Modding-Optisch (Sammlung) Praktische Tipps für den Modding-Anfänger

Dieses Thema im Forum "Dartblaster: Optisches Modding" wurde erstellt von Woot, 4. Januar 2012.

  1. Woot

    Woot Benutzer

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  3. Gun anmalen - Basics

    Heyho...

    nachdem ich mich doch schon durch einige Threads gearbeitet habe um mir Wissen bzgl. der Bemalung von (Nerf)guns anzueignen, habe ich nun eine Vorgehensweise herausgearbeitet.
    In manchen Punkten hätte ich aber gerne noch etwas Klarheit (dick) aber auch generell Anregungen zu meiner "Wissenssammlung":

    1. Spachtelarbeiten (Lücken, Erweiterungen)
    2. Anschleifen
      • Mit 80er Körnung zur Entfernung von Prägungen / Spachtel(reste)
      • Mit 120er Körnung komplette Gun
    3. Grundierung - Lückenlos
      • Spray-Grundierung / Primer
      • Nochmal anschleifen? 240er Körnung?
    4. Bemalung
      • Acrylfarben auf Wasserbasis mit Pinsel
      • Eventuell verschiedene Techniken (Rost, Metallkratzer, etc.)
    5. Versiegeln - Lückenlos
      • Klarlack Spray hochglanz (härter)
      • Klarlack Spray matt "drübernebeln" (um Glanz wegzubekommen)
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2012
    Bredelin, Malcav und inqui gefällt das.
  4. cc-top

    cc-top Administrator Mitarbeiter

    1.
    - Fein: Nigrin Feinspachtel
    - "Green Stuff"-ähnliche Knetmasse (komm grad nicht auf den Markennamen)

    3.
    -Spray:
    - Citadel oder Army Painter Primer (teuer aber sehr gut und in vielen Farben erhältlich)
    - Belton Hitcolor Grundierung (günstig und sehr hart, aber sehr dick, dadurch hohes Risiko dass durch zu dicken Auftrag Details verschwinden)

    5.
    - Spray:
    Für optimalen Schutz zuerst Hochglanz-Klarlack (ist härter als Matt), Mattlack nur drübernebeln um den Glanz weg zu kriegen
    - Hitcolor Klarlack Glanz und Matt
    -Army Painter Anti Shine Matte Varnish (teurer, aber viel matter als das von Hitcolor)

    Die Hitcolor Sachen kosten etwa 6€ und gibts bei Real und Obi (glaub ich). Diese Sachen sollten vor der Weiterverarbeitung einen Tag ruhen, besonders der Lack braucht sehr lack bis er seine Endfeste erreicht hat.
     
  5. Woot

    Woot Benutzer

    Oha, interessant...wird dadurch der Glanz wirklich gut "verhindert"?

    Weitere Frage dazu: Wie geht man am besten vor wenn man schon alles "versiegelt" hat, aber dann noch Details ändern will?
    Klarlack und Farbe wegschleifen, und einfach drüber und neu "klar-lackieren"? Kann es da zu sichtbaren Rändern kommen (des Klarlacks)?

    Wie sieht es mit Flüssig-Klarlack aus...zu empfehlen?

    ...ich passe den ersten Post dann mal an, mit den neuen Infos. :)
     
  6. cc-top

    cc-top Administrator Mitarbeiter

    Mit Anti-Shine von Army Painter musst du sogar aufpassen, dass dein Blaster nicht "frostet", so stark mattiert das. Bei allen Sprühdosen immer drauf achten: Immer auf weite Entfernung kurze Sprühstöße bis man zum gewünschten Ergebnis kommt. Und wenn man eine Stelle nicht erwischt, leicht den Winkel der Dose ändern (u.U. besser durch drehen des Gehäuseteils statt der Dose, ich lege meine Sachen auf eine Sperrholzplatte und drehe diese unter der Dose)

    Naja, Lack ist halt das Finish. Und besonders Details willst du ja schützen, da macht das Übermalen vom Lack wenig Sinn. Von daher würd ich mir vorher gut überlegen, ob ich mit Bemalen fertig bin. Technisch ist das machbar, aber auf Hochglanzlack wird die Farbe ohne Anrauen nicht halten (auf Mattlack schon eher). Und ja, da können häßliche Ränder übrig bleiben (wenn du im Forum mein Erstlingswerk findest, eine Barrel Break, siehst du das Ergebnis^^). Außerdem wirst du sogar noch neu grundieren müssen.

