Anleitung Improvised Blasting Device (Nachtmahr-Claymore)

Nachtmahr

Erfahrener Benutzer
So, nachdem die ZA ja morgen abend losgeht (und ich einigermassen sicher sein kann, das niemand mehr Zeit hat, das hier bis dahin nachzubauen ;D) kommt nun die Anleitung für eine selbstgebaute Dartblaster-Mine im Claymore-Stil. Die Anleitung ist inzwischen schon veraltet, da sich der Auslösemechnismus als zu schwergängig erwiesen hat... Ein Update dazu kann ich aber erst nächste Woche liefern.

Dartblastermine: Modell "Claymore V 1.1"
by Nachtmahr

Werkzeug:
Säge
Hammer
Spitzzange
Tacker
Hartdrahtschneider
Bohrmaschine oder Akkubohrer mit 2mm-Bohrer

Material:
2 Rattenfallen
Vierkantlatten (z.B. Fichte, 38 x 9 x 2500 mm)
Holzplatte für den Deckel (leichtes Holz, kein Pressspan, kann man meist als Zuschnittreste billig im Baumarkt bekommen)
kleine Drahtnägel (z.B. 0,9 x 13 mm)
Tackerklammern (z.B. 10 x 8 mm)
Holzleim (z.B. Ponal Express)
Panzertape
Gurtband (möglichst breit, ich hab 40mm verwendet)
Sprühfarben zur Tarnung (Grün, Schwarz, Braun, je nach Geschmack und Umgebung)
1mm Federstahldraht
Maurerschnur
BILD2013.jpg


Herstellung:
Zunächst legt man die Rattenfallen wie auf dem Bild gegeneinander und entfernt die Haltedrähte in der Mitte (aber nicht wegschmeissen, aus denen wird später der Auslöser)
BILD2014.JPG

Jetzt verbindet man die beiden Fallen mit dem Tacker, sodass sie gut zusammenhalten. Das Holz der Rattenfallen ist nicht gerade hochwertig, es kommt vor, das die Fallen nicht gerade aufeinander passen oder sich an der Seite keine gerade Kante ergibt, in diesem Fall muss man etwas mit Schleifpapier oder Feile nachhelfen. Insbesondere die Seitenkanten sollten möglichst gerade sein.
BILD2015.jpgBILD2016.JPG

Jetzt bereitet man sich die Seitenteile der Mine vor. Man misst aus, wie lang das Seitenteil sein muss, damit die Bügel sich noch gut frei bewegen können (bei mir waren das etwa 20 cm) und schneidet entsprechend viel von der Vierkantleiste ab. Mit einem Bleistift zeichnet man sich die Mitte der Seitenleiste an und schlägt im unteren Teil, etwa 5 mm vom Rand entfernt, einige der kleinen Nägel ein (noch nicht ganz durchschlagen).
BILD2017.JPGBILD2018.JPG

Nun gibt man auf die eine Außenkante der verbundenen Rattenfallen Holzleim, setzt die erste Seitenleiste an und fixiert sie mit den zuvor eingeschlagenen Nägeln (die beiden Äußeren zuerst). Die Mitte sollte dabei genau zwischen den beiden Rattenfallen liegen, die Unterkante bündig mit den Rattenfallen abschließen. Auf der anderen Seite wiederholt man diesen Schritt.
BILD2019.JPGBILD2020.JPG

Jetzt die Konstruktion mit Schraubzwingen fixieren bis der Holzleim getrocknet ist, danach die Seitenteile nochmal zusätzlich mit einigen Tackerklammern befestigen.
BILD2021.JPG

Wenn alles getrocknet und getackert ist, fixiert man die Bügel der Rattenfallen und schneidet die überstehenden Teile der Rattenfallen bündig mit den Seitenteilen ab.
BILD2023.JPGBILD2024.JPG

