Anleitung RSCB Pumpgun a la Heckenhamster

Dieses Thema im Forum "Marke Eigenbau" wurde erstellt von hoellenhamster, 4. Februar 2015.

  1. heckenschütze

    heckenschütze Erfahrener Benutzer

  2. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Ich muss das Thema hier mal wiederbeleben (nicht mit Nekromantie, wie sonst in Foren üblich, sondern durch Reanimation nach ABC-Schema - ich werd ja jetzt Krankenpfleger). Nachdem meine Flinte lange entsprechend dem letzten Stand des Threads geruht hat und es dem Exemplar vom heckenschützen wohl ähnlich erging, habe ich das Thema neulich nochmal aufgedröselt. Die Prinzipien bleiben gleich und ich hab auch viele Bauteile wiederverwendet, ein bisschen was hat sich aber doch getan.

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    Optisch ist vor allem der Korpus verschlankt worden. Anstelle eines Kastens mit Polystyrolplatte auf beiden Seiten, der fest mit 25mm Rohr verbunden ist, sind zwei übereinander verklebte Muffen getreten, die mit längs halbiertem 32mm Rohr eingerahmt sind.

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    Das bringt zwei Vorteile mit sich: Zum einen ist der Korpus hübsch rund, zum anderen lassen sich durch die einzelnen Elemente des Blasters durch die Muffen zusammenstecken, einzeln austauschen und exzessiv testen. Das Herausnehmen der Abzugseinheit zB ist so total easy - wenn man feststellt, das man irgendwie Mist gebaut hat, kann man sich auch unproblematisch ne neue Wäscheklammer und Rohrmaterial greifen und nochmal basteln.

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    Prinzipiell ließe sich der Blaster wohl auch so auseinandernehmbar beibehalten - das würde auch den Transport enorm vereinfachen (nicht nur, weil er kompakter wird, sondern auch, weil ne realistisch aussehende Pumpgun in Einzelteilen sicherlich leichter zu rechtfertigen ist als ne zusammengebaute, wenn man damit mal angehalten wird).

    Was auch zur möglichen Verschlankung beigetragen hat: Der Abzug sitzt nicht mehr außerhalb des Führungsrohr und greift von außen in den Plungerrod. Führungsrohr wie Plungerrod sind da, wo der Abzug sitzt, halbiert - der Nagel und die Wäscheklammer sind also annähernd 2cm tiefer eingelassen.


    Der Plungerrod ist jetzt einfach aus Kabelkanal - das reduziert das Gewicht enorm (was, vermute ich, das Hauptproblem beim Versuchsaufbau vor 2 Jahren war). Wichtig ist, dass der Plungerkopf vorne aufschlägt und nicht etwa die Schraube im Pumpgriff den Rod stoppt - das würde ihn vermutlich ziemlich fix zerstören. Die ansonsten stark belastete Stelle (der "Catch") ist nach wie vor aus entsprechend geschliffenem Alu, das in dem Rod sitzt.
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    Heute konnte ich schon ein paar Probeschüsse abgeben - geht ganz gut ab, ich freu mich schon auf die verklebte und damit dichte Version des RSCB. Hab aber mal Fotos von der Testversion gemacht, weil ohne den Fakelauf gut das Magazin und der eigentliche Lauf zu sehen sind - für nicht-RSCB-Kenner also gut nachvollziehbar.
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2017
  3. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Der Messias ist zurück!

    Achso, wenn die Kapazität so gigantisch ist könnteste ja auch fullsize darts nehmen, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2017
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  4. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Jau, das geht auch. Im Bild ist ja im Moment der Testaufbau - das Magazin soll am Ende natürlich bis zum Ladefenster im Korpus zurückreichen. Dafür kommt das T-Stück noch n bisschen nach hinten. Peile 15 kurze Darts als Kapazität an (anders als bei der Flinte für Ophiuchus, die 20 geschluckt hat - soll alles n bisschen kürzer werden). Das wären dann entsprechend 5 Originaldarts.