    Ich bin mit Flüssig-Klarlack nicht so gut zurecht gekommen. Bei mir wurde die Lackschicht zu dick, außerdem zeigten sich Pinselstriche (außerdem ist es mehr Arbeit als Sprühen). Was ich aber gerne mache, ist, metallische Stellen nach dem Mattieren mit Hochglanzlack einzupinseln, damit sie auch wieder metallisch glänzen. Gerade an trocken gebürsteten Stellen sieht das sehr gut aus.

    Zu deiner Frage im Chat: Acryl-Spachtel taugt gar nicht (wenn du die Einkomponenten-Masse aus dem Künstlerbedarf meinst). Das hält an Plastik Null, selbst ausprobiert:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2012
  7. kruemel

    kruemel Benutzer

    Hallo zusammen,

    Sinn und Ziel dieses Threads soll sein, Anfängern einige praktische Tipps für die Moddingarbeit mitzugeben. Dazu zählen alle Tricks und Kniffe, die einem das Modderleben erleichtern können; auch solche, die bei näherem Nachdenken vollkommen offensichtlich erscheinen, aber einem nicht sofort einfallen. Einiges wird dem Einen oder Anderen allerdings vollkommen banal und/oder altklug erscheinen.
    Wie gesagt: das hier ist als Lektüre für den kompletten Neuling gedacht.

    Das ganze sollte als Fortsetzungswerk gelten - dieser erste Post wird dann laufend erweitert, um Neuankömmlingen das Suchen im Forum zu ersparen oder wenigstens abzukürzen.


    In diesem Sinne:

    Vorbereitung&Allgemeines

    Hinweis: nichts von dem, was hier steht, soll Dich abschrecken - auch wenn es sich vielleicht so liest. Dieser Abschnitt soll Dir nur unnötigen Frust ersparen.

    1) Habe eine ungefähre Vorstellung von dem, was Du willst.
    Das geht unmittelbar mit 2) Hand in Hand.

    2) Nimm Dir nicht zu viel vor
    Viele Mods, die man hier im Forum sieht, sind nichts für Anfänger. Andere wiederum sind auch für Ungeübte leicht zu meistern. Nehmt für den Anfang lieber was Einfacheres und gönnt euch ein Erfolgserlebnis.
    Ausserdem ist das Frustpotenzial extrem hoch, wenn man sich zu viel vornimmt und dann auf erste Komplikationen stößt - oft bleibt ein Projekt dann einfach liegen und wird nie fertig.
    Viele (über-)ambitionierte Anfänger werden sich sagen "Ach, son bisschen Farbe, paar Drähte und Spachtel - mach ich mit links". Wartet einfach ab, bis ihr auf die erste ernsthaftere Hürde stoßt. Und dann erinnert euch an diesen Thread. Na, was hab ich gesagt?

    3) Habe alles da, was Du brauchst.
    Ehrlich - kaum etwas wurmt einen mehr, als vermeintlich alles da zu haben, und dann nicht anfangen / weitermachen zu können, weil Teil/Werkzeug/Farbe X fehlt. Im Zweifelsfalle lieber zweimal überlegen, wenn Du gerade schon beim Moddingaustatter Deines Vertrauens auf dem Weg zur Kasse bist.

    4) Spar' nicht am falschen Ende.
    Achtung: das hier soll keine Binsenweisheit sein wie 'keine Arme, keine Kekse'. Modding kostet Geld. Wie viel man davon ausgeben kann / will, ist eines Jeden eigene Angelegenheit.
    Man kann sicherlich ohne Mühe drei-bis vierstellige Beträge in Werkzeug, Farben und sonstige Gadgets stecken. Notwendig ist das sicherlich nicht in jedem Fall. Kommt man aber nicht drumherum, Geld in die Hand zu nehmen für (beispielsweise) vernünftige Farbe oder ein spezielles Werkzeug, kann/will aber das Geld im Moment nicht ausgeben:
    warte lieber, bis Du das Geld zusammen hast. Du ärgerst Dich sonst schwarz, wenn Du die Billigalternative / Notlösung genommen hast und dann das Ergebnis nicht so ist wie gewünscht, nur weil man unbedingt vorankommen und fertig werden wollte. Wenns auch abgedroschen klingt: wer billig kauft, kauft häufig zweimal.