Jetzt misst man die Breite der Fallen mit Seitenteilen, und schneidet zwei Endstücke von den Vierkantleisten ab. Diese werden analog zu den Seitenteilen befestigt. Sollte es etwas krumm und schief aussehen, so liegt das wahrscheinlich am Basisbrett der Rattenfallen. Einfach so gut es geht mit Feile und Schleifpapier ausgleichen.
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Jetzt baut man das Wurftuch, hierzu müssen zunächst die Federn aus den Schlagbügeln ausgehakt werden, damit keine Spannung mehr auf den Bügeln liegt, dann stellt man die Bügel 90° zur Basis auf und verbindet sie mit einer Lage Panzertape von unten, danach kommt eine zweite Lage Panzertape überlappend daneben, sodass der Bügel möglichst vollständig abgedeckt wird. Diesen Schritt wiederholt man dann nochmal von oben, an Schluß sollten überall mindestens zwei Lagen Panzertape übereinander liegen (einmal von oben, einmal von unten), sodass sich ein ein stabiles Wurftuch ergibt.
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Nun kann man die Federn wieder einhaken, gegebenfalls muss man die Enden nun etwas nach innen biegen, da sie sonst an den Seitenteilen hängen bleiben.
BILD2034.JPGBILD2035.JPG

Jetzt schneidet man sich zwei etwa 6 cm lange Stücken Federstahldraht ab und biegt an einem Ende eine geschlossene Öse. Man drückt je einen Wurfbügel herunter, so das er unterhalb der Kante des Kastens liegt und bohrt ein Lock knapp oberhalb des Bügels. Durch dieses Loch steckt man je einen der Federstahldrähte. Dies sind die Transport- und Ladesicherungen.
BILD2036.JPGBILD2037.JPGBILD2038.JPG

Jetzt schneidet man sich einen passenden Deckel für den Kasten zu. Auf der einen Seite befestigt man mit dem Tacker das Gurtband, die obere Kante der Gurtes sollte auf der Oberseite des Deckels liegen, hier kommt die erste Reihe Tackerklammern, dann noch eine in die schmale Seite des Deckels und zum schluß noch zwei Reihen in die Seitenwand des Kastens. Das Gurtband dient als Scharnier und liegt den Transportsicherungen gegenüber. Ber der Befestigung sollte man darauf achten, das der Deckel möglichst bündig aufliegt. Alternativ kann man das Scharnier auch aus mehreren Lagen Panzerband herstellen.
BILD2039.JPGBILD2040.JPG

Jetzt schlägt man auf der Seite mit den Transportsicherungen je einen kleinen Nagel in den Deckel und die Seitenwand und schneidet von beiden Nägeln den Kopf ab. Aus dem dicken Kupferdraht, der bei den Rattenfallen übrig geblieben ist, biegt man sich einen Auslöser, so wie auf dem Foto. In die obere Öse wird dann später die Stolperschnur eingehängt, die Öse an der Seite dient nur dazu, das das Teil nicht verloren geht. Jetzt bindet man noch Maurerschnur an den Auslöser und an die Transportsicherungen und tackert alles gut auf der Rückseite fest, damit die Teile nicht verloren gehen.
BILD2044.JPGBILD2045.JPGBILD2046.JPGBILD2047.JPGBILD2048.JPG

Zum Abschluß verpasst man der Mine noch einen Tarnanstrich nach Belieben:
BILD2051.JPG

Bedienung:
Mine spannen, Transport- und Ladesicherung einschieben.
Ca. 10 Nerfdarts in das Wurftuch legen.
Deckel schließen, Auslöser befestigen.
Mine an gewünschter Stelle verstecken, befestigen (z.B. Mit Bodenheringen oder an Baumstämmen mit Panzerband oder Innen mit Tesa Power Strips an Wänden) und tarnen.
Stolperschnur von der oberen Auslöser-Öse ausgehend ziehen und befestigen
Transport- und Ladesicherung vorsichtig entfernen -> Mine ist scharf.
 

Nachtmahr

Erfahrener Benutzer
Wenn man es beim Aufbau etwas anwinkelt, so etwa 10-15 Grad zum Boden, dann schmeisst das Teil die Darts bis zu 15 m weit (durchschnittlich aber "nur" etwa 8-10 m) mit einem Streuwinkel von ca. 30-45 Grad. Ist schon eine ziehmliche Fläche, die man damit abdecken kann.
 

SirScorp

Administrator
Teammitglied
Und wie viele davon hast du fürs ZA am Start?

Die Idee mit dem Deckel gefällt mir gut ^^ sieht im Geladenen Zustand nicht so nerfig bunt aus ^^
 
Ich kanns nur so sagen es sind 8 Rattenfallen bestellt ^^ Das Prinzip ist so einfach wie genial auch wenn ich für diesen Drecksauslöser einen Moment gebraucht habe um zu realisieren das der den Deckel und nicht die Bügel hält.