    Die fliegen auch ganz okay, hab schonmal getestet.

    Es steht ein Basteltreffen mit dem heckenschützen an, wenn wir beide Urlaub haben - wenn bis dahin alles fertig ist (was mein Ziel ist) oder wird können wir in seinem Garten mal Reichweiten messen und ein kleines Video machen =)
     
  5. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Vorab Video (noch absolutes WIP) in von mir gewohnt schlechter Qualität. Bislang wurde nichts verklebt, nur gesteckt und teilweise geschraubt - es sind also noch alle Baugruppen voneinander trennbar.



    Dass die Teile bislang auseinanderschraubbar sind find ich übrigens ziemlich cool. Ich plane, den fertigen Blaster so auftrennbar zu gestalten, dass ich ihn durch das Lösen zweier Schrauben in Schulterstütze+Korpus sowie Lauf+Plunger+Pumpgriff auftrennen kann. Damit wären beide Teile etwa 50cm lang, was ihn sehr handlich für den Transport machen würde (und mir nen Grund geben würde, nen Alukoffer mit Schaumstoffinlay... Ihr wisst schon...).

    Jedenfalls: Der Blaster hat ne Kapazität von 17 kurzen Darts und schießt in der Tat ganz ordentlich. Braucht noch n bisschen Feineinstellung und ich sollte mal den Lauf sowie das Magazin im T-Stück verkleben. Das war der dritte Versuch, ein Video zu machen, bei dem ich nicht nach 10 Darts oder so wieder irgendein Teil in irgendein anderes schieben musste :D

    Liebe Grüße
    León

    Edit: Ahja, beim ersten Schuss handelt es sich schon um ne unfreiwillige Schrotladung mit 2 Darts und mäßiger Reichweite. Darum drück ich insgesamt nur 16mal ab. Wie gesagt - muss noch ein bisschen ausfeilen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2017
  6. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Achja, alle zwei Jahre gibts ein Update. Und alle zwei Jahre schmeiß ich das alte Konzept um.

    Ist uhrzeitbedingt mehr so n Teaserpost, ich hoffe, dass ich morgen zu mehr komme. 2-3 Worte zur Einführung: Ich hab 3d Druck früher immer n bisschen skeptisch gegenübergestanden. Irgendwie fand ich das spannend, irgendwie hat sich auch was in mir gesträubt - zumindest, was das Nerfhobby angeht. Irgendwie hatte ich Sorge, dass die Individualität der Mods kaputt geht, wenn sich jeder dasselbe Modkit druckt.
    Ich denk inzwischen, dass das Quatsch ist (hätte man mich damals zur Vernunft aufgefordert, hätt ichs wohl auch da schon eingesehen, aber denken und fühlen sind ja unterschiedliche Sachen - irgendwie sträubte sich da was). Zwar seh ich mit dem Wiedereintritt ins Hobby tatsächlich nen ganzen Haufen Blaster, die sich durch Nutzung desselben Kits ähneln, aber das ist halt völlig okay - insbesondere wenn das Kit geil ist. Außerdem sehe ich, dass doch immer noch viel nach eigener Präferenz angepasst und eben gemoddet wird, was auch meinen Bedarf nach individuellen Mods mit kleinem persönlichen Touch deckt. Und die selbstgestalteten Blaster aus den diversen Nerfcommunities beeindrucken mich schon enorm (bin ja doch auch heiß auf Springthunder und Caliburn)... Schönes Hobby!

    Lange Rede, kurzer Sinn: Hab mich am Montag mal an Tinker CAD gesetzt, festgestellt, dass das ja ähnlich cool ist wie früher mit Legos bauen und ca 7 Stunden Zeit daran akkumuliert. Herausgekommen ist das hier:

    Receiver, Catch, Trigger, Triggerguard.png Receiver, Catch, Trigger, Triggerguard (1).png Receiver, Catch, Trigger, Triggerguard (2).png

    (Teile ich natürlich auch gern, wenn jemand Interesse hat. Würd nur gern erstmal gucken, ob der Catch funktioniert und so. Teilen: Noch was tolles am 3d Druck.)