    5) Hab' Geduld. Und viel davon. Ehrlich.
    Ja, ich weiß: Du willst schnell vorankommen und allen stolz das Ergebnis präsentieren.
    Nein, auch die meisten anderen hier im Forum haben ihre Meisterstücke nicht an einem Nachmittag zusammengedengelt. Einige Projekte zogen sich über Monate hin und haben sicherlich den einen oder anderen Haussegen schief gehängt und ernsthafte Zweifel am eigenen Können aufkommen lassen. Nimm Dir lieber ein Wochenende mehr Zeit - das Ergebnis wird Dir Recht geben.

    Bastelvorbereitung

    Was brauche ich eigentlich an Werkzeug und sonstigem Kram?

    Für den Anfang ist das schnell erzählt:

    1. Schraubendreher, Kreuzschlitz, (Größe 1) zum Nerf auseinanderschrauben
    2. Schale/Sortimentskasten (für Kleinteile)
    3. Einweghandschuhe (so wie die hier)
    4. Zahnstocher (zum Modellieren von Green Stuff / Milliput / sonstigem)
    5. Skalpell oder Cutter
    6. Großer Karton als Spritzschutz zum Lackieren (Umzugskartons oder große Bankcroft-Kartons gehen super)
    7. Schleifpapier in grober und feiner Körnung (80er zum groben Vorschleifen / Entfernen von Beschriftungen, 240er für den Rest); gibts blattweise einzeln oder in Packungen mit mehreren verschiedenen Körnungen
    8. Schleifklotz (gibts aus Plastik, Kork oder Holz)
    9. kleiner Wasserbehälter oder feuchter Schwamm
    10. Untertasse oder kleine Farbpalette (wie die hier)
    11. Pinsel in verschiedenen Größen - je nach dem, was gebraucht wird
    12. einige kleine Feilen - zum Beseitigen von eventuellen Graten und Entfernen von Material an Stellen, an die man mit Schleifpapier/Dremel nur schlecht rankommt. Beispiel: der 'Sperrzapfen' an der Trommelhalterung der Maverick, den man für den 'Full Barrel Drop Mod' entfernen muss...
    13. Pinzette - denn beim Zusammenbauen fallen einem immer irgendwelche Schrauben in verwinkelte Teile des Gehäuses

    Ihr werdet mit der Zeit feststellen, dass ihr mehr / anderes Werkzeug braucht. Das hier ist nur für den Anfang...

    Zusammenbauen - aber wie?
    Warum steht dieser Punkt am Anfang?
    Ganz einfach - fast jeder kennt das: man hat Gerät XY auseinandergenommen und (vermeintlich genauso) wieder zusammengesetzt - trotzdem ist eine Handvoll Schrauben übrig. Aber wo zum Henker kommen die her und wo gehören die hin...?
    Im günstigsten Fall passiert nix und das Gerät (welcher Art auch immer) funktioniert normal - oft genug aber ist das Gegenteil der Fall.
    Macht ein Foto - oder mehrere - von eurer Nerf, mit allen Baugruppen gut sichtbar. Alternativ schaut im Web nach einem entsprechenden Bild.

    Gegen verlorene Kleinteile
    Hier empfiehlt sich ein kleiner Sortimentskasten oder eine kleine Schale. Alles, was ausgebaut wird, sollte sofort (!!!) da rein gelegt werden. Idealerweise kann man den Behälter verschließen.
    Denn: entweder man selbst, der/die Partner/in oder das Haustier fegt irgendwelche herumliegenden Kleinteile immer genau dann runter auf den Flokati, wenn man nicht damit rechnet (Huch, Telefon...MIST! Wo ist die Feder vom Abzug hin?!) . Die Teile sind dann entweder unauffindbar, fallen irgendwann dem Staubsauger oder der Katze zum Opfer oder werden (wie bei mir) durch Drauftreten wiedergefunden.

