medusa
Auf Blasted zuhause
Noch was Sowjetisches...
Bin nach dem Fertigwerden meiner Fortbildung zufällig über ein Modell des größten U-Bootes der Welt (hält den Titel immer noch) mit Innenleben gestolpert. Ich konnte mich nicht lange wehren.
Es handelt sich um die Klasse 941 "Akula", NATO-Code "Typhoon". 175m lang, im Modell fast ein Meter. 4500 Steine. Die meisten werden es vermutlich ais dem Film "Jagd auf Roter Oktober" (1990) mit Sean Connery kennen. Das Vorbild hatte allerdings nicht diesen superleisen MHD-Antrieb wie im Film.

Ich hab es hier mal auf meerblauen Hitergrund gestellt. Die Klasse 941 U-Boote der Sowjetunion waren Ende der 1970er Jahre als Zweitschlagwaffen konzipiert worden. Sie führten dafür 20 Atomraketen des Typs R-39 mit, jede mit 10 Sprengköpfen. Das Missionsprofil sah vor, dass die Boote, die normalerweise unter dem Packeis der Artktis patroillierten, auch nach einem vernichtenden Erstschlag der NATO-Staaten einen ebenso vernichtenden Gegenschlag auslösen konnten. Die R-39 Raketen waren die größten und schwersten Raketen, die jemals auf U-Booten stationiert waren, 16m lang und jede fast 90t schwer.
Nach dem Ende der Sowjetunion stellte sich heraus, dass der Nachfolgestaat Russische Föderation den Unterhalt der 6 U-Boote dieses Typs nicht gewährleisten konnte. Die meisten davon wurden verschrottet. Heute kann man auf Satellitenbildern noch zwei davon finden, eingemottet und mit entfernten Deckeln der Abschußrohre (damit sich jeder überzeugen kann, dass nichts drin ist). Tip: schaut euch einfach mal das westliche Hafenbecken der Stadt Severodwinsk an.
Den Titel als größtes U-Boot der Welt hält die Klasse 941 noch heute.



Das Schöne an dem Steineset ist, es wird in Segmenten zusammengebaut, die sich später auch wieder leicht trennen lassen. Die Seitenteile am Rumpf lassen sich leicht abnehmen, damit man die Innenräume sehen kann. Allerdings sind auch die anderen Rumpfteile abnehmbar, damit man alles sehen kann - ich zeige hier nur ein paar davon.
Gemoddet habe ich wenig. Die Reaktoren ein wenig größer gemacht und längere "Brennstäbe" eingebaut, die sowjetische Flagge ist eine rote Flagge von Cobi mit etwas gelbem Acryllack. Ich habe auch noch eine neuseeländische Flagge, das führt hier aber zu weit - in meinem Kopf schlummern noch viele Geschichten, die ich noch nicht mal angefangen habe aufzuschreiben.

Selbstverständlich sind auch die Raketen alle dabei, ich habe für dieses Bild mal ein paar der Deckel aufgemacht. Die R-39 Raketen musste ich aber modden, die waren beim Vorbild deutlich stumpfnasiger als die Version im Modell. Meine Version ist auch etwas länger, dafür habe ich auch die Abschußrohre etwas tiefer gemacht, was nicht sehr schwierig war.

Noch ein Unterwasser-Bild - hier sind die Antennen alle eingezogen, auch die Flagge ist weg, dafür ist eines der Periskope ausgefahren. Und natürlich die vorderen Tiefenruder, die bei Überwasserfahrt eingezogen waren. Einziehbar waren sie beim Vorbild deshalb, weil das U-Boot im Ernstfall in der Lage sein sollte, durch mindestens zwei Meter Packeis nach oben durchzubrechen, um die Raketen zu starten. Aus dem gleichen Grund hatte die Klasse 941 auch die Verstärkung um den Turm herum.
Mein Fazit: schönes Modell im Maßstab 1:185. Viele Details sind vorhanden, sowohl innen als auch außen. Alle Ruder sind voll beweglich, die Schrauben lassen sich drehen. Die Deckel der Raketenrohre sowie zwei Torpedoklappen lassen sich öffnen, sowohl Raketen als auch Torpedos lassen sich entnehmen.
Die Segmente lassen sich zum Lagern auseinander nehmen (ich jedenfalls kann ein fast einen Meter langes Modell nirgends aufstellen).
Die Bautechniken sind sehr solide. Lediglich die Reaktorkühler unten am Rumpf neigen beim Anfassen zum Abfallen. Der Bau selbst ist allerdings nichts für Anfängern, würde ich sagen. Die Steine haben gute Qualität und klemmen recht fest. Drei kleine Steine fehlten, konnte ich aber aus meinem Vorrat leicht ersetzen.
Gibt es noch zu kaufen, Set Nummer Panlos 628020. Ich habe es auf der Webplattform Barweer geordert - die hat den Vorteil, dass sie ein Außenlager in der EU hat, die Lieferung geht also schnell und ohne Schmerzen. Preislich liegt das Set z.Zt. bei rund 90€.
Bin nach dem Fertigwerden meiner Fortbildung zufällig über ein Modell des größten U-Bootes der Welt (hält den Titel immer noch) mit Innenleben gestolpert. Ich konnte mich nicht lange wehren.
Es handelt sich um die Klasse 941 "Akula", NATO-Code "Typhoon". 175m lang, im Modell fast ein Meter. 4500 Steine. Die meisten werden es vermutlich ais dem Film "Jagd auf Roter Oktober" (1990) mit Sean Connery kennen. Das Vorbild hatte allerdings nicht diesen superleisen MHD-Antrieb wie im Film.