    Danach war die nächste Hürde erstmal, dass ich nen Termin finden musste, an dem ich den Druck im Drucker meines Bruders anschmeißen kann (der seit jeher begeistert vom Thema war). Nachdem wir die Kleinteile gestern gemacht hatten kam heute (bzw Samstag - ist ja schon spät) dann der Receiver dran. Was soll ich sagen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Sieht schonmal ganz geil aus, passt nach minimaler Nachbearbeitung auch alles schon ganz gut zusammen. Ich werd ne neue Schulterstütze gestalten müssen, die aus der heckenschütze-Werkstatt wirkt jetzt deutlich zu groß - das Ding ist jetzt doch ausgesprochen schlank geworden. Naja, seht selbst:

    k-P1060058.JPG k-P1060059.JPG k-P1060060.JPG

    Ich hab mir inzwischen auch überlegt, dass ich den Plunger nochmal so umgestalte, dass ich ne Magnus Feder, die hier so rumfliegt, nutzen kann (des Pumpwegs halber). Das sieht dann zwar n bisschen weniger schnieke aus (weil der halt recht lang ist - denke ich kann so 12cm Plungertube nutzen), aber inzwischen hätte ich doch gern ein bisschen Leistung hinter dem Ding. Ist schließlich das dreieinhalbste Redesign.

    Ähm ja. Gute Nacht!
    León
     
  7. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Ich denke insbesondere bei den mechanischen Teilen ist Individualität Überbewertet. Du druckst ja keinen fertigen Blaster, sondern im Prinzip auch nichts anderes als einen stockblaster aus dem man seinen eigenen Mod bauen kann.Wenn du uploadspace zur blastedinternen Distribution möchtest sag bescheid!
     
  8. Mazna

    Mazna Super-Moderator

    Ich sehe das auch zweigeteilt: Bei technischen Umbauten ist das echt ein Segen, sowohl bei der Anpassbarkeit als (mittlerweile) auch bei der Stabilität.
    Auf dem optischen Sektor entlocken mir die allermeisten “Umbauten“ auf Basis eines der zahlreichen Kits höchstens ein Gähnen...

    Die supercoole Flinte hier zeigt aber ziemlich eindrucksvoll, was man tolles zaubern kann, chapeau !
     
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  9. Moggih

    Moggih Erfahrener Benutzer

    Naja, die Kits sind halt nur eine Erweiterung der bisher erhältlichen Nerf-Anbauteile - nicht des Moddings ansich. Kommerziell vertriebene 3D-Print Bodyteile haben für mich eher den Stellenwert einer Retaliator-Laufverlängerung und werden niemals eine handgeschnitzte Schulterstütze ersetzen können ;)
    Anders ist das natürlich, wenn die Funktion im Vordergrund steht und folglich eine Menge Trial & Error, Nachbesserung, Optimierung und Redesign einfließen - wie bei Breech-Bauteilen, Catch-Systemen, Flywheelcages. Das ist mehr als nur Formgebung, das ist meist eher Ingenieurswerk. Und in dem Bereich ist 3D-Print auf jeden Fall eine Bereicherung.
     
  10. DerLuchs

    DerLuchs Erfahrener Benutzer

    Also für echte Custom-Kits, die speziell für einen einzelnen Mod entworfen wurden, seh ich aber auch mehr darin, als nur eine Erweiterung der Laufverlängerungen. Meine selbstentworfenen zum Beispiel fressen teils viel Zeit und Material, @flatten_the_skyline lässt sogar alle an den Entwicklungsschritten teilhaben und der hier gezeigte Body wird vermutlich auch am Ende nicht die letzte Version bleiben.