    Gegen unnötiges Suchen
    Habt immer möglichst alles, was ihr zum Basteln braucht, in Reichweite und an einem festen Platz. Sonst gehts euch wie mir:

    So, jetzt noch die Schweissnähte - verflixt, wo hab ich denn das Modellierzeug hingelegt?
    <rumpel, wühl>
    Mist. Ich habs doch heute Morgen noch in der Hand gehabt...?!
    <stolper KRACH>
    <30 Minuten später>
    Wer war denn so bekloppt, das Zeug DA hinzulegen...! Maaaaann!

    Ein eigener Werkzeugkoffer wirkt hier Wunder.



    Schleifen

    Warum überhaupt schleifen?
    Ganz einfach: damit die Lackierung hält. Natürlich kann man auch das Schleifen weglassen, sollte sich dann aber (je nach verwendeter Farbe) nicht wundern, wenn man die Farbe nur scharf angucken muss, damit sie abblättert.

    Welche Körnung soll ich nehmen?
    Ich persönlich schleife erst mit einen Durchgang mit 80er Körnung (grob), danach mit 240er (fein). Wer will, kann auch noch feiner.

    Von Hand geht mir nicht schnell genug....kann ich nicht einfach meinen Dremel nehmen?
    Kannst Du schon - aber ich würds nicht empfehlen, da man sonst schnell mal zu viel Material abgetragen und dann eine dicke Macke in seinem Blaster hat. Für 'wear & tear' geht ein Dremel super....aber immer schön vorsichtig.
    Von Hand schleifen geht vielleicht nicht so schnell, aber dafür kann man sich sicher sein, dass man das gewünschte Ergebnis hat.
    Denn: Zusätzlich was nachschleifen geht immer - zu viel abgetragenes Material wieder dran schleifen wird schwierig.

    Wie soll ich schleifen?
    Am besten und soweit möglich immer nur in eine Richtung. Mit der 'Topfscheuermethode' (immer im Kreis) läuft man Gefahr, ein unregelmäßiges Ergebnis zu bekommen. Außerdem sieht man die Schleifspuren auch nach dem Lackieren noch schwach durchscheinen (je nach dem, mit welcher Körnung ihr beim Schleifen gearbeitet habt).

    Für Ecken und Winkel (Danke an Scaly für den Tipp)
    Verdammt, ich komm ich die Ecke nicht rein....Stahlwolle (Stärke 3) hilft hier.

    Abschleifen von Logos/Beschriftungen (Dank an cc-top für den Hinweis)
    Es kann sein, dass trotz sorgfältigem Schleifen eine Beschriftung (wie unter der Trommel der Maverick) nach dem Grundieren plötzlich wieder deutlich zu sehen ist, so wie hier:

    mav_body_primed1.jpg

    Das ist keine so ungewöhnliche Erscheinung. Normalerweise relativiert sich das nach dem endgültigen Anstrich wieder. Wen ganz sicher gehen und ein erneutes Abschleifen und Grundieren vermeiden will, schleift direkt noch ein bisschen mehr Material ab als eigentlich nötig wäre (vielleicht sogar mit einem Dremel) und verspachtelt eventuelle Unebenheiten vor dem Grundieren. Nicht vergessen, eventuelle Kratzer mit Schleifpapier wieder glatt zu schleifen!



    Nach dem Schleifen (Wiederum Danke an Scaly)
    ...sollten die geschliffenen Teile abgespült werden, um den Schleifstaub zu entfernen. Bleibt das aus, hält die Farbe nicht.
    Hierfür kann auch Spiritus verwendet werden - der entfettet gleichzeitig auch, sodass die Farbe auf jeden Fall am Bauteil haftet.
    Gespülte Bauteile können entweder auf der Heizung oder mit einem Fön getrocknet werden.