Ich hab es hier mal auf meerblauen Hitergrund gestellt. Die Klasse 941 U-Boote der Sowjetunion waren Ende der 1970er Jahre als Zweitschlagwaffen konzipiert worden. Sie führten dafür 20 Atomraketen des Typs R-39 mit, jede mit 10 Sprengköpfen. Das Missionsprofil sah vor, dass die Boote, die normalerweise unter dem Packeis der Artktis patroillierten, auch nach einem vernichtenden Erstschlag der NATO-Staaten einen ebenso vernichtenden Gegenschlag auslösen konnten. Die R-39 Raketen waren die größten und schwersten Raketen, die jemals auf U-Booten stationiert waren, 16m lang und jede fast 90t schwer.
Nach dem Ende der Sowjetunion stellte sich heraus, dass der Nachfolgestaat Russische Föderation den Unterhalt der 6 U-Boote dieses Typs nicht gewährleisten konnte. Die meisten davon wurden verschrottet. Heute kann man auf Satellitenbildern noch zwei davon finden, eingemottet und mit entfernten Deckeln der Abschußrohre (damit sich jeder überzeugen kann, dass nichts drin ist). Tip: schaut euch einfach mal das westliche Hafenbecken der Stadt Severodwinsk an.
Den Titel als größtes U-Boot der Welt hält die Klasse 941 noch heute.



Das Schöne an dem Steineset ist, es wird in Segmenten zusammengebaut, die sich später auch wieder leicht trennen lassen. Die Seitenteile am Rumpf lassen sich leicht abnehmen, damit man die Innenräume sehen kann. Allerdings sind auch die anderen Rumpfteile abnehmbar, damit man alles sehen kann - ich zeige hier nur ein paar davon.
Gemoddet habe ich wenig. Die Reaktoren ein wenig größer gemacht und längere "Brennstäbe" eingebaut, die sowjetische Flagge ist eine rote Flagge von Cobi mit etwas gelbem Acryllack. Ich habe auch noch eine neuseeländische Flagge, das führt hier aber zu weit - in meinem Kopf schlummern noch viele Geschichten, die ich noch nicht mal angefangen habe aufzuschreiben.

Selbstverständlich sind auch die Raketen alle dabei, ich habe für dieses Bild mal ein paar der Deckel aufgemacht. Die R-39 Raketen musste ich aber modden, die waren beim Vorbild deutlich stumpfnasiger als die Version im Modell. Meine Version ist auch etwas länger, dafür habe ich auch die Abschußrohre etwas tiefer gemacht, was nicht sehr schwierig war.

Noch ein Unterwasser-Bild - hier sind die Antennen alle eingezogen, auch die Flagge ist weg, dafür ist eines der Periskope ausgefahren. Und natürlich die vorderen Tiefenruder, die bei Überwasserfahrt eingezogen waren. Einziehbar waren sie beim Vorbild deshalb, weil das U-Boot im Ernstfall in der Lage sein sollte, durch mindestens zwei Meter Packeis nach oben durchzubrechen, um die Raketen zu starten. Aus dem gleichen Grund hatte die Klasse 941 auch die Verstärkung um den Turm herum.
Mein Fazit: schönes Modell im Maßstab 1:185. Viele Details sind vorhanden, sowohl innen als auch außen. Alle Ruder sind voll beweglich, die Schrauben lassen sich drehen. Die Deckel der Raketenrohre sowie zwei Torpedoklappen lassen sich öffnen, sowohl Raketen als auch Torpedos lassen sich entnehmen.
Die Segmente lassen sich zum Lagern auseinander nehmen (ich jedenfalls kann ein fast einen Meter langes Modell nirgends aufstellen).
Die Bautechniken sind sehr solide. Lediglich die Reaktorkühler unten am Rumpf neigen beim Anfassen zum Abfallen. Der Bau selbst ist allerdings nichts für Anfängern, würde ich sagen. Die Steine haben gute Qualität und klemmen recht fest. Drei kleine Steine fehlten, konnte ich aber aus meinem Vorrat leicht ersetzen.
Gibt es noch zu kaufen, Set Nummer Panlos 628020. Ich habe es auf der Webplattform Barweer geordert - die hat den Vorteil, dass sie ein Außenlager in der EU hat, die Lieferung geht also schnell und ohne Schmerzen. Preislich liegt das Set z.Zt. bei rund 90€.
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