Regeneratives Bremsen

Dieses Thema im Forum "Elektrik" wurde erstellt von Hatbuster, 1. August 2018.

  1. Hatbuster

    Hatbuster Neuer Benutzer

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  3. Hey da!

    Als ich mich die letzten paar Tage zum Thema Flywheel Modifikationen eingelesen habe, kam ich schnell zum Thema "Motor Braking".

    Den Motor bei nicht-betätigen des Schalters kurz zu schließen sorgt natürlich dafür, dass er sehr schnell zum stehen kommt und der Blaster schneller nicht mehr so laut rumtönt. Das wäre natürlich ein schöner Vorteil, wäre da nicht das Problem, dass die gesamte kinetische Energie dann fast vollständig zu Wärme in den Innereien des Motors wird, was eventuell auf Dauer etwas ungesund sein kann.

    So weit so bekannt.

    Aber was wäre, wenn man die Energie stattdessen nutzen würde und sie direkt wieder dem Akku zuführt?

    Die meisten Mikroschalter, die für den Rev-Trigger verbaut werden, haben 3 Anschlüsse: COM, NC und NO. Normalerweise werden nur COM und NO belegt, so dass nur bei Betägigung des Schalters der Stromkreis geschlossen wird. Was wäre jedoch, wenn man den NC genauso wie den NO mit dem Motor verbindet - jedoch eine Diode (oder direkt Vollbrückengleichrichter) dazwischen klemmt?

    Solange der Motor auch als Generator nutzbar ist, sollte dann die kinetische Energie zumindest zu großem Teil wieder dem Akku gefüttert werden. Man hätte also Motor Braking ohne extreme Wärmeentwicklung und längere Akkulaufzeit.


    Über Diskussion und weitere Einsicht zum Thema würde ich mich sehr freuen. Auch wenn mir jemand schnell sagt, warum das alles eine Schnapsidee ist :)

    Grüße
    Hat
     
  4. Nairolf

    Nairolf Erfahrener Benutzer

    Also allzu bewandert bin ich nicht, aber ich habe bereits einen Mosfet in meiner Stryfe verbaut, was eine Diode beinhaltet.

    Soweit ich weiß sind Dioden nur in eine Richtung nutzbar, also kann die Energie nicht "zurückfließen"
     
  5. Hatbuster

    Hatbuster Neuer Benutzer

    Die Diode wäre dafür da, damit der Stromkreis nicht wie gewohnt funktionieren kann (Energie von Akku zu Motor), sondern nur andersherum.

    Also ja, sie soll genau das bewirken! Die Diode ist dann ja auch nur Teil des Stromkreises, wenn der Rev-Trigger nicht gedrückt wird.
     
  6. lifeNerd

    lifeNerd Erfahrener Benutzer

    Bin mir nicht sicher, in wie weit man damit den Akku schädigt, da die Überwachung und Balancerfunktion des lipoladers fehlt

    Gesendet von meinem Bluboo S1 mit Tapatalk
     
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  7. Fallout_Boy

    Fallout_Boy Super-Moderator

    Am besten mal mit Toyota Kontakt aufnehmen.
    Die bauen Hybride schon in der dritten Generation :D
     
  8. DerLuchs

    DerLuchs Erfahrener Benutzer

    Außerdem ist ständiges "Mikroladen" sicher auch nicht zuträglich für solch handelsübliche Akkus
     
    HealterSkelter und Summer Davenport gefällt das.
  9. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Ich hab in meiner Rayven eine Autoglühbirne reingebaut, damit wird die Abwärme zumindest nicht in den Motoren sondern vorne produziert, und der transparente Lauf glüht nach. (also man sieht ihn von vorne aufleuchten)
     
  10. Black-Jack

    Black-Jack Erfahrener Benutzer

    Genial!
     
    flatten_the_skyline gefällt das.
  11. Alpha Asample

    Alpha Asample Erfahrener Benutzer

    die andere Frage ist lohnt sich das bisschen Energie überhaupt? Viel kann es nicht sein
     
  12. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Es reicht um besagte Birne ein, zwei Sekunden aufleuchten zu lassen.ich finde das Argument der Akkugesundheit aber plausibel.
     