    Ach ja, wie viel kämen mich solche Holzteile? Die sehen echt gut aus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
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  11. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Danke @DerLuchs und @Moggih , ich sehe das so, dass ein 3D-Projekt von mir wie ein klassischer mod ist - mit dem Unterschied, dass ihr ihn alle leicht nachbauen könnt wenn ich fertig bin. Grad bei dem SIG 552 kit ist das im wesentlichen das, was ich 2015 von Hand versucht habe, nur mit Werkzeugen, die mir besser in der Hand liegen als Gorilla plastic. Mit der damaligen Front war ich einfach nie glücklich, und das bei dem Blaster meines Hauptcharakters.

    Bei technischen Teilen kommt es oft auf zehntelmillimeter an, und das Frustrationspitenzial und Zerstörungsrisiko ist sehr hoch. Der Druck oder das Spritzgussteil ist hier Mittel der Wahl. Hat jemals wer versucht, eine Picatinny Schiene von Hand zu feilen?

    Ein fertigkit kommt für mich eher in Frage, wenn ich einen bestimmten Look brauche, z.B. eine shadowruntaugliche knarre um jemanden auszurüsten der nichts hat. Ein vollwertiger Mod ist das dann nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
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  12. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Ich hab mich halt zuerst als Leistungs- und dann irgendwann später auch als Optikmodder verstanden. Ich versteh die ganzen Argumente, aber ich persönlich hab das viele rumprobieren auch bei reinen Leistungsmods geliebt. Und auch die Individualität. Natürlich hat man da jetzt auch Sachen nachgebaut und halt mehr so Details angepasst; Angelbreech zu der Version von SG Nerf zum Beispiel - aber als ich nach so n paar Durchgängen ein paar Millimeterabweichungen für mich von dem Design von SG Nerf gefunden hatte, hab ich mir nen Ast gefreut (einfach, weil die für mich und meine Art, zu bauen und zu verkleben Sinn ergeben hatten. Und weil ich dann das Gefühl "uh, jetzt hab ich begründet das Kochrezept eines wahren Meisters abgewandelt. Uhhhhh!"). Und gerade bei so Geschichten wie der Longshot vergleichen zu können, wer mit welchem kleinen Kniff womöglich seine 10fps Abweichung rausgeholt hat, war für mich immer sehr reizvoll. (Insbesondere, weil die einfachsten Erklärungen für Diskrepanzen dann ja oft nicht stimmen und man noch Detektivarbeit mit einbauen kann :D )

    Aber das ist halt irgendwie mein persönlicher Geschmack. Ich sehe auf der anderen Seite natürlich auch, dass es grad für Einsteiger auch ne Riesenhürde ist, Werkzeug, diverse Rohrmaterialien und -stärken, verschiedene Kleber, Alublech, Polycarbonatplatte, Plasticard, nen Dremel, usw zu besorgen, um dann mal auszuprobieren, ob sie Blaster X war- oder larptauglich kriegen. Dafür sind natürlich sowohl kosmetische als auch internal Kits klasse!
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
  13. DerLuchs

    DerLuchs Erfahrener Benutzer

    So ähnlich ging es mir mit dem MegaLaw-Spinner, vorher hab ich's nie geschafft, einen Spinner für 10 Schuss zu gestalten, die DecaShock braucht aber genau so einen. Die sind auch für Designer friemelig.
     
  14. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Ich sehe da den Aspekt des gemeinsamen Fortschritts - das Wissen was du dir erarbeitest in Form abgespeichert dient damit dem gesamten Hivemind.

    Wenn jede*r von uns die Breech neu erfinden muss ist der Erkenntnisgewinn des Kollektivs gegen null.

    Gerade bei breeches finde ich es unglaublich schwierig, was belastbares zu finden, weil nie sicher ist, ob die Abweichungen auf minimale Fertigungstoleranzen zurückzuführen sind. Was vernünftige Messinglängen angeht stehe ich immer noch ganz am Anfang, und ich hab dreistellige Arbeitszeit mindestens in die Druckteile investiert...
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
  15. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    "Therefore, for the blaster modders to be free, they must seize control of the means of production." - Gerade das geht natürlich auch hervorragend über den 3d Druck!