    Achtung: wenn ihr später feststellt, dass eine weitere Schicht Farbe auf die Gun muss, und ihr habt mit Tabletop-Farben gearbeitet: Größte Vorsicht mit Spiritus, wenn ihr den Untergrund säubern wollt....der holt Farbe nicht nur aus Pinseln sehr effektiv raus, sondern auch von bereits angepinselten Teilen. Die Grundierung allerdings hält (zumindest die von Armypainter tut das). Das wäre dann eher was fürs Neuanmalen.

    Lackieren

    Grundierung - Warum?
    Natürlich kann man ein abgeschmirgeltes Teil auch direkt anmalen. Auch das würde ich so nicht empfehlen. Der Untergrund nimmt die Farbe schlechter an und man kann von einem ungrundierten Teil nach dem Trocknen die Farbe ganz leicht mit dem Fingernagel wieder abkratzen. Je nach der Farbe des Untergrundes kann diese auch nach dem Anmalen wieder durchscheinen:

    practical_whyprimer.jpg

    Sprayfarbe: Farbverteilung auf den richtigen Bereich begrenzen
    Ein Karton kann dabei helfen, die 'Kollateralschäden' beim Sprayen zu begrenzen. So wie hier:

    spritzschutz.jpg

    Sprayfarbe: Lacknasen & zu dicke Farbschichten vermeiden
    Lacknasen sehen doof aus und können, ebenso wie zu dick aufgetragene Farbe, die Funktion des Blasters einschränken. Um Nasen und Läufer zu vermeiden, fangt nicht direkt auf dem Teil mit Sprühen an. Drück' außerhalb des zu lackierenden Bereichs auf den Sprühkopf und achte darauf, immer in Bewegung zu bleiben und nicht an einer Stelle zu verharren.

    Sprayfarbe: Düsen freihalten
    Wenn ihr fertig seid, haltet die Spraydose auf dem Kopf und sprüht ein paar Sekunden lang. Dadurch wird im Schlauch (im Inneren der Dose) und dem Düsenbereich befindliche Farbe entfernt und die Düse trocknet bei längerer Lagerung nicht so schnell ein.
    Siehe auch das Demovideo von Armypainter zum Thema.

    Kleinteile Lackieren
    Für Kleinteile macht es Sinn, sich kleine Halterungen zu improvisieren, damit man sie beim Lackieren erstens von allem Seiten erwischt, und damit sie zweitens nicht an der Unterlage wie einem Karton festpappen. Je nach Teil kanns echt unangenehm werden, ein Kleinteil da wieder runter zu bekommen. Es bleibt immer Pappe dran kleben und die abzubekommen, nervt gewaltig. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt - in diesem Beispiel musste ein Schaschlikspieß aus Holz (kleingeschnippelt und angespitzt) und der leere Pizzakarton vom Vorabend herhalten:

    practical_smallparts1.jpg

    Außerdem: Wenn man die Teile von Hand anpinselt, bleiben so obendrein die Finger sauber :)


    Arbeiten mit "Green Stuff"

    Was ist 'Green Stuff' und wo bekomme ich es?
    Kneadatite Green Stuff ist eine 2-Komponenten-Masse für kleinere Modellierarbeiten. Tabletop-Spieler nutzen es zum Zusammenkleben ihrer Miniaturen. Nach dem Aushärten ist die Masse zwar hart, aber noch immer biegsam. Man bekommt es unter Anderem im Netz (Amazon), im GamesWorkshop-Store oder bei anderen Fachhändlern. Im Baumarkt dürfte man sehr wahrscheinlich nur verwunderte Blicke ernten, wenn man nach Green Stuff fragt. Geliefert wird unter Anderem es in Strängen von 20 cm. Eine Packung mit 20 cm Green Stuff liegt aktuell (Januar 2012) bei ca. 7 Euro. Achtung, im Netz habe ich auch schon kürzere Teile gesehen (praktischerweise mit der Längenangabe in Zoll...), die aber das Gleiche kosten.

    So sieht es im 'Rohzustand' aus:

    greenstuff1.jpg

    Warum 'Green Stuff'? Ganz einfach: werden die beiden Komponenten vermischt, wird das Zeug grün.


