Anleitung Nerf Speedswarm: Mod- und Internalsguide

Dieses Thema im Forum "Nerf Dart Tag Speedswarm" wurde erstellt von Nachtmahr, 4. März 2012.

  1. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

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  3. DSCI0011.JPG

    So, ich hab mich mal mit der Speedswarm ein wenig beschäftigt. Ein sehr nettes Gerät, schon von Hause aus, aber es geht natürlich immernoch einen Tick besser. Die Speedswarm feuert - entgegen ihres Namens - leider ein wenig gemächlich, ca. 1 Schuß/Sekunde. Damit ist sie - als elektrisch angetriebener Blaster - natürlich prädestiniert für einen Voltagemod. Leider ist im Innenraum nur sehr wenig Platz um zusätzliche Batterien unterzubringen, deshalb muss man entweder auf 9V-Blöcke (die eine sehr geringe Kapazität haben und bei Leistung/€ gaaaanz weit hinten liegen) oder 14500er LiPo-Akkus ausweichen, wenn man das Gehäuse unangetastet lassen will. Man kann natürlich auch irgendeine externe Lösung mit 10 oder 12 Mignons basteln, aber allein schon aus Gewichtsgründen (die Speedswarm ist ja nicht das leichteste Kaliber) hab ich mich für 4 LiPos aus dem Hause Trustfire entschieden. Die übriggebliebenen 2 Plätze für Batterien hab ich durch Maschinenschrauben aufgefüllt:

    DSCI0033.JPG

    Das ist soweit schon mal ganz schön und erhöht die Schußrate zwar nicht rapide, aber merklich.

    Jetzt gehts drum was man weiterhin machen möchte. Der Aufbau der Speedswarm ist nicht allzu komplizert:

    DSCI0014.JPG DSCI0015.JPG DSCI0016.JPG

    Ich hab mich noch für 3 weitere Mods entschieden:
    1.) Dartposts aus der Trommel entfernen
    2.) AR entfernen
    3.) Luftloch am Plunger stopfen

    Warum keine stärkere Feder, warum kein besserer O-Ring? Recht simpel: Die Speedswarm hat mit den oben genannten Mods schon eine recht akzeptable Reichweite und die Steigerung durch eine stärkere Feder würde den ganzen Nutzen vom Voltage-Mod zunichte machen, denn das bremst den Blaster dann wieder aus. O-Ring ohne stärkere Feder ist auch nicht ratsam, denn durch die höhere Reibung werdet ihr Reichweite verlieren (und nicht zu knapp, ich habs probiert und mein Gesichtsausdruck muss - gemessen an den Reaktionen meiner Frau - sehr entgleist sein.... Das Ding hat die Darts nur noch knappe 5 m weit befördert.).

    Also erstmal zum Simplen: Dartposts entfernen
    Hat man den Blaster erstmal aufgeschraubt, ist das Innenleben noch mit 3 weiteren Schrauben am Gehäuse befestigt, die löst man, danach kann man den ganzen Kladderadatsch herausnehmen. Auf der Vorderseite befindet sich eine Klammer, die sollte man lösen, dann kann man den gesamten Trommelmechanismus nach vorne entnemen:
    DSCI0030a.jpg

    Der ganze Mechanismus wird nur von einer Schraube vorne zusammengehalten, die herausdrehen, danach kann man alles auseinander ziehen. Das Trommelvorderteil sitzt evtl etwas fest, ist aber nicht verklebt, sondern nur gesteckt.
    Die Dartposts kann man nun mit einem Stechbeitel oder Seitenschneider herausoperieren. Dabei sollte man nur beachten, dass auf der Rückseite keine scharfen Kanten entstehen, die evtl. die Dichtung am Plunger beschädigen könnten. Hinterher alles wieder zusammenstecken und verschrauben: Voliere (frei nach Kelly Bundy), ihr könnt nun Stefans mit dem Blaster verschießen:
    DSCI0019.JPG DSCI0020.JPG

    So, nun zu Punkt 2: AR entfernen

    Dafür muss man das Innere Gehäuse auch noch öffnen, auf der Rückseite befinden sich 4 Clips, die man zu diesem Zwecke lösen muss:
    DSCI0017a.jpg

    Dann lässt sich das innere Gehäuse öffnen und man hat freie Sicht auf den Mechanismus:
    DSCI0021.JPG DSCI0022.JPG DSCI0023.JPG

    Man entnimmt den Plunger samt Tube und hat nun 2 Möglichkeiten:
    1.) Man schneidet die Tube vorsichtig mit einem Rohschneider am Übergang vom blauen Teil zum weissen Teil auf, entnehmt den AR und verklebt das ganze wieder mit 2 Komponenten Kleber, oder
    2.) Die fummligere Alternative, zu der ich leider gezwungen war, weil mein Rohrschneider zu klein war: Man öffnet den Ar von vorne soweit es geht ohne die Dichtung zu beschädigen, zerteilt mit einem Skalpell den AR ganz vorsichtig in zwei Teile und fummelt die durch das Loch vorne heraus. Etwas kitzlig, weil man auf gar keinen Fall die Dichtung beschädigen sollte!

