Laufsegment 3 war jetzt weniger kompliziert zu machen. Das ist im Wesentlichen ein langes Stück 40mm-Rohr.
Da liegt es schon halbfertig rum. Das Stück bis zu den Löchern wird in das 50mm-Rohr von Segment 2 eingesteckt. Da dabei ein Spalt von ca. 1.5mm verbleibt, muss man noch Abstandhalter aus dünnem PVC machen und aufkleben, damit das letzte Segment nicht herausfällt.
Die Abstandshalter müssen sich dabei natürlich an die Krümmung der Rohroberfläche anschmiegen. Das ist nicht ganz einfach, weil Hart-PVC auch wirklich hart ist. Es läßt sich biegen, federt aber sofort wieder in seine alte Form zurück, wenn man es nicht knickt. Allerdings ist es auch thermoplastisch, d.h. bei Temperaturen über ca. 80° kann man es bleibend verformen.
Ich mache sowas normalerweise in heißem Wasser. 80° ist etwa die Temperatur, bei der das Wasser zu summen anfängt, aber noch nicht richtig kocht. Auf dem Bild sieht man einen der Abstandhalter zwischen zwei Rohrresten hervorlugen.
Das muss eine Weile im Wasser bleiben, da PVC wie alle Kunststoffe Wärme nicht gut leitet und eine Weile braucht, ehe alles, was zwischen den Rohren klemmt, auch weich geworden ist.
Nach dem Herausnehmen muß der ganze Kram erst abkühlen, damit die Abstandhalter ihre neue Form auch behalten.
Ich habe dabei eingeplant, dass zwischen den vorderen Abstandhalter Platz für Löcher ist (die sieht man im ersten Bild). Durch die Spalten, die zwischen den Abstandhaltern verbleiben, kann später Luft in den Außenlauf einströmen, um dem Dart die Reise zu erleichtern, wenn er den funktionalen Lauf im Inneren verlassen hat.
Was das letzte Laufsegment noch braucht, ist ein Gewinde an der Mündung. Ich habe dafür einfach eine passende Muffe mit Hilfe dünner Zapfen aufgeklebt.
Da härtet der Kleber aus, und man kann auch die eine Zapfenbohrung sehen, die ich beinahe vermurkst habe. Der Gewindedurchmesser ist eigentlich etwas zu groß, das spielt aber hier keine Rolle, da ich auf den vorderen Lauf nicht die Feder samt Montagepuffern & Co. aufschieben will, die das Vorbild dort normalerweise hat. Es war mir wichtiger, den Innendurchmesser des Außenlaufes bis zur Mündung möglichst weit zu halten.
Das Gewinde an der Stelle nimmt normalerweise in der älteren Fassung der HS 404 Mk. II mit 60-Schuss Trommelmagazin die Mündungsbremse auf. Die spätere Version hatte 150-Schuss Ketten mit einem Transportmechanismus, der den Rückstoß der Kanone als Antrieb benutzte. Dafür ließ man die Mündungsbremse weg, und das Gewinde wurde nur mit einer Muffe abgedeckt. Mal sehen, was ich später baue.