für ein realistischeres Verschmieren. Klarlack glänzend und matt konservieren das Kunstwerk.

    Dies wird wahrscheinlich mein letzter Future-Tec Blaster werden. Ich habe mich dazu entschieden weitere Blaster unter Healter Skelter Weaponry rauszubringen. Ein deutscher Fabrikant experimenteller Feuer- und Energiewaffen, der für den amerikanischen Markt produzierte. Jedoch wurde nur eine Schiffsladung nach Übersee versendet, bevor der große Krieg ausbrach, über deren Verbleib nichts bekannt ist.
     
  16. Brussem

    Brussem Benutzer

    Die von der Hitze verfärbte Laufmündung sieht mal richtig geil aus!
     

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