    Ich stimme dir zu, das hilft auch dem Fortschreiten der Community (wird übrigens eindrucksvoll demonstriert, wenn man mal ne Pause macht, wiederkommt und es in der Zwischenzeit riesige (!) Sprünge gab, sodass einem geradezu die Mundlade herunterfällt). Ich wollt nur beschreiben, welches Gefühl da für mich halt auch reizvoll war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
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  16. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Ja klar, ich verstehe den Triumph - aber jetzt hast du die Chance, die technische Überlegenheit deines Werkes für alle reproduzierbar zu demonstrieren. Der Austausch im Forum ist ja schon ein Mittel, um Wissen zu teilen und zu mehren, mit dem Druck können wir sogar den Arbeitsfortschritt teilen und im Prinzip zu mehreren an einem Mod arbeiten oder von einem Mod mehrere Versionen machen. Als ich mich der Photon Storm angenommen habe, hätte ich ohne die Arbeit von @DevilZcall bei null anfangen müssen - gleichzeitig gab es Entscheidungen, die ich anders getroffen hätte bzw. getroffen habe. Nicht, um besser zu sein als Milan, sondern einfach weil es eher meinem Stil entspricht. Wenn andere Milans Werk bevorzugen, oder was ganz anderes draus bauen, kein Problem - das ist der Moddergeist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
  17. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Kleines Update, das mich schonmal hoffnungsvoll stimmt: Catch funktioniert. Zumindest mit der relativ geringen Federlast einer stock Magnus Feder (hab aber auch nichts anderes getestet). Leider will er noch nicht so, wie ich will, wenn der Abzug mit drin ist - catcht dann nicht. Im Moment lässt sich der Catch halt lösen, indem man von unten händisch gegendrückt. Ich denke, ich werd noch n bisschen am Abzug feilen müssen (also jetzt im wörtlichen Sinne). Außerdem halt nen Pumpgriff mit dem Plungerrod koppeln, Plungertube aufsetzen und irgendwie fixieren, ein kleines Stück Kunststoff unten anschrauben (um den Catch und den Abzug nach außen zu stabilisieren und halt auch zu verstecken) und dann das RSCB Magazin und Lauf obendrauf packen (das ist aber das trivialste an der Sache).

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  18. flatten_the_skyline

    flatten_the_skyline Erfahrener Benutzer

    Silikonspray hilft auch auf Reibungsflächen von Druckteilen.
     
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  19. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Ja, aber ich glaub, dass das Abzugssystem grad den Catch um nen Zehntel mm oder so hochdrückt. Aber bei Reibung und so ist mir noch was für die to do Liste eingefallen: Trigger Return Feder verbauen. Hab zwar nicht dran gedacht, aber ich glaube, dass trotzdem zufällig ne geeignete Ecke in der Shell ist. Phew.

    Das war an dem Wäscheklammertrigger natürlich schon schön - Trigger Return und Catchfeder in einem, sehr fest und so, dass sich der Trigger recht echt angefühlt hat (wie n DS oder Hammershot Abzug). Ich hab ja jetzt doch einen, der einfach zurückgezogen wird.
     
  20. Schmoller

    Schmoller Erfahrener Benutzer

    Sehr schick! Wenn du erst mal die Toleranzen des Druckers raus hast kannst du das alles ins Design mit einbeziehen. Eine Inline Clip Version wäre sicherlich auch noch interessant, wenn es dann am Ende Sozusagen eine Inline-Rampage 4.0 ist.
     
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  21. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Dankeschön!

