Hispano 20mm Mk.II alias HS.404 - 1:1 Modell

medusa

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Ja, da habt ihr natürlich beide recht... die Abbildungen, die ich von der Beschriftung habe, zeigen das ganz deutlich, dass der eine oder andere Buchstabe etwas schief ist, also sind die wohl einzeln eingeschlagen worden.
Was die Farbe angeht, da war die HS 404 im Auslieferungszustand von außen schwarz lackiert (was sonst), mit weißer Farbe in den Vertiefungen der Beschriftung. Mag aber sein, dass das in den Zeiten der hastigen Serienfertigung dann vernachlässigt wurde.
Die Mehrzahl der heutigen Ausstellungsstücke bei Sammlern oder in Museen scheint jedoch vom Meeresgrund geborgen zu sein. Viel Farbe war da nach der Restaurierung nicht mehr dran. Aber ein wenig "Schmutz" in den Vertiefungen macht diese deutlich sichtbarer, da stimme ich zu. ;)
 

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Zum Abschluß dieser Bastelphase habe ich noch für die sichere Befestigung der Teile aneinander gesorgt, mit M6x10 Madenschrauben.

laufansatz4.png

Da liegt das Modell auf der Seite. Für die Verbindung von Laufansatz mit dem ersten Laufsegment habe ich statt der geplanten Senkkopfschrauben dann auch Madenschrauben genommen (insgesamt drei Stück), weil die einfach weniger ins Auge stechen als ein breiter Schraubenkopf. Später grau oder schwarz überlackieren und sie fallen nicht mehr auf.

In die Bohrung in der Mitte habe ich für die Laufsicherung auch M6 Gewinde geschnitten. Allerdings liegt die Madenschraube so tief drin, daß sie auf keinem Foto zu erkennen war.

So, und jetzt quengeln andere Hobbyprojekte mal wieder, daß sie auch mal etwas Aufmerksamkeit möchten...
 
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Ohje, fast 2 Jahre her...

Auf dieser Baustelle kündigt sich das Laufsegment 2 an. Das ist noch Mal 50mm PVC-U Rohr, deswegen bekommt es noch eine Verschraubung. Das letzte Segment wird 40mm Rohr sein und wird deshalb gesteckt (und mit einer Madenschraube gesichert). Schraubmuffen in der Größe werden dann innen auch schon ziemlich eng, und da soll im besten Fall ja auch noch ein Megadart durchfliegen können, ohne allzuviel v0 zu verlieren.

laufsegment2_1.png

Da habe ich mal angefangen. Am hinteren Ende wird da, wieder mit der Hilfe meines Lehrgerüstes, ein Gewindestöpsel eingeklebt. Der ist noch nicht ganz fertig abgeraspelt. Das vordere Ende muß noch konisch werden. Dafür muss ich noch Hilfslinien anzeichnen. Und dann geht es wieder 4, 8, 16 Seiten und rundfeilen. :)
 

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Schönes langes Wochenende zum Basteln:

laufsegment2_2.png

Da ist das Rohr schon mal im vorderen Teil achteckig. Der Gewindepröppel geht auch schon wenigstens stramm rein, ich hab mir die Stellen, an denen es noch klemmt, schon mit Edding markiert.
Rohre solcher Größe lassen sich übrigens auch ganz gut mit der 4/8/16 Methode verkleinern, wenn man keine Drehbank hat. Hab ich bei dem Pröppel gemacht. Ein bisschen Spiel braucht der aber, damit ich das Ganze vor dem Kleben noch mit Distanzscheiben zentrieren kann. Die Papierschablone für die Schieben liegt schon mit auf dem Tisch.
 
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Anprobe:

laufsegment2_3.png

Geklebt ist noch nix, aber die viel Schmutz verursachende Entfernung größerer Mengen Material mit der groben Raspel ist erledigt.
Der kleine Storch ist inzwischen so lang, dass er nicht mehr auf den Basteltisch passt. Bin so ungefähr bei 1.60m. Mit dem dritten Laufsegment wird das Ding länger als die PTRD sein.
 

