Brass Breeches - Varianten

Dieses Thema im Forum "Leistung" wurde erstellt von Desasterblaster, 20. Februar 2020.

  1. Desasterblaster

    Desasterblaster Erfahrener Benutzer

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  3. Hallo zusammen,

    da ich ganz gerne systematisch an Dinge herangehe, hab ich mich mal den Brass Breeches gewidmet. Ich finde das insgesamt extrem unübersichtlich und es gibt so viele verschiedene Ausführungen, dazu dann noch die zölligen Abmaße - irgendwann war da Schluss und ich habe mal ein bisschen was aufgeschrieben.

    Als Definition zum Verständnis und für andere Einsteiger:
    1. Die Nummern sind die KS-Bezeichnungen - je höher, desto größer
    2. Aufeinanderfolgende Nummern lassen sich hinreichend dicht ineinander teleskopieren
    3. "Pusher": Der Dart wiird von der Breech in den Lauf geschoben. Vorteil: kann für Kurz- und Langdarts gehen. Nachteil: ,mehr Totraum in der Breech
    4. "non-Pusher": Der Dart wird in die Breech geladen. Vorteil: weniger Totraum. Nachteil: muss nicht mit Kurzdarts klappen
    5. Dartfit: so dicht wie möglich bei so wenig Reibung wie möglich. Das Problem ergibt sich bei Elite-Darts (12,7mm Durchmesser) und vielen Chinadarts (13mm) => eigentlich zwei unterschiedliche Geometrien optimal.

    Ich habe in der folgenden Tabelle mich mal an einer Systematisierung versucht - Kommentare und Verbesserungen bitte von allen, dann aktualisiere ich.
    Ich hatte ein paar eigene Ideen, die ich so nicht gefunden hatte, daher habe ich denen eigene Namen gegeben - die gibt es aber bestimmt schon und heißen typischerweise anders - korrigiere ich dann auch gerne.
    Und falls eine Variante anders heißt oder fehlt: ich erweitere gerne :)

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    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2020
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  4. Desasterblaster

    Desasterblaster Erfahrener Benutzer

    Kleine Ergänzung: ich will mal schauen, ob sich die optimale Endgeschwindigkeit eines Springers in Abhängigkeit der Geometrien und Materialparameter nicht zumindest modellhaft berechnen lässt. Kompressibilität von Gasen lässt sich berücksichtigen, Leckagen und Reibung auch.
    Oder gibt es das schon irgendwo? Dann spare ich mir die Mühe ;)
    Spannend: Ich habe mal gemessen, was ein Dart an Kraft benötigt, um die Haftreibung zu überwinden:
    In KS 140 sind das 4N (elite und Ekind geben sich da nicht viel)
    In Alu 15,5x1,5 sind es schon 5N bei elite und 6N bei ekind
    In den größeren Durchmessern entfällt Haftreibung.

    Zum Aufbau der Kompression ist das o.k (gefühlt, nicht gerechnet, vielleicht wäre da auch mehr noch besser), aber sobald der Dart in Bewegung ist, sollte das möglichst ganz wegfallen.
    => Logisch wäre es daher, die stärkeren Tightening Rings am Dartende anzubringen und die übrigen nur sanft anzulegen, um Leckage zu minimieren. Wobei das vielleicht gar nicht nötig ist, die Beschleunigung des Darts ist recht schnell und die Leckage villeicht zu vernachlässigen ist...
     
  5. NIGHTHUNTER79

    NIGHTHUNTER79 Auf Blasted zuhause

    Die Wahl des Laufmaterials ist in meinen Augen entscheident dafür, wie die Breech aufgebaut ist. Dann spielt es natürlich noch ne Rolle, für welchen Blaster man die Breech baut. Ne Longshot-Breech ist anders als z.B. die Breech für ne Stampede. Die Knock-Out Breech ist dann nochmal was völlig anderes und ne Breech für ne Kronos mit Kurzdart-Mag wird auch nochmal anders gebaut... Es gibt da so viele unterschiedliche Herangehensweisen, dass man das meiner Meinung nach nicht verallgemeinern kann. Aber wenn man mal begriffen hat, wie so ne Breech aufgebaut ist, dann versteht man automatisch auch alle Varianten...

    Wenn du noch nie mit Messing gearbeitet hast, empfiehlt es sich, vielleicht mit ner Nitefinder, ner Firestrike oder ähnlichem anzufangen um die Handhabung des Messings etwas zu verfeinern, bevor du anfängst mit 2-3 Größen zu hantieren. Es ist nämlich extrem wichtig, dass man beim Zuschneiden das Messing nicht verbiegt, sonst passt es nur mit sehr viel Fummelei wieder zusammen, wenn überhaupt.

    @flatten_the_skyline hat in Ulm auch soweit ich weiss mit @Rainbow zusammen ein Video gemacht über den Workshop, das dürfte dir bestimmt auch helfen =)
     
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  6. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Auf Blasted zuhause

    Was die Überlegung zu Kompression etc angeht:

    Denk dran dass du zwei O-Ringe, die Breech als solche und den Spalt Messing/Dart hast. Die Stelle, die hierbei am undichtesten ist dürfte maßgeblich für den Druckabfall verantwortlich sein, bei den Toleranzen im Hause Hasbro kann dir dsa die Rechnung völlig versauen.
     
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  7. Desasterblaster

    Desasterblaster Erfahrener Benutzer

    ihr habt beide völlig recht mit euren Punkten, genau das macht es ja insgesamt so undurchsichtig.
    Ich hab jetzt zwar keine Nitefinder, aber ne Recoil als Testaufbau - da lässt sich der Lauf ohne Zerlegen austauschen.
    Interessant schon mal:
    15,5×1,5 Alu mit 6N Haftreibung bringt 69fps
    15×1 Alu mit wenig Haftreibung (ohne Pop) bringt 71fps
    Der Originallauf mit AR bringt 72 fps, ist aber auch kürzer.
     
  8. NIGHTHUNTER79

    NIGHTHUNTER79 Auf Blasted zuhause

    Dann teste das ganze mal mit ner stärkeren Feder und es sieht wieder komplett anders aus...
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Februar 2020
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  9. Bmag

    Bmag Erfahrener Modder

    Ich denke, das hier sollte nicht so stehen bleiben:

    Hauptnachteil von Pusher-Breeches ist gerade, dass diese in den allermeisten Fällen NICHT für Langdarts geeignet sind, das der Spannweg zu kurz ist (Ausnahme z.B. Caliburn). Bei den Non-Pusher (ich nehme an, sleeper-breeches oder Angel-breeches) hingegen ist es mir schleierhaft, warum diese bei Kurzdarts Probleme haben sollten.
     
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  10. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Auf Blasted zuhause

    Ich hab meine Breech in Ulm erfolgreich mit Kurzdarts getestet. Es gibt in den meisten Blastern ca 3mm Spiel für Überschiebung, mit pusher wird das schwer.

    Ah, noch ein Punkt: Rauhheit im Innenlauf hängt auch von der Verarbeitung des Messings ab...

    Selbst bei meinen gedruckten Breeches mit gleichen Messinglängen ist die Reproduzierbarkeit der fps mit NERF chrono barrel bei 10 fps Standardabweichung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Februar 2020
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