    Siehst du da denn einen Vorteil gegenüber nem RSCB?
    Ist halt doch n bisschen weiter von Rampages entfernt, der Plunger ist ja bewusst nach vorne unten gesetzt, um nen RSCB zu ermöglichen. Bei Blastern von dem Formfaktor ist der kompakter bei höherer Kapazität und zuverlässiger, was double feeding und so angeht. Oder steh ich irgendwo aufm Schlauch?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2019
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  22. David Kö

    David Kö Erfahrener Benutzer

    alles was mich näher an ein Model 1897 bringt ist wünschenswert..
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2019
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  23. Schmoller

    Schmoller Erfahrener Benutzer

    Vorteil wäre das man zwischen den Schüssen nach dem Spannen den Blaster nicht nach unten beugen müsste, wenn sich beim Spannen die Breech öffnet. Ich hatte vor über einem Jahr eine inline Pumpgun, aus PVC Rohr für einen Kollegen von mir gebaut. Ich kann mal versuchen das ich davon Bilder auftreibe.
     
  24. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Ah, das ist mir in der Tat durchgegangen.
    Meine Sorge wäre hier halt trotzdem die doublefeeding Anfälligkeit - zumal ich grad ne Ecke mehr Plungervolumen nutzen würde als zB ne Rampage. Aber was soll die Rechtfertigung meinerseits - das Blasterkonzept ist halt heftig von dem Layout der alten BuzzBees inspiriert und der Formfaktor des realen Vorbilds bietet sich sehr für den Plunger unter dem Lauf an. Ein Inlineclip in ner Eigenkonstruktion würde für mich konzeptuell mehr Sinn bei nem Bolt Action Blaster machen.
    Was dich aber vielleicht freut (weil deine Ausführungen zum Belüften von Systemen da mit eingeflossen sind) ist, dass ich vorn Schlitze angebracht habe, durch die ich eventuell mit Alu- oder Stahlprofil die Ladeluke mit dem Pumpgriff koppeln kann. Das wird aber nochmal bastelig, ich dachte nur, dass ich da ja mal was vorbereiten kann und das im Zweifelsfall halt schnell wieder zuspachtel, wenns nichts wird.

    Edit: Abzug und Catch harmonieren inzwischen übrigens. Es lag an meinem schlampig geschnittenen Plungerrod. Der hat den Abzug runtergedrückt, wenn er nach hinten geschoben wurde, was wiederum den Catch runtergedrückt hat. Funktioniert jetzt, aber ich werd für die nächste Version n bisschen mehr Toleranz für den Abzug einräumen - einfach weils ganz problemlos geht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2019
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  25. hoellenhamster

    hoellenhamster Super-Moderator

    Heute und gestern hab ich Holzteile gemacht (die Entstehung des schönen Pumpgriffs, der bisher zu sehen war, ist ja schon durch den heckenschützen und mich dokumentiert worden. Der war aber nur exemplarisch aufgesteckt, da die andere Federwahl ne etwas andere Positionierung der Stange zum Spannen des Plungerrods erfordert).
    k-P1060068.JPG k-P1060072.JPG k-P1060073.JPG k-P1060077.JPG k-P1060078.JPG k-P1060081.JPG k-P1060082.JPG k-P1060083.JPG k-P1060086.JPG k-P1060087.JPG
    Es folgt eine Anleitung für schmutzig-billige Holzpfuscherei: Für alle, die Ahnung von Holzbearbeitung haben: Damit seid ihr weiter als ich, es besteht keine Lesenotwendigkeit :D Für alle anderen ist das vor allem als "nur Mut!"-Zuruf gemeint. Ich hatte früher nen heiden-Respekt, wenns um "echtes Holz" ging - einfach weil immer "aber das hab ich doch gar nicht studiert!" durch meinen Kopf ging. Einfach mal ausprobieren lohnt - es ist weder teuer noch beißt es.

    Ich könnte vermutlich auch auf Unterstützung durch den heckenschützen spekulieren, aber durch meinen Kopf spukt auch ein "obs wohl auch mit weniger know-how und equipment geht?"? Nachdem mein Bandschleifer ja gestern in Flammen aufgegangen ist, wars der optimale Moment, ums grad mal wieder mit mäßig ausgestatteter Werkstatt zu versuchen :D Hinzu kam, dass der heckenschütze damals ja ne etwas improvisierte Möglichkeit gefunden hatte, um die 25mm Bohrung im Pumpgriff anzulegen: Da er keinen ultralangen Forstnerbohrer hatte und sich so ne lange und vor allem gerade Bohrung auch nicht zugetraut hat, hat er die Griffe in vier Teile zerlegt, die Bohrungen gesetzt, sie auf nem Stück 25er Rohr aufgereiht und dort verleimt. Brilliant, sieht auch erstaunlich gut aus, aber hinterlässt halt doch drei Narben.