    'Anmischen' von Green Stuff
    Schneidet euch ein Stück von dem Strang ab und knetet es ordentlich durch. Am Ende sollte die Masse durch und durch grün sein, ohne gelbe/blaue streifen drin.
    Wenns zwischendurch an den Fingern oder Werkzeug kleben bleibt, feuchtet die Finger bzw. das Werkzeug ein bisschen an. ACHTUNG: Green Stuff und ähnliche Modelliermassen sind 'nur zur äußerlichen Anwendung' gedacht, da gesundheitsschädlich bei oraler Aufnahme! Bitte niemals die Finger mit Spucke anfeuchten, wenn der Kram klebrig wird!!! Wenn ihr also Finger oder Werkzeug anfeuchtet, dann habt besser eine kleiner Schale Wasser oder einen feuchten Schwamm da, wo man mal die Finger oder das Modellierwerkzeug reinstecken kann.


    Aushärtezeiten von Green Stuff
    Kommt auf die Temperatur an. Nach zwei Stunden auf der warmen Heizung ist es schon ziemlich hart. Länger warten schadet jedoch nicht. Wenn man Green Stuff über Nacht aushärten lässt, sollte man aber auf der sicheren Seite sein.

    Spachtelmasse

    Das Folgende bezieht sich auf die Spachtelmasse aus der Autoabteilung.

    Allgemeines
    1. Wenn auf der Dose steht 'nur in gut belüfteten Räumen verwenden', hat das seinen Grund. Der Kram stinkt bestialisch.
    2. HANDSCHUHE ANZIEHEN!
    3. Nicht zu viel anmischen. Wichtig. Der Grund kommt gleich....
    4. Schnell arbeiten (!!): wenn der Härter drin ist, habt ihr ca. 5 Minuten , das Zeug zu verarbeiten. Wenn es leicht 'bröckelig' wird, ist es zu spät. Je mehr Härter drin ist, desto schneller wird das Zeug hart.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2012
    Kommandante, Bredelin, FailX und 16 anderen gefällt das.
  8. Vulture

    Vulture Benutzer

    WICHTIGER HINWEIS zum Green Stuff (und ähnlichen Modelliermassen): Das Zeug ist in der Regel mehr oder weniger giftig und greift zum Teil (besonders Milliput) die Haut an. Darum NIEMALS Finger oder Werkzeug mit Spucke befeuchten (besser ein Stück alten Küchenschwamm nass machen) und am Besten beim Arbeiten damit Einweggummihandschuhe tragen!

    Vulture
     
  9. cc-top

    cc-top Administrator Mitarbeiter

    Ich kann dem preisbewussten Modder nur Milliput anraten. Der Preis für Green Stuff ist für die Menge eine Frechheit, für den selben Preis bekommt man etwa die 5-fache Menge Milliput:)

    Sorry, aber das war der Name, auf den ich nicht mehr gekommen bin:)
     
  10. kruemel

    kruemel Benutzer

    Hab ich auch mal in die Liste gepackt, zusammen mit einer ersten kleinen Werkzeugliste. Danke Vulture :)
     
  11. Vulture

    Vulture Benutzer

    Zumal Milliput auch noch den Vorteil hat, steinhart auszuhärten und nicht wie Green Stuff noch in Maßen flexibel zu bleiben. ;)

    Vulture
     
  12. kruemel

    kruemel Benutzer

    Habe wiedermal ein paar Erweiterungen reingebracht.
     
  13. Decoder

    Decoder Benutzer

  14. heckenschütze

    heckenschütze Erfahrener Benutzer

    Vielen Dank an Alle für die vielen guten Tipps in diesem Thread!!!:huar:
     
  15. fox-c

    fox-c Neuer Benutzer

    Hallo zusammen,

    ich habe heute mit meinem ersten optischen Mod begonnen. Möchte meine Rayven etwas verschönern. Da ich das bisher aber noch nie gemacht habe versuche ich mich zuerst einmal an einem 6er Magazin (vielen Dank für die Ausführlichen Beschreibungen und Tips für Anfänger!!!).