  13. GestiefelterKöter

    GestiefelterKöter Erfahrener Benutzer

    Das Prinzip nennt sich Rekuperation. Die Akkugesundheit sehe ich auch als Problem an, aber was wäre wenn man damit nicht den akku sondern einen Pufferkondensator läd und diesen dann beim Anlaufen der Motoren wieder zuschaltet um so den Akku etwas zu entlasten beim Anlaufstrom.
     
    medusa, Black-Jack, DerLuchs und 2 anderen gefällt das.
  14. medusa

    medusa Erfahrener Benutzer

    Wobei ich bei den Kondensatoren das Problem sehe, das die sich ja langsam entladen, wenn die gespeicherte Energie nicht sehr bald wieder genutzt wird.
    Ganz praktisch nimmt eine Kondensatorbank auch Platz im Blaster weg. Ich hab jetzt aber ehrlich gesagt keine Vorstellung, mit welcher Kapazität man arbeiten müßte.
     
  15. GestiefelterKöter

    GestiefelterKöter Erfahrener Benutzer

    Das müsste sich doch ausrechnen lassen wieviel man da Braucht, ich nehme aber fast an das was kleines wie in ner Modellbahn reicht, nicht so ein Riesenteil wie wir es wegen der übertribenen Bassteller in der Autoanlage hatten.
     
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  16. Hatbuster

    Hatbuster Neuer Benutzer

    Die langsame Entladung eines Kondensators wäre ja größtenteils egal. Die Energie ist eh mit dem nächsten Anlauf weg und ohnehin nicht besonders groß.

    Wenn man von allen Verlusten absehen würde, dann müsste der Kondensator maximal die Energie aufnehmen, die gebraucht wird, um die Flywheels in Gang zu bringen.
    Man nehme also den Blockierstrom des Motors, mal 2 weil man ja 2 davon hat auf die Spannung die man zuführt, je nach Akku, und für nen Intervall wirds bei nem schönen Blaster nicht mehr als eine Sekunde sein.

    Hab mich etwas an der Mathematik versucht aber dann festgestellt, dass ich nicht ganz wirklich weiß, wie Kondensatoren und deren Kapazität gehandhabt werden.

    Zusätzlich verhält sich der Kondensator wie ein offener Stromkreis, sobald er voll ist. Hieße auch wenn man erst mit nem kleineren anfängt zu testen bremst der vielleicht nicht ganz runter, aber viel mehr wird nicht passieren.
     
  17. Dominik

    Dominik Erfahrener Benutzer

    Da du deine Frage im Titel so allgemein gestellt hast, habe ich entsprechend allgemein geantwortet: Es ist möglich, aber den Aufwand nicht wert.

    Deine Rekuperationsschaltung müsste die generierte Energie schnell speichern können. Dazu hast du allerdings das Problem, dass beim Abschalten der Motoren das Magnetfeld des Ankers eine entgegen der Versorgungsspannung gepolte so genannte Eigeninduktionsspannung generiert. Elektrolytkondensatoren werden bei falscher Polung zerstört, ungepolte Kondensatoren würden zusammen mit den Motorspulen einen Schwingkreis bilden.

    Du brauchst also Dioden in deiner Schaltung, die den Stromfluss nur in eine Richtung zulassen, gleichzeitig muss die Ladung in die Kondensatoren geführt werden, nicht in den Akku. Gleichzeitig müssen Akku und Kondensatoren mit der richtigen Polarität auf die Motoren geschaltet werden können und dennoch voneinander getrennt bleiben, was wieder Dioden benötigt. Das verhindert einen Ausgleichsstrom vom Akku zum Kondensator, falls unterschiedliche Spannungen vorliegen.


    Du siehst also, um diese Schaltung nutzbar bauen zu können sind einige Bauteile nötig, speziell an den Dioden fällt eine spezifische Spannung ab, die dir nicht nützlich sein wird.

    Mein Vorschlag für eine Machbarkeitsstudie wäre folgende:
    Treibe die Motoren über eine normale Energiequelle an und wechsle dann auf einen Kondensator, der über eine Diode gegen Rückfluss gesichert ist. Dann misst du am Kondensator die anliegende Spannung. Ich vermute, die Spannung dürfte nicht besonders hoch sein, denn Induktionsspannung ist immer von der Geschwindigkeit der Polaritätsänderung der Magnetfelder abhängig, je schneller, desto höher die Spannung.
     

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