    DSCI0026.JPG DSCI0031.JPG

    Weiterhin muss man beachten, den Anschlag vom Plunger (das weisse Kreuz) nicht zu beschädigen, deshalb kann man auch nicht einfach mit einem dicken Bohrer da durchhauen. Ohne den Anschlag kann der Plunger nämlich zu weit nach vorne und wird von dem Zahnrad nicht mehr mitgenommen:

    DSCI0024.JPG
    Wenn man den Plunger polstern will (ich hab drauf verzichtet), muss man dringend aufpassen, das das Padding nicht zu dick ist. Ansonsten drückt der Plunger gegen die Tube, die wiederum nach vorne auf die Trommel und die wird dann nicht mehr weitergedreht... Ihr hättet einen wunderschönen Einschüsser aus diesem netten Blaster gebastelt ;D
    Meiner Einschätzung nach geht es aber auch ohne Padding. Leerschüße klingen zwar ein wenig ungesund, aber mit Darts in der Trommel klingt es fast wie Original. Man muss nur vermeiden zu viele Leerschüsse abzugeben. Da die Feder aber nicht getauscht ist, wird die Gefahr eines ernstzunehmenden Schadens nicht allzu groß sein.

    So und nun zu guter Letzt: 3. Das Luftdruckausgleichsloch verschließen

    Einfach dieses Loch mit 2-Komponenten-Epoxy-Kleber zukleistern (natürlich muss - anders als auf dem Bild - der AR schon draussen sein)

    DSCI0023a.jpg

    So, nun alles wieder zusammensetzen und das wars dann auch schon. Eure Speedswarm schießt nun schneller, weiter (... und wahrscheinlich auch höher, aber wer will das schon?)
    Das Ding ist ganz gut als Zweitwaffe geeignet, falls euer Hauptblaster mal klemmt, das Magazin leer ist oder lange zum Laden braucht und jemand versucht das auszunutzen um auf Reichweite zu kommen. Als Hauptblaster ist er wegen der geringen Kapazität von 10 Schuß nicht unbedingt zu gebrauchen, es sei denn man benutzt 2 Stück davon.
    Das Teil schießt nicht so schnell wie z.B. eine Barricade, dafür isses Idiotensicher: Abzug ziehen und mit Vollautomatik draufhalten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. März 2012
  4. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

    Sorry, mir kam grad der Tatort dazwischen, ich schreib gleich noch weiter.
    Es stimmt schon: Eisen ist kein so guter Leiter wie Kupfer, andererseits ist der Leiterdurchmesser bei den Schrauben aber auch so groß, das das nicht allzusehr ins Gewicht fällt. Aufpassen muss man nur, wenn man Holzschraben verwendet. Die Laufen spitz zu und an der Spitze kann es zu sehr hoher Ladungsdichte incl. Erhitzung bzw. Phasenübergängen von fest->flüssig kommen... Sehr unschön :D

    Ob es einen Unterschied und wenn ja, welchen, zwischen Lithium-Ionen-Akkus (LiIon) und Lithium-Polymer-Akkus gibt (LiPo)... Keine Ahnung. So weit geht mein Wissen in Elektrochemie leider nicht. Aber: Ja, man benötigt spezielle Ladegeräte dafür.
     
  5. cc-top

    cc-top Auf Blasted zuhause

    Habs aufgeräumt und nen neuen Thread aufgemacht. Aber: Das sind wirklich LiPos? Ich finde im Web nicht einen LiPo-Akku in AA-Größe... Und die auf dem Bild sehen mir sehr nach den ungeschützten Trustfire-LiIon 900 mAh aus...
     
  6. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

    Es SIND unprotected Trustfire 14500 900 mAh. Wie ich schon sagte: Der Unterschied - so es denn einen gibt - zwischen LiPos und LiIon ist mir nicht bekannt.

    Ich werds in Zukunft vermeiden und nurnoch von Lithium-Akkus reden...
     
  7. heckenschütze

    heckenschütze Erfahrener Modder

    Und wieder eine sehr saubere Anleitung, die Zeit und eventüle Fehler erspart. Habe auch noch eine Speedswarm rumfliegen. Da weiß ich schon mal, wo ich nachschaue, wenn die dran ist:)
     
  8. Nachtmahr

    Nachtmahr Erfahrener Benutzer

    Danke für die Blumen :D

    Dazu noch ein kleines Update: Die Trustfires sind tatsächlich Lithium-Polymer-Akkus (LiPos). Zu erkennen an der Nennspannung von 3,7 V. LiIon-Akkus haben meines Wissens nach eine Nennspannung von 3,5 V.
    Das ist mit Hinblick auf die Wahl des Ladegeräts nicht gerade unbedeutend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Januar 2013

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