    Da ich weder kurze noch lange Holzbohrer in der Stärke hatte, hab ich neulich mal gegoogelt. Siehe da, nen 23cm langen 26mm Schlagenbohrer gibts für knapp 7€. Wie lange es dauert, bis der bricht oder stumpf wird, sei mal dahingestellt - wenn ich damit 3 Pumpgriffe zaubern kann hats sich völlig gelohnt.

    Hab mir dazu schnödes 6x6cm Kantholz (Fichte) ausm Baumarkt geholt - ich glaub, 2m haben da auch ca 2€ gekostet. Die Menge ist auch n bisschen der Clou - ich trau mir nämlich auch keine so schön gerade (bzw. mittige) Bohrung zu, schon gar nicht frei Hand (da ich kein Stativ für die Bohrmaschine habe). Hat auch nicht geklappt, aber weil die 6x6cm ja überdimensioniert sind, musste es auch nur mittig genug sein. Anschließend kann man ja mit nem Fuchsschwanz die Mitte versetzen :D Die zweite Bohrung erschien mir für die angestrebte Form akzeptabel. Die erste ist auf dem Foto unten zu sehen und war auch nur geringfügig schlechter (vielleicht 2-3mm zusätzlicher Versatz). Mit anderen Worten: Das geht durchaus! k-P1060089.JPG k-P1060090.JPG k-P1060091.JPG
    (Man muss natürlich dazu sagen, dass der heckenschütze viel edleres und härteres Holz (ich glaub Ulme?) verarbeitet hat.)

    Jetzt hat man einen viereckigen Klotz mit nem schiefen Loch drin. Wie gesagt - mithilfe eines Fuchsschwanzes (oder sonst irgendeiner geeigneten Säge) kann man das Loch mehr in die Mitte rücken. Einfach frei Hand schräge Kanten anzeichnen und aussägen. Genauso würde ich noch im 45° Winkel die unteren Ecken absägen. Der Rest ist dann geduldige Schleifarbeit. Ich hab mir ne Verlängerungsschnur zum Balkon gelegt und ne halbe Stunde den Dremel bemüht, was viel Arbeit erspart. Danach dann erst Schleifklotz und schließlich einfach Schleifpapier. Wie man vielleicht sieht, bin ich noch nicht fertig - vorm Beizen kommt noch einiges an Feinschliff. Aber ich finde, das Ding kann sich schon sehen lassen!
    In diesem Sinne: Für mehr Echtholz!

    LG
    León

    Achso, ich hab mir außerdem noch Gedanken zur Namensgebung gemacht. Das ging ungefähr so: "Irgendwie will ich was klangvolleres als 'heckenhamster RSCB Pumpgun' und gleichzeitig den heckenschützen ehren... Was heißt n heckenschütze auf englisch? ... 'sniper' - achso. Ist jetzt mäßig passend bei ner abgesägten Schrotflinte. Irgendwas mit 'Hecke'? Das wäre 'hedge', richtig? Da gabs doch was mit George R. R. Martin. Hm. Gibts "hedge knights" eigentlich wirklich? Muss ich mal googlen. Ah - jau, 'fahrender Ritter' - weil die halt unter Hecken schlafen und so. Der Begriff wurde von Herrn Martin nur wieder popularisiert. In schön hieße es 'knight errant'..."

    Die abgesägte Variante hier wird also hedge knight heißen. Wenns mal ne edlere Version mit schicker Schulterstütze geben sollte, darf die sich dann knight errant nennen. =)
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2019
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