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Und da ist der Gewindepröppel verklebt.

laufsegment2_4.png

Sowas mache ich immer im Keller, da Tangit unangehm riecht und das THF darin auch wirklich nicht gesund ist.
Auf dem Bild habe ich gerade noch mal kontrolliert, ob auch wirklich kein Kleber in das Gewinde gelaufen ist. Solange die Klebestelle weich ist, hat man dann noch eine Chance, das Gewinde zu retten. Hier ist aber alles ok.
Erste Durchsicht zeigt, es ist nicht perfekt gerade, für einen Megadart wird es aber reichen. Jetzt muss erstmal alles durchhärten, und in der Zeit mache ich mich schon an das Laufsegment 3.
 

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Laufsegment 3 war jetzt weniger kompliziert zu machen. Das ist im Wesentlichen ein langes Stück 40mm-Rohr.

laufsegment3_1.png

Da liegt es schon halbfertig rum. Das Stück bis zu den Löchern wird in das 50mm-Rohr von Segment 2 eingesteckt. Da dabei ein Spalt von ca. 1.5mm verbleibt, muss man noch Abstandhalter aus dünnem PVC machen und aufkleben, damit das letzte Segment nicht herausfällt.
Die Abstandshalter müssen sich dabei natürlich an die Krümmung der Rohroberfläche anschmiegen. Das ist nicht ganz einfach, weil Hart-PVC auch wirklich hart ist. Es läßt sich biegen, federt aber sofort wieder in seine alte Form zurück, wenn man es nicht knickt. Allerdings ist es auch thermoplastisch, d.h. bei Temperaturen über ca. 80° kann man es bleibend verformen.

PVC_formen.png

Ich mache sowas normalerweise in heißem Wasser. 80° ist etwa die Temperatur, bei der das Wasser zu summen anfängt, aber noch nicht richtig kocht. Auf dem Bild sieht man einen der Abstandhalter zwischen zwei Rohrresten hervorlugen.
Das muss eine Weile im Wasser bleiben, da PVC wie alle Kunststoffe Wärme nicht gut leitet und eine Weile braucht, ehe alles, was zwischen den Rohren klemmt, auch weich geworden ist.
Nach dem Herausnehmen muß der ganze Kram erst abkühlen, damit die Abstandhalter ihre neue Form auch behalten.

laufsegment3_2.png

Ich habe dabei eingeplant, dass zwischen den vorderen Abstandhalter Platz für Löcher ist (die sieht man im ersten Bild). Durch die Spalten, die zwischen den Abstandhaltern verbleiben, kann später Luft in den Außenlauf einströmen, um dem Dart die Reise zu erleichtern, wenn er den funktionalen Lauf im Inneren verlassen hat.

Was das letzte Laufsegment noch braucht, ist ein Gewinde an der Mündung. Ich habe dafür einfach eine passende Muffe mit Hilfe dünner Zapfen aufgeklebt.

laufsegment3_3.png

Da härtet der Kleber aus, und man kann auch die eine Zapfenbohrung sehen, die ich beinahe vermurkst habe. Der Gewindedurchmesser ist eigentlich etwas zu groß, das spielt aber hier keine Rolle, da ich auf den vorderen Lauf nicht die Feder samt Montagepuffern & Co. aufschieben will, die das Vorbild dort normalerweise hat. Es war mir wichtiger, den Innendurchmesser des Außenlaufes bis zur Mündung möglichst weit zu halten.
Das Gewinde an der Stelle nimmt normalerweise in der älteren Fassung der HS 404 Mk. II mit 60-Schuss Trommelmagazin die Mündungsbremse auf. Die spätere Version hatte 150-Schuss Ketten mit einem Transportmechanismus, der den Rückstoß der Kanone als Antrieb benutzte. Dafür ließ man die Mündungsbremse weg, und das Gewinde wurde nur mit einer Muffe abgedeckt. Mal sehen, was ich später baue.
 

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