Edit.:

Wegen "Nutzlast" vielleicht sowas hier verwenden?

http://www.amazon.de/fischer-TiP-41...F8&qid=1369460921&sr=8-1&keywords=fischer+tip

Gibt schönere Flächenwirkung da kleinere und mehr Projektile und ist nur Stärke sprich löst sich bei nächsten Regen auf.
 
Zuletzt bearbeitet:

Grobi

Benutzer
Aber ist das Zeug nicht viel zu leicht? Und das gibts doch bestimmt als Verpackungszeug noch günstiger....
 

Moggih

Auf Blasted zuhause
Das verteilt sich halt mehr wie 'ne Gaswolke *puff!*

Bzw. lassen sich solche Mais-/Kartoffelstärke-Claymores dann mit 'nem Supersoaker auf Distanz entschärfen ^^
 
Hmm muss man halt schauen aber reduzierte Reichweite ist jetzt das geringste Problem, Kommt ja eh in Engstellen bzw die "Zündschnur" kann ja ned unendlich lang werden.

Und das entschärfen stelle ich mir schwer vor das so eine Supersoaker jetzt ned die Mengen an Wasser dabei hat XD Dauerregen ist eher dein Feind.
 

Moggih

Auf Blasted zuhause
Ich sehe schon Leute mit "Schutzschilden" aus umgebauten Auto-Wischwasserdüsen-Konstruktionen durch die Gegend laufen *tihihihi*
 
Hmm Viedo kommt dann bald von mir :D

So jetzt aber Progressshots:
P1000458.JPG


Und ein Tipp damit das nicht passiert:
P1000459.JPG

Achtet darauf das die halter der Bügel geschlossen sind:
P1000460.JPG
Nicht so wie hier
 

Winder

Benutzer
Hallo zusammen, ich wärme den hier mal auf, weil mir dieser Satz aufgefallen ist:

Die Anleitung ist inzwischen schon veraltet, da sich der Auslösemechnismus als zu schwergängig erwiesen hat... Ein Update dazu kann ich aber erst nächste Woche liefern

Da ich die Dinger gerade für die LAN nachbaue, um den Leuten da ein wenig Schockeffekt zu bieten, darf ich hier mal schüchtern nachfragen, wie Dein Auslöser2.0 ausschaut? Ich hab den in etwa wie Du gebaut. Aber wenn Du da was hast, was besser funktioniert, dann wäre ich dankbar, wenn Du Deine Idee mit uns teilen würdest. Meine haken nämlich etwas und lösen nicht so zuverlässig aus, wie ich gedacht hatte.

Ansonsten ne saugeile Idee und ich bin echt dankbar dafür, dass sich hier so viele kreative Köpfe rumtreiben, die ihren Stuff mit der Community teilen.

Gruß,

Winder
 

Dominik

Auf Blasted zuhause
Jetzt muss ich dieses Thema nochmal hervorkramen.

Ich habe mich auch an eines von den Dingern gemacht, aber hier ist außer Ankündigungen keinerlei Ergebnis zu lesen. Im Chat wurde mir schonmal gesagt, dass Holz zu schwach wäre.


Da mir so ein ding nicht um die Ohren fliegen soll wüsste ich gerne, ob es irgendwelche greifbaren Ergebnisse zu Auslösung, Materialien und Haltbarkeit gibt. Und wenn es nur Fehlschläge sind.
 

Das_Leguan

Blasted Kenner
Also wir benutzen eine andere Art von Sprengfalle für Cons, mit denen es dann so aussieht als hätte dich eine Schrotladung getroffen.
Muss noch mal die Anleitung hervor kramen wenn meine Gruppe das für ok befindet.
Ansonsten spiel mich auf dem Fate an und ich verkauf dir gerne welche wenn die ADS die mir nicht bis dahin wieder abgenommen hat ;-)
 
Ich hab mal überlegt ob man die wirkung steigern könnte in dem man beim Wurfmechanismus das Klebeband durch Gymnastikband ersetzt, da es elastisch ist, musste das noch mehr wumms haben.
 

Spleen

Blasted Kenner
Nee da muss ich dich enttäuschen, da wird die Wirkung eher geschwächt, da es sich ja mitdehnt, und nicht schlagartig stoppt ;)
 

Being blasted

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