    Ich habe das Magazin auseinander gebaut, abgeschliffen und nun mit Primer von Obi grundiert. Dabei ist mir aufgefallen das sich die Grundierung nicht an den Vertiefungen um die kleinen Dreiecke im unteren Bereich absetzt. Auch in den Zwischenräumen an der Unterseite sieht man noch Orange. Wie sind eure Erfahrungen? Bekommt man das mit einer zweiten Schicht abgedeckt oder muss man hier einen Pinsel nehmen?

    Dann noch eine Frage zu Tabletop. Kennt jemand einen Laden in Stuttgart (oder Umgebung) der Tabletop Farben verkauft?

    Vielen Dank + Gruß
    Chris
     
  16. patch

    patch Neuer Benutzer

    für dich wohl am einfachsten bei dirk und Gunnar im Fantasy Stronghold in LuBu

    Fantasy Stronghold
     
  17. apfelsaft

    apfelsaft Benutzer

    Ich würde zu den Vallejo Farben raten, die es z.B. bei Amazon gibt. Die sind sehr günstig und ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen damit gemacht.
     
  18. fox-c

    fox-c Neuer Benutzer

    Hallo zusammen,

    für meinen ersten optischen Mod versuche ich mich zurzeit an einem Magazin und bin gerade auf ein Problem gestoßen und hoffe ihr könnt mir helfen. Ich habe das Magazin wie beschrieben abgeschliffen, gereinigt, grundiert und in 2 Schichten matt-schwarz lackiert. Danach habe ich das Magazin mit Gunmetall auf "used" trockengebürstet. Bis dahin sah alles sehr gut aus und ich war schon recht stolz. Doch als ich es gestern mit dem Klarlack lackiert habe ist zum einen die Gunmetall Farbe (Vallejo) mit dem Klarlack zusammengelaufen und es haben sich Lackabhebungen gebildet (siehe Bild). Das Ganze sieht jetzt einfach nur noch ... aus.

    Ich habe zwischen die Lackierungen immer einen Tag gewartet. Habt ihr eine Idee was ich falsch gemacht habe bzw. was ich anders machen muss? Farben und Klarlack sind von Obi.

    IMG_0756.jpg
     
  19. Eldo

    Eldo Erfahrener Benutzer

    Hm das ist in der Tat Mist... Ich denke nicht, dass du selbst etwas falsch gemacht hast. So wie es aussieht hat sich der Klarlack nicht mit dem Schwarz vertragen und hat Blasen geworfen. Ich kenne das Phänomen von einigen Revellfarben, die sich ebenfalls nicht mit dem Klarlack vertragen haben.

    Wenn du preisgünstige Spraydosen suchst, kann ich dir Montana oder Belton empfehlen, die sind alles auf Arcylbasis und somit gut verträglich und schnelltrocknend. Benutze ich selbst auch und hatte mit dem Klarlack von Belton noch nie Probleme gehabt. Nur der matte Klarlack von Belton ist nicht wirklich matt :D.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2012
  20. KlotziDotCom

    KlotziDotCom Erfahrener Benutzer

    Ich stimme Eldo zu, Lackunverträglichkeit.

    Weiterhin sieht das am unteren Teil des Mags so aus, als ob es schlichtweg zu kalt zum lackieren war.

    Abschleifen, nochmal probieren ;)

    Für einfache, schwarze Paintjobs kann ich (durch Empfehlung im Forum) nur zu Army Painter Grundierung und Matt-Lack raten.
     
  21. cc-top

    cc-top Administrator Mitarbeiter

    Das ist natürlich schlimm und ärgerlich. Gut, dass es nur ein Magazin ist. Aber wie Klotzi meint, einfach sauber abschleifen und neu machen. Wenn Reste Grundierung nach dem Abschleifen übrig bleiben ist nicht schlimm. Kannst ja mal ein Foto deiner Spraydosen posten.
    Für mich siehts auch so aus, als ob du zu dick lackiert hättest. Gerade mit Klarlack muß man sparsam sein, damit der richtig durchtrocknet und -härtet. Ich hatte schon mal Probleme mit Lack, der einfach nicht aushärten wollte und gummi-artig blieb. Besser zwei dünne Schichten in zwei Schritten machen.
    Wegen der Temperaturen würde ich dir folgendes empfehlen, wenn du ein seperates Zimmer hast, das du vom Rest der Wohnung schließen kannst: Türe zu, Fenster auf. Direkt am Fenster sprühen. Fenster sofort schließen, Heizung raufdrehen. Natürlich sind dann immer noch Dämpfe im Zimmer, aber der Großteil sollte beim Sprühen aus dem Fenster ziehen.
     
  22. Master-of-Hardcore

    Master-of-Hardcore Super-Moderator

    Also ich verwende Schwarz-Matt-Lack und Klarlack von Auto K Racing, gibts im Baumarkt und funktioniert einwandfrei mit Vallejo und anderen Modelbaufarben.
     
  23. Pelayo

    Pelayo Erfahrener Benutzer

    Hauptsache ist das Klarlack aus Acrylbasis!!!!!! wenn nicht passiert genau as zu zeigst. Acrylfarben immer auf Acryl basis anwenden!!!
     
  24. eddy

    eddy Erfahrener Benutzer

    Bei kaltem Wetter bietet sich aus meiner Erfahrung folgendes Vorgehen zum Sprühen an:
    1. Zu lackierendes Teil einige Stunden an einem möglichst warmen Ort lagern
    2. Die Lackdosen ca 10-15min vor dem Sprühen in warmes (Badetemperatur, nicht heißer) Wasser legen
    3. Einen Karton oder ähnliches als Transportunterlage suchen
    4. Wenn das Material es verkraftet evtl. auch mal kurz mit dem Föhn aufwärmen, Metallteile kann man für ein paar Minuten bei ca. 50°C in den Backofen legen
    5. Wenn man in der Wohnung keinen Platz hat muss man wohl oder übel draußen Sprühen, dann aber schleunigst mit dem Transportkarton nebst frisch lackiertem Teil wieder rein ins Warme.
    Bei Temperaturen deutlich unter 0°C sollte man draußen einfach nicht lackieren, das wird einfach nix.
     
  25. fox-c

    fox-c Neuer Benutzer

    Danke für die vielen Hinweise!!! Habe noch mal auf die Dosen geschaut. Der Klarlack den ich verwendet habe ist auf Kunstharzbasis. Wusste nicht dass das so nicht funktioniert. Habe mir beim Obi Grundierung, Farbe und Klarlack gekauft und bin in meinem jungendlichen Leichtsinn davon ausgegangen das alles zusammen passt. Und lackiert habe ich auch Draußen bei Minusgraden. Hätte auch nicht gedacht dass das so einen Einfluss hat...

    Nunja, habe wohl alles falsch gemacht was möglich ist. Aber, aus Fehlern lernt man! Und ich fange mit dem Blaster erst an wenn das Magazin so ist wie ich es mir vorstelle. Habe bei Molotow schon eine Bestellung aufgegeben. Dann heißt es jetzt wohl wieder abschleifen...
     
  26. Mazna

    Mazna Super-Moderator

    Wie meine Vorredner schon sagten: Sei froh dass es nur das Magazin war, ich hatte bei meiner Tommygun, dem bisher aufwändigsten Umbau meiner Modding-Laufbahn, nach dem Klarlacken auf einmal Rauhreif-Effekt... Zum Glück wars mit feiner Stahlwolle und ne erneuten Lackierung zu beheben...
     
  27. Naramag

    Naramag Benutzer

    Hier mal eine Frage zur Farbe (hilft vielleicht auch anderen Anfängern)... ich habe eine Nerf mit Acrylfarbe lackiert und möchte sie nun doch in einer anderen Farbe haben... wie kann ich die Farbe am einfachsten entfernen? Natürlich kann ich solange dran rumschleifen, bis die Teile blank sind, aber ich suche grade noch einen einfachen Weg.
    Gibt es einen Farbentferner in dem man das Teil baden kann?
    Ich mach mir da Sorgen um Weichmacher... möchte ja keine Suppe aus der Nerf machen.
    Bei meinen Warhammer-Miniaturen hat sich Spiritus zwar als ganz nützlich erwiesen, aber wie sieht das bei Akryl aus? Hilft der da